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Antoninus Pius im Spiegel kaiserlicher Selbstdarstellung und zeitgenössischer Rezeption

by Matti Stöhr
(2007)

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Antoninus Pius im Spiegel kaiserlicher Selbstdarstellung und zeitgenössischer Rezeption


Name: Matti Stöhr
Matrikelnr.: 196610
Anschrift: Monumentenstr. 26, 10965 Berlin
E-Mail: stoehrma@cms.hu-berlin.de



Antoninus Pius im Spiegel
kaiserlicher Selbstdarstellung und
zeitgenössischer Rezeption























Einrichtung: Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin
Fachbereich: Alte Geschichte
Dozent: Prof. Dr. Klaus-Peter Johne
Seminar: HS 51128 Römische Herrscher im Spiegel der Historia Augusta
Wintersemester 2006/07
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Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG........................................................................................................ 3
2 MÜNZEN, KAISERBIOGRAPHIE UND MEHR – ZU DEN QUELLEN ..... 5
2.1 Die Münzprägungen des Antoninus Pius ................................................................... 5
2.2 Die Romrede des Aelius Aristides und die Selbstbetrachtungen Marc Aurels ...... 5
2.3 Die Vita des Antoninus Pius in der Historia Augusta............................................... 6
3 DAS BILD DES ANTONINUS PIUS .................................................................. 8
3.1 Der ansehnliche Mann –
Zum äußeren Erscheinungsbild des Antoninus Pius ................................................ 8
3.2 Der Begründer der antoninischen Dynastie –
Zur Herkunft, Familie und Bildung des Antoninus Pius.......................................... 9
3.3 Der Fromme, der Milde, der Bürgerliche, der Freigiebige –
Zu den Charaktereigenschaften und Herrschertugenden des Antoninus Pius .... 11
4 DAS RÖMISCHE REICH UNTER ANTONINUS PIUS ............................... 12
4.1 Rom als Reichsmittelpunkt – Zur Innenpolitik des Antoninus Pius ..................... 12
4.2 Reich ohne Krisen – Zur Außenpolitik des Antoninus Pius................................... 15
5 SCHLUSSBETRACHTUNG.............................................................................. 17
6 LITERATURVERZEICHNIS ........................................................................... 19
6.1 Quellen......................................................................................................................... 19
6.2 Sekundärliteratur....................................................................................................... 19








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1 Einleitung
Der römische Kaiser Antoninus Pius verstarb am 7. März des Jahres 161 auf seinem Landgut
bei Lanuvium, ca. 33 km südöstlich von Rom.1 Zum Zeitpunkt des Todes lautete sein
vollständiger Name mit allen Amtstiteln: Imperator Caesar Titus Aelius Hadrianus Antoninus
Augustus Pius, Pontifex maximus, Tribuniciae potestatis XXIII, Imperator II, Consul IV,
Pater patriae. Der Leichnam des Antoninus Pius wurde im Hadriansmausoleum (der späteren
Engelsburg), dem Grabmal seines Adoptivvaters und Vorgängers Hadrian, beigesetzt. Ihm zu
Ehren wurde eine Säule auf dem Marsfeld errichtet. Der für seine im Jahre 141 verstorbene
Ehefrau Faustina auf dem Forum Romanum erbaute Tempel, wurde auch seinem Kult
geweiht.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Gründen, welche eine solche
Verehrung und Vergöttlichung des Antoninus Pius rechtfertigen. Sie untersucht dabei die
kaiserliche Selbstdarstellung einerseits sowie das Bild des Antoninus Pius und das seiner
Herrschaft in der zeitgenössischen, antiken Rezeption andererseits. Folgende Fragestellungen
sind in diesem Sinne maßgeblich:
• Wie inszenierte sich der Kaiser und welches Bild vermittelte er von seiner Herrschaft?
• Wie werden Antoninus Pius und das Römische Reich unter seiner Herrschaft in den
schriftlichen Quellen charakterisiert und inwiefern korrespondiert diese Charakteristik
mit der kaiserlichen Selbstdarstellung?
Hierzu werden die Darstellungen seines äußeren Erscheinungsbildes, seines Verhältnisses zur
Familie und zur Bildung ebenso analysiert, wie die ihm zugesprochenen Charaktereigen-
schaften und Herrschertugenden. Insbesondere letztere sind im engen Zusammenhang mit der
von Antoninus Pius verfolgten Innen- und Außenpolitik zu betrachten, um ein Bild vom
Römischen Reich unter seiner Regierung zu bekommen.
Die Untersuchung ist damit auf eine Einzelperson fokussiert. Die Rolle weiterer
Personen und Institutionen im Römischen Reich während der Herrschaft des Antoninus Pius,
wie beispielsweise die des Senats oder des Militärs, ist nicht Gegenstand dieser Arbeit.
Als Quellen werden zum ersten die Münzprägungen des Kaisers herangezogen.2 Die
Berücksichtigung von Münzen ist für die vorliegende Untersuchung zwingend, da diese die
charakteristischen Propaganda- und Informationsmedien der antiken Herrscher darstellten.3

1 Vgl. hier und im Folgenden überblicksartig den Lexikonartikel zum Leben des Antoninus Pius im „Neuen
Pauly“ – Eck, Werner: Antoninus. [1,Pius], DNP Bd. 1 (A-Ari), Stuttgart 1996, Sp. 803-805.
2 Mattingly, Harold; Sydenham Edward A.: The Roman imperial coinage, Vol. III: Antonius Pius to Commodus,
London 1930.
3 Vgl. zu den Münzen und zu den weiteren, verwendeten Quellen Punkt 2. dieser Arbeit.
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Zum zweiten seien die Romrede des Aelius Aristides4 sowie die Selbstbetrachtungen von
Marc Aurel5 genannt. Die Zeitgenossen von Antoninus Pius bieten einen guten Einblick in die
allgemeine Situation des Römischen Reiches einerseits (Aristides) und in das Charakterbild
des Kaisers andererseits (Aurel). Als eine dritte Quelle findet die Kaiserbiographie über
Antonius Pius in der Historia Augusta, die Vita Pii, Beachtung.6 Sie berichtet am
umfassendsten über Leben und Regierungszeit des Antoninus Pius.
„Kein römischer Kaiser ist in der Neuzeit so widersprüchlich beurteilt worden wie
Antoninus Pius. Den einen das Symbol eines goldenen Zeitalters, ist er den anderen eine
Figur von ehrenwertem Mittelmaß, seine Regierung eine Kette von Versäumnissen, die sich
unter Marc Aurel rächen sollten.“7 Die Diskussion wird seit Ende des 19. Jahrhunderts
kontrovers geführt und es gibt ebenso viele positive wie negative Meinungen über Antoninus
Pius.8 Für Willy Hüttl, der das bis heute geltende Standardwerk zu Antoninus Pius
herausbrachte, ist er „einer der idealsten Herrschergestalten in der langen Reihe der römischen
Kaiser“.9 Michael Grant dagegen kritisiert die wachsende Bürokratie unter Pius und
beschreibt ihn als „inflexible centralizer, his humanity being of a distinctly paternistic
character“,10 der seine Herrschaft lediglich mit Donativen, Spiele, Städte- und Straßenbau
gesichert habe. Gerade die negative Bewertung von Antoninus Pius und Konstatierung von
Versäumnissen, vornehmlich auf seine Außenpolitik zielend, beruht auf der Kenntnis, dass
sein Nachfolger Marc Aurel mit Krisenbedingungen zu kämpfen hatte.
Die vorliegende Arbeit konzentriert sich demnach – gemäß den Fragestellungen –
vornehmlich auf die (Selbst-)Inszenierung des Kaisers und auf die Darstellung seiner Politik
in den zeitgenössischen, antiken Quellen.



4 Aristides, Aelius: Romrede, übers. u. mit Erl. vers. von Richard Klein, Darmstadt 1983.
5 Aurel, Marc: Selbstbetrachtungen, aus dem Griech. von Otto Kiefer. Mit einem Vorw. von Klaus Sallmann,
Frankfurt am Main 2003.
6 Historia Augusta: Römische Herrschergestalten, Bd. 1 - Von Hadrianus bis Alexander Severus, übers. von
Ernst Hohl; bearb. u. erl. von Elke Merten, Zürich 1976.
7 Vgl. Temporini - Gräfin Vitzthum, Hildegard: Antoninus Pius; in: Manfred Clauss (Hg.), Die römischen
Kaiser. 55 historische Portraits von Caesar bis Iustinian, München 1997, S.137.
8 Vgl. den hervorragenden Forschungsüberblick bei Walentowski, Sabine: Kommentar zur Vita Antoninus Pius
der Historia, Bonn 1998., S. 296-304.
9 Vgl. Hüttl, Willy: Antoninus Pius. Erster Band: Historisch-Politische Darstellung, Prag 1936, S. 352. Die
neueste Gesamtdarstellung wurde auf Französisch verfasst, welche ich aus mangelnden Sprachkenntnissen nicht
berücksichtigen konnte – Rémy, Bernard: Antonine le Pieux, 138-161. Le siècle d'or de Rome, Paris 2005
10 Vgl. Grant, Michael: The Antonines. The Roman Empire in Transition, London - New York, 1994, S. 13.
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2 Münzen, Kaiserbiographie und mehr – zu den Quellen
2.1 Die Münzprägungen des Antoninus Pius
Mit Münzen wurde die staatliche Identität, das Verständnis von Kaiser und Herrschaft durch
die Herrschenden in eingängigen Bildern und knappen, oftmals schlagwortartigen Legenden
zum Ausdruck gebracht. Sie waren ein zentrales Informationsmittel der Bevölkerung über
politische und kulturelle Ereignisse. Sie geben damit gute Einblicke in die politischen Fragen
und Probleme des Prinzipats.11
Eine Chronologie der Münzen zur Pius Regierungszeit wurde von der Forschung trotz
vielfach flüchtiger und unsauberer Arbeit der Stempelschneider eindeutig festgestellt – ab
dem Jahre 147/48 erschien die Angabe der fortlaufend gezählten tribunicia potestas auf den
Prägungen.12 Für die Zeit bis zum Jahr 147 waren die Iterationszahlen der vier Konsulate des
Antoninus Pius (Legenden COS I bis COS IIII) maßgeblich.13 Die Kaisertitulatur wurde auf
den Münzen ab dem Jahre 139 bis zum Tode des Kaisers in zwei Formen abgebildet. Zum
ersten in der vollständigen: IMP CAES T AEL HADR ANTONINVS AVG PIUS und zum
zweiten in der gekürzten: ANTONINUS AVG PIUS. In der Zeit davor, vor allem vor der
Konsekration Hadrians, gab es Abwandlungen.14 Das Besondere der Münzprägung des
Antoninus Pius hierbei war, dass seine kaiserlichen Amtstitel nie vollständig auf Münzen
erschienen. So verschwand der Titel pontifex maximus ab dem Jahre 140 von den Münzen.15
Die Münzprägungen des Antoninus Pius haben einen hohen Quellenwert: „Mehr als
1400 Münztypen – eine unerschöpfliche Quelle speziell für die Geschichte der römischen
Kaiserzeit – mit dem Bilde Antonins, der Faustina und des Mark Aurel werfen auf staatliche
und sakrale Institutionen ein helleres Licht, verkünden wichtige Ereignisse und große
Festlichkeiten.“16 In diesem Sinne ist die Berücksichtigung antoninischer Münzen für die
vorliegende Arbeit unerlässlich.
2.2 Die Romrede des Aelius Aristides und die Selbstbetrachtungen Marc
Aurels
Aelius Aristides (geboren 117 in Mysien, gestorben 181) war ein griechischer Rhetor und
Schriftsteller mit römischem Bürgerrecht, welcher zu den Vertretern der so genannten

11 Vgl. Walentowski, S. 168f.
12 Vgl. Strack, Paul Leberecht: Untersuchungen zur römischen Reichsprägung des zweiten Jahrhunderts, Teil III:
Die Reichsprägung zur Zeit des Antoninus Pius, Stuttgart 1937, S. 1-9.
13 Vgl. ebd.
14 Vgl. Hüttl, S. 50ff.
15 Vgl. ebd., S. 61.
16 Vgl. ebd., S. 24f.
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„Zweiten Sophistik“ gerechnet wird.17 Diese versuchte im 2. Jahrhundert nach Christus unter
den Bedingungen des römischen Reiches eine Rückbesinnung auf die griechische Kultur. In
seiner, vermutlich im Frühjahr 143 vor dem Kaiser Antoninus Pius gehaltenen, Rede feierte er
die römische Herrschaft über den Mittelmeerraum als segensreich und friedensbringend. Der
Rhetor verglich sie darin, positiv hervorhebend, mit älteren Großreichen (Perserreich,
hellenistische Reiche) und den griechischen Stadtstaaten der klassischen Zeit. Er pries die
Vorzüge der römischen Verfassung sowie den Regierungsstil des Kaisers. Die Lobrede des
Aelius Aristides ist für die vorliegende Untersuchung zwingend heranzuziehen. Sie gibt, auch
wenn man keine kritische Betrachtung erwarten kann, aus dem Blickwinkel eines
aristokratischen Zeitgenossen einen anschaulichen, umfangreichen Einblick in die Herrschaft
des Antoninus Pius und in die Situation des Reiches allgemein.
Marc Aurel, (geboren im April 121 in Rom, gestorben im März 180) war von 161 bis zu
seinem Tode römischer Kaiser und damit – zunächst zusammen mit Lucius Verus, welcher im
Jahre 169 starb – der direkte Nachfolger seines Adoptiv- und Schwiegervaters Antoninus
Pius.18 Während seiner letzten zehn Lebensjahre schrieb er seine Selbstbetrachtungen. Diese
Niederschrift seiner philosophischen Überzeugungen und politischen Maximen haben ihn der
Nachwelt als Philosophenkaiser überliefert und zählen zur Weltliteratur.19 In ihnen beschrieb
Marc Aurel unter anderem auch den Charakter des Antoninus Pius. Er setzte seinem
Vorgänger im 16. Teil des Ersten Buches, in welchem Marc Aurel seine Weggenossen ehrte,
ein uneingeschränkt lobendes Denkmal.20 Die Charakterschilderung des Antoninus Pius durch
Marc Aurel ist unter den antiken schriftlichen Quellen die am ausführlichsten erhaltene.21 Aus
diesem Grunde ist sie zur Bearbeitung der vorliegenden Fragestellungen unverzichtbar.
2.3 Die Vita des Antoninus Pius in der Historia Augusta
Die einzige literarische Quelle, die zusammenhängend über Leben und Regierungszeit des
Antoninus Pius berichtet, ist die Kaiserbiographie Vita Pii in der Historia Augusta.22 Als
Verfasser wird Iulius Capitolinus genannt, dem die Autorenschaft acht weiterer
Herrscherviten in der Historia Augusta zugewiesen wurde. Stichhaltige Rückschlüsse auf die
Entstehungszeit der Vita sind nicht auszumachen, da sich der Verfasser kaum auf seine Zeit

17 Vgl. Klein, Richard: Die Romrede des Aelius Aristides. Einführung., Darmstadt 1981.
18 Vgl. zur Person und Herrschaft einführend Rosen, Klaus: Marc Aurel. 3. Aufl., Reinbek 2004.
19 Vgl. Hadot, Pierre: Die innere Burg. Anleitung zu einer Lektüre Marc Aurels., Frankfurt am Main 1997.
20 Vgl. M. Aur., I,16.
21 Vgl. Walentowski, S. 58.
22 Eine eingehende Analyse des Gesamtwerks der Historia Augusta vermag die vorliegende Arbeit nicht zu
leisten. Einen Überblick der in der Forschung zentral diskutierten und nicht sicher zu beantwortenden Fragen
nach Verfasser(n), Entstehungszeit, Quellen und Tendenzen der HA finden sich in der Einleitung bei
Walentowski, S. 15-22.
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bezieht. Es gibt damit keinen eindeutigen Hinweis auf eine Entstehungszeit nach
diocletianisch-constantinischer Zeit.23
Die Vita Pii enthält im Vergleich zu den anderen Viten des Capitolinus keine Kaiser-
anrede. Sie ist aber ebenso an das Schema der Kaiserbiographien von Sueton in der Tradition
der antiken Biographie angelehnt, welches als Vorbild galt.24 Ein chronologischer Rahmen
umgibt den Mittelteil, in welchem verschiedene Themenbereiche behandelt werden. So wird
im ersten Teil die Zeit von der Geburt des Kaisers bis zu seinem Regierungsantritt
thematisiert. Der Mittelteil (Regierungszeit) widmet sich Themenbereichen wie Kriege, Bau-
tätigkeit und Außenpolitik. Der Schlussteil (Tod und Konsekration) ist wieder chronologisch
angelegt.25 Die chronologische Angaben bzw. die Datierungen in der Vita Pii sind jedoch
vage und ungenau, ein annalistischer Stil ist nicht gegeben.26
Der Verfasser verschweigt zudem seine Quellen. Er nennt lediglich Marius Maximus
als seinen Gewährsmann.27 Dessen eindeutige Identifizierung ist bis heute jedoch nicht
gelungen.28 Die moderne Forschung ist sich über Quellen und Anreger der Kaiserbiographie
des Antoninus Pius uneins, da die Beantwortung dieser Frage eng mit der (umstrittenen)
Entstehungszeit der Historia Augusta zusammenhängt: Es wird vermutet, dass die Werke von
Cassius Dio, Aurelius Victor, Eutrop, Ammianus Marcellinus, und Anonyma (Fantasie-
figuren) Grundlagen für die Abfassung der Vita Pii waren. Die Berücksichtigung von Fronto,
Aelius Aristides, Marc Aurel, Pausanias, Philostrat, dem so genannten Chronograph von 354
und der Schriften des Kaisers Iulian sei ebenso möglich gewesen.29
Es ist hervorzuheben, dass die Vita Pii als eine zuverlässigsten der gesamten Historia
Augusta gilt und vergleichsweise wenige Fehler, Irrtümer und Übertreibungen beinhaltet. Es
lassen sich ebenso wenig Hinweise auf eine „prosenatorische“, „antibarbarische“ oder

23 Die Autorenschaft in der diocletianisch-constantinischen Epoche wird seit Dessau von der neueren Forschung
stark angezweifelt, laut Sabine Walentowski gibt es jedoch keine stichhaltigen Beweise für das Gegenteil; vgl.
Walentowski, S. 25-27.
24 Vgl. Walentowski, S. 32ff.
25 Vgl. ebd. , S. 38f.
26 Vgl. ebd. S.89f.
27 Vgl. Vita Pii, 11,3.
28 Vgl. Walentowski, S. 41f.
29 Die übrige literarische Überlieferungen unterscheiden sich nicht grundsätzlich von der positiven
Charakterisierung und Bewertung des Kaisers und seiner Herrschaft in der Vita Pii, nicht zuletzt weil viele der
Zeugnisse als Quellen der HA gehandelt werden oder die Vita wurde – abhängig von ihrer tatsächlichen
Entstehungszeit – als Quelle benutzt oder es sind Parallelen auf gemeinsame Quellen zurückzuführen. Zudem
gibt es das Problem der lückenhaften Überlieferung: Das 70. Buch des Cassius Dio ist nicht vollständig erhalten;
die Berichte bei Aurelius Victor, Eutrop, Epitomes de Caesaribus etc. bieten nur knappe Zusammenfassungen.
Vgl. dazu die umfassende Quellenanalyse bei Walentowski, S 40-68.
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„antichristliche“ Gesinnung bzw. Tendenz des Verfassers finden.30 So stellt die Vita Pii mit
den dargebotenen Informationen eine für das Thema nicht zu vernachlässigende Quelle dar.

3 Das Bild des Antoninus Pius
3.1 Der ansehnliche Mann – Zum äußeren Erscheinungsbild des
Antoninus Pius
Die schriftlichen Quellen beschreiben das Aussehen und die Gestalt des Antonius Pius knapp
und ausnahmslos positiv. Dabei beschränkt sich auch die Vita Pii auf einige wenige Punkte:
Der Kaiser wird als großen, ansehnlichen Mann von aufrechter Gestalt und mit sanften
Gesichtszügen beschrieben.31 Seine Stimme sei angenehm, tief und klangvoll gewesen.32
Diese Aussagen finden ihre Bestätigung und Ergänzung durch weitere literarische Quellen,
wie die Epitome Caesaribus oder Ioannes Malalas: Der Kaiser zeichnete sich durch ein
rundliches Gesicht, eine wohlgeformte Nase, glänzende Augen, graues Haupt- und Barthaar,
sowie weiße bis rötliche Haut aus.33 Diese Beschreibungen werden durch die numismatischen
Quellen bestätigt.34 Das Besondere des kaiserlichen Münzporträts liegt darin, dass sich das
Bild des Antoninus Pius während der gesamten dreiundzwanzigjährigen Regierungszeit nicht
entwickelte.35 Einzige wesentliche und kontinuierlich weiterentwickelte Neuerung waren
Pupillenbohrungen auf Bronzen und Aurei (ab dem Jahre 139) sowie auf Denaren (ab 140),
um den Blick des Auges zu beleben.36 Das konstante Porträt des Antoninus Pius, aber auch
die Ähnlichkeit seines Bildnisses mit dem seines Vorgängers und Adoptivvaters Hadrian,
überraschen jedoch nicht. Es drängt sich die Interpretation auf, dass der Begründer der
antoninischen Dynastie dem römischen Volk mit seinem unveränderten Selbstbildnis
politische Kontinuität und grundsätzliche Stabilität seiner Regierung sowie des Reiches
demonstrieren wollte. Es ist ferner – ganz profan – nicht davon auszugehen, dass Antoninus
Pius es begrüßte den Alterungsprozess seines Körpers auf Münzen dargestellt zu sehen. Marc
Aurel lobte in diesem Sinne in seinen Selbstbetrachtungen den Adoptivvater: „Seinen Leib
pflegte er mit Maßen und nicht wie ein Lebemann oder putzsüchtiger Mensch, doch ohne ihn
zu vernachlässigen, so dass er auch, dank seiner Sorgfalt, fast nie einen Arzt gebrauchte.“37

30 Vgl. ebd., S. 29.
31 Vgl. Vita Pii, 2,1.
32 Vgl. ebd., 13,2.
33 Vgl. die Übersicht bei Walentowski, S. 98.
34 Vgl. ebd.
35 Vgl. Strack, S. 9.
36 Vgl. ebd.
37 Vgl. M. Aur., I,16.
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3.2 Der Begründer der antoninischen Dynastie – Zur Herkunft, Familie
und Bildung des Antoninus Pius
Antoninus Pius wurde als Titus Aurelius Fulvus Boionius Arrius Antoninus, Sohn des T.
Aurelius Fulvus (cos. ord. 89) und der Arria Fadilla im Jahre 86 bei Lanuvium geboren.38 Er
entstammte einer reichen Großgrundbesitzerfamilie aus Nemausus (Provinz Gallia
Nabornensis), welche in der 3. Generation im Senat vertreten war. Nach dem frühen Tod
seines Vaters wuchs Pius bei seinen Großeltern in Lorium bei Rom auf. Pius durchlief eine
normale senatorische Laufbahn, den cursus honorum: Im Jahre 111 bekleidete er die Qästur,
wurde 117 Prätor, um schließlich im Jahre 120 sein (erstes) Konsulat anzutreten. Als
Prokonsul der Provinz Asia (ca.135/136) erwarb er sich die Anerkennung des Kaisers
Hadrian, der daraufhin ihn daraufhin zu seinen Statthalter mit der Zuständigkeit für
Rechtsprechung ernannte (Amtstitel legatus Augusti pro praetore). Antoninus wurde zudem
in den kaiserlichen Thronrat (consilium) berufen. Nach dem Tod des ursprünglichen
Thronerben Lucius Aelius Caesar adoptierte Hadrian im Frühjahr 138 seinen 51-jährigen
Legaten und machte ihn zu seinem Nachfolger. Die Bedingung der Adoption war, dass
Antoninus wiederum den 17-jährigen Marcus Annius Verus (den späteren Kaiser Marc
Aurel), und den Sohn des Aelius (später als Lucius Verus bekannt) adoptierte. Mit dieser
Nachfolgeregelung hatte Hadrian die Geschicke des Imperiums bis zum Ende des 2. Jh.
vorherbestimmt.39 Antoninus übernahm die Herrschaft nach Hadrians Tod am 10. Juli 138
und erhielt den Namen Titus Aelius Hadrianus Antoninus Augustus Pius. Die Konsekration
und Vergöttlichung seines Adoptivvaters setzte der neue Kaiser unter dem Widerstand des
Senats durch. Diese Episode ausgenommen, pflegte der Kaiser ein gutes, konfliktfreies
Verhältnis zum Senat.40 Sein Beiname Pius („der Fromme“), die Vita Pii führt eine Reihe von
Möglichkeiten für die Namensgebung – insbesondere sein Verhalten gegenüber Hadrian –
an,41 sollte dabei das Schlagwort für seinen Regierungsstil während seiner gesamten
Herrschaft werden.42
Antoninus Pius schuf ein „Genrebild des kaiserl. Familienlebens“.43 Ihm lag es in seiner
ganzen Natur nach besonders daran, dass Prinzip der Eintracht (concordia) im Familienleben
in seinem Münzprägeprogramm herauszuheben.44 Davon zeugen insbesondere die

38 Vgl. hier und im Folgenden die Vita Pii 1-5. Bzgl. der konkreten Zeitangaben vgl. überblicksartig Eck, Sp.
803-804.
39 Vgl. zur Nachfolgeregelung Hadrians: Hüttl, S. 41-47.
40 Vgl. Vita Pii, 6,5.
41 Vgl. Vita Pii, 2,3-2,7.
42 Vgl. die Punkte 3.3 und 4. dieser Arbeit.
43 Vgl. Schulz. S. 42.
44 Vgl. ebd.
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Reichsmünzen der älteren Faustina, Pius Ehefrau, aus den Jahren 138/39 und 139 bis 141. Auf
der Vorderseite ist die Faustina abgebildet, die Rückseiten zeigen eine stehende oder sitzende
concordia mit der Legende CONCORDIA AVG.45 Die Konsekrationsmünzen mit der
Prägung DIVA (AVGVSTA) FAVSTINA, der im Jahre 141 verstorbenen Faustina, betonten
die Eintracht des Herrscherpaares auch nach deren Tod. Ein Beispiel: Das Münzbild MS III
72 zeigt Kaiser und Kaiserin Hand in Hand.46 Mit der Prägung des Porträts der divinisierten,
mit einem eigenen Tempel geehrten Ehefrau des Antoninus Pius, wurde die Hoffnung auf ein
Leben nach dem Tod versinnbildlicht.47 Die umfangreiche Prägung von Porträts der
kaiserlichen Familie war aber vor allem politisch motiviert: „Die dynastischen Vorstellungen
am Hofe des Antoninus Pius von einer durch Erbfolge gesicherten Herrschaft werden in
Gestalt der Porträts der beiden Paare in greifbare Form gebracht.“48 Durch Adoption wurde
die antoninische Dynastie begründet und gefestigt. Münzen verkündeten diese Familien-
politik, die gleichzeitig von nicht unbedeutender herrschaftspolitischer Relevanz war. So
wurden Heiraten, Pius’ Tochter, die jüngere Faustina wurde im Jahre 145 mit Marc Aurel
vermählt, und Geburten im Kaiserhaus mit Münzprägungen gefeiert.49 Antoninus Pius betonte
und förderte in seiner dynastischen Familienpolitik den von Augustus begründeten Kaiserkult
und die kultische Verehrung der Divi und Divae. So ließ Antoninus Pius zur Verehrung seiner
divinisierten Gattin einen Tempel errichten, welcher auch auf deren Konsekrationsmünzen
dargestellt wurde.50
Die Vita Pii spricht von einer hervorragenden Bildung des Kaisers: Er zeichnete sich
durch einen einzigartigen Verstand und durch seine glänzende Redekunst aus.51 Die
Wertschätzung höherer Bildung kam darin zum Ausdruck, dass Antoninus Pius für die gute
Erziehung seiner Adoptivsöhne sorgte, indem er einige der bedeutendsten Lehrer seiner Zeit
engagierte, die auch als kaiserliche Berater fungierten.52 Seine Hochachtung vor Philosophen
und Rhetoren, wie z.B. Marcus Cornelius Fronto, schlug sich in der Pflege eines
freundschaftlichen Umgangs mit den Beratern und in regelmäßigen Gehaltszahlungen
nieder.53

45 Vgl. RIC III S. 66, Nr. 327-330; S. 67, Nr. 335-337.
46 Vgl. Hüttl, S. 41.
47 Vgl. Walentowski, S.77f.
48 Vgl. Geissen, Angelo: Faustina Thea. Bemerkungen zum dynastischen Prägeprogramm des Antoninus Pius in
Alexandria, in: Noeske, Hans-Christoph; Schubert Helmut u. a. (Hrsg.): Die Münze. Bild-Botschaft-Bedeutung -
Festschrift für Maria R. Alföldi. Frankfurt/Main 1991, S. 198.
49 Vgl. ebd., S. 197.
50 Vgl. RIC III S. 162, Nr. 1115; S. 164, Nr. 1137.
51 Vgl. Vita Pii, 2,1.
52 Vgl. ebd., 10,4f. und 12,1.
53 Vgl. ebd., 11,3.
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Philhellenismus, den schon sein Vorgänger Hadrian pflegte, prägte das Bildungs-
verständnis des Antoninus Pius. Das Tragen eines Philosophenbarts, welcher sein
Münzporträt zierte, stellte dabei ein herausragendes Merkmal des Bekenntnisses zur
griechischen Bildung dar.54 Für Antoninus Pius war jedoch viel mehr die Rückbesinnung auf
die ältere römische Geschichte, Traditionen und Mythen charakteristisch. Er zeigte einen stark
ausgeprägten Archaismus besonders in der Fürsorge für alte Kulturheiligtümer. So ist auf
einer Münze des Pius aus den Jahren 140 bis 144 zur Verehrung der Juno Sospes Mater
Regina, der auch ein Tempel geweiht wurde, die Göttin mit Ziegenfell und Schnabelschuhen
bekleidet, Schild und Lanze bewaffnet, dargestellt.55
3.3 Der Fromme, der Milde, der Bürgerliche, der Freigiebige – Zu den
Charaktereigenschaften und Herrschertugenden des Antoninus Pius
Das Bild des Antoninus Pius ist deutlich von den Wesenszügen geprägt, die der Kaiser zum
einen in seiner Selbstdarstellung hervorhob, zum anderen, welche von der zeitgenössischen
Rezeption immer wieder angesprochen wurden.
Mit dem Beinamen Pius wird die pietas als zentrale Eigenschaft des Nachfolgers
Hadrians ausgewiesen. Die Vita Pii preist das rechte Verhalten des Kaisers gegenüber den
Eltern und Verwandten (pietas erga parentes), gegenüber dem Staat und gegenüber den
Göttern (pietas erga deos). So schlug sich diese Ehrerbietung beispielsweise in der
Restaurierung und Neuerrichtung von Tempeln nieder.56 Die pietas betonte Antoninus Pius
vielfach auf seinen Münzen, die meist eine weibliche Figur an einem Altar stehend und ein
Kästchen mit Weihrauch in der Hand haltend, darstellten.57
Eng in Zusammenhang mit der pietas steht die Pius zugesprochene clementia, die
Milde. Laut Vita Pii wird sie als ein Grund für den Beinamen Pius genannt.58 Für die Milde
des Herrschers führt die Kaiserbiographie zahlreiche Beispiele an, die insbesondere seine
liberale Rechtssprechung illustrieren sollten.59 Marc Aurel rühmt die Güte des Vaters als
Vorbild.60 Antoninus Pius selbst proklamierte sie in der Reichsprägung. Die clementia wurde

54 Vgl. Temporini, S. 140.
55 Vgl. RIC III S. 108, Nr. 608; zu den weiteren Darstellungen römischer Gottheiten und Kulte auf Münzen zur
Zeit des Antoninus Pius vgl. analysierend Hüttl, S. 133ff.
56 Vgl. Vita Pii, 8,2f.
57 Vgl. RIC III S. 26, Nr. 6; S. 27, Nr. 13; S.28, Nr. 24 sowie zur Schilderung der besonderen Bedeutung der
Pietas als Kardinaltugend Hüttl, S. 53f.
58 Vgl. Vita Pii, 2,7.
59 Vgl. als ein Beispiel Vita Pii, 8,11 (ein Vatermörder wird lediglich verbannt, statt zum Tode verurteilt).
60 Vgl. M. Aur., I,16.
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personifiziert als sitzende oder stehende weibliche Figur dargestellt, welche Schale und
Szepter in den Händen trug.61
Als dritter wesentlicher Wesenzug von Antoninus Pius benennen die schriftlichen
Quellen sein bürgerliches Auftreten, civilitas. Er soll über sein Handeln stets Rechenschaft
abgelegt haben, kooperierte eng mit dem Senat und benahm sich vor seinen Beratern, die er
als Freunde betrachtete, als Privatmann und teilte mit ihnen seine Freizeitaktivitäten.62
Der Kaiser war zudem freigiebig (liberalitas) gegenüber dem Volk, dem Militär und
Provinzen, während er gegenüber sich selbst sehr sparsam war und auf privaten Luxus
verzichtete (parsimonia).63 Der Adoptivsohn schreibt anerkennend: „Im Entbehren aber mutig
zu ertragen, im Genuß nüchtern zu bleiben, ist das Kennzeichen eines Mannes mit starker
unbesiegbarer Seele, [...]“.64 Sein Leben habe Pius nur dem Staatswohl gewidmet.65
„So verdichtet sich der Höhepunkt des Principats in einem harmonischen Bild,…“,
wie Karl Christ treffend resümiert, „…in einer „rechtschaffenen frommen, ja pastoralen,
allgemein respektierten und populären Gestalt“,66 welche in diesem Sinne von der antiken
Rezeption mit dem Idealkönig der altrömischen Legende, Numa Pompilius, verglichen
wurde.67 Vor allem an der hohen Bildung, an dem guten Verhältnis zum Senat und an der
Erfüllung seiner religiösen Pflichten machte sich die zeitgenössische Bewertung des
Antoninus Pius als „guter“ Kaiser fest. Der Herrscher selbst trug zu diesem Bild bei, indem er
die ihm zugeschriebenen Herrschertugenden, insbesondere pietas und clementia, in seinen
Münzprägungen proklamierte.

4 Das Römische Reich unter Antoninus Pius
4.1 Rom als Reichsmittelpunkt – Zur Innenpolitik des Antoninus Pius
Die Inthronisation und Herrschaft von Antoninus Pius wurde im Reich weithin akzeptiert.68
Die Adoption durch Hadrian rechtfertigte er durch seine Arbeit als vorbildlicher Senator.69
Pius feierte seine Adoption mit Münzprägungen, auf denen er seine concordia mit und seine
pietas gegenüber dem Adoptivvater Hadrian zum Ausdruck brachte sowie der felicitas die

61 Vgl. Hüttl, S. 352.
62 Vgl. Vita Pii, 11,5-11,. und M. Aur., 1,17.
63 Vgl. die zahlreichen Beispiele in der Vita Pii, 2,8; 8,4; 10,6.
64 Vgl. M. Aur., I,16.
65 Vgl. ebd.
66 Vgl. Christ, Karl: Geschichte der römischen Kaiserzeit von Augustus bis Konstantin, 3. Aufl., München 1995,
S. 331.
67 Vgl. Vita Pii, 2,2.
68 Vgl. Ael. Ar., 32.
69 Vgl. Vita Pii, 4,3.
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günstige Fügung seines Schicksals verdankte.70 Die Prägungen PIETAS (AVGVSTA) und
CONCORDIA waren die herrschenden Motive unter den Münzen des Thronfolgers.
Antoninus Pius hob damit das gegenseitige Einvernehmen zwischen ihm, seiner Familie und
dem Staat hervor und betonte gleichzeitig seine Fürsorge für die Staatsreligion. Der Beiname
Pius wurde hierbei zum politischen Schlagwort für die römisch-konservative eingestellte
Regierung des Kaisers, dessen Herrschaft an markanten historischen Ereignissen arm war.
Pius verließ im Gegensatz zur Reiselust seines Vorgängers Italien während seiner
Regierungszeit nie, machte durch seine Präsenz in Rom die Stadt wieder zum Mittelpunkt des
Reiches und hatte damit den Schwerpunkt seiner Regierungstätigkeit in der Innenpolitik.71
Die Bevorzugung Italiens und Roms als Reichsmittelpunkt trat mit der häufigen Darstellung
der ITALIA auf Münzen und massiver Medaillonprägung deutlich hervor.72 Die Zeitgenossen
von Antoninus Pius gewannen seinem Regierungsstil nur positives ab. Die Lobrede des
Aelius Aristides war dafür bezeichnend. Der Redner konstatierte, dass es gar nicht nötig sei
mühsame Reisen durch das gesamte Reich zu unternehmen: „Er kann es sich leisten zu
bleiben, wo er ist, und den ganzen Erdkreis mit schriftlichen Befehlen zu regieren. Sie sind
kaum abgefasst, da treffen Sie auch schon ein, als seien sie von Flügeln getragen.“73 Durch
Verwaltungsmaßnahmen, finanzielle Zuwendungen und Bildpropaganda wurden die Pro-
vinzen aber ebenso gewürdigt: Antoninus Pius bemühte sich um eine moderate Steuerpolitik
und unterstützte die Provinzen bei Katastrophen wie Erdbeben.74 Lautmalerisch pries
Aristides die Größe des Reiches,75 die funktionierende Wirtschaft mit regem (Fern-)Handel76
sowie den Frieden und die Eintracht der im Reich lebenden Völker.77 Antoninus Pius selbst
ließ das Reich in seiner ganzen Pracht darzustellen. So veranlasste er die Prägung einer
„Provinzserie“ mit der Darbringung des aurum coronarium, welche die Größe und Vielfalt
des römischen Reiches zeigen und die Großzügigkeit des Kaisers in Erinnerung rufen sollte:
Antoninus Pius erweiterte die Alimentarsituation, indem er in Gedenken an seine Frau
Stiftungen für Mädchen (puellae Faustinianae) gründete,78 neun Geldverteilungen

70 Vgl. Hüttl, S. 45 und 56ff.
71 Vgl. Vita Pii, 7,12.
72 Vgl. Hüttl, S. 175f.
73 Vgl. Ael. Ar., 33.
74 Vgl. Vita Pii, 6,1; 7,3; 9,1.
75 Vgl. Ael. Ar., 10.
76 Vgl. ebd., 11-13.
77 Vgl. ebd., 29-30.
78 Vgl. Vita Pii , 8,2
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(liberalitates) an die stadtröm. Plebs und an das Heer veranlasste79 sowie finanzielle Mittel
für Bauten in vielen Städten bereitstellte.80
Dennoch war der Kaiser um eine sparsame Finanzpolitik und eine effiziente
Staatsverwaltung bemüht.81 Auch hier war er seinem Adoptivsohn Marc Aurel ein Vorbild:
„Klugheit und Maßhalten lenkten ihn bei der Veranstaltung öffentlicher Spiele, bei der
Errichtung von Gebäuden, Austeilung von Spenden und anderem derart; überhaupt ließ er
sich seine Handlungen nur durch das Gebot der Pflicht, nicht durch die Aussicht auf zu
gewinnendem Ruhm vorschreiben.“82 Die constantia der Pius’schen Politik, er ließ viele
seiner Magistrate langjährig im Amt und zeichnete sich durch eine liberale Rechtsprechung
aus, wurde von der Vita Pii positiv hervorgehoben.83
Trotz seiner starken Hinwendung zu den kultischen und mythischen Wurzeln Roms,
kam es bis auf lokale Martyrien (v. a. in der ostgriechischen Provinz) zu keinen großen
Konflikten mit den Christen. Antoninus Pius sei gar gegen aufkeimende anti-christianische
Gewalt aktiv vorgegangen.84 Seit Trajan galt gegenüber den Christen die religionspolitische
Linie, dass diese nicht behördlich belangt werden sollten, solange sie auf öffentliche
Bekenntnisse zu ihrem Glauben verzichteten. Im Privatleben konnten sie ihr Christentum
demnach in der Regel ungestört praktizieren. Unter krisenhaft veränderten äußeren und
inneren Bedingungen gewährleistete diese Regelung jedoch nicht überall die persönliche
Sicherheit. So konnten beispielsweise Erlasse mit Aufforderungen an die Bevölkerung, die
Staatsgötter angesichts der Pest durch Opfer zu versöhnen, zu Aversionen gegenüber den
Christen führen, die solche Opfer aus Glaubensgründen verweigern mussten. Pius’
vergleichsweise spannungsfreie Religionspolitik (unter seinem Nachfolger Marc Aurel kam es
zu den stärksten Christenverfolgungen seit Kaiser Nero) ist insofern mit der Stabilität des
Reiches in seiner Regierungszeit zu erklären. Sein Zeitgenosse Aelius Aristides rühmte diese
Stabilität: „So sind die bestehenden Verhältnisse naturgemäß sowohl für die Armen als auch
für die Reichen befriedigend und nützlich, und eine andere Art zu leben gibt es nicht. So hat
sich eine einzige Harmonie staatlicher Ordnung entwickelt, die alle einschließt, und was
früher offensichtlich nicht zusammentreffen konnte, hat sich unter euch vereinigt: Ihr seid

79 Vgl. ebd., 4,9; 8,1 und 10,2.
80 Vgl. ebd., 8,4.
81 Vgl. ebd., 12.3.
82 Vgl. M. Aur. I,16.
83 Vgl. Vita Pii, 5,3 und 8,6 - 9. und analysierend Buerge, Alfons: Die stillen Helden der Kanzlei. Zur
Rechtspolitik unter Antoninus Pius, in: Rechtshistorisches Journal, Jg. 8 (1989), S. 61-68.
84 Vgl. hier und im Folgenden Keresztes, Paul: The Emperor Antoninus Pius and the Christians, in: Journal of
Ecclesiastical History, Jg. 22 (1971) S. 3-18.
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fähig zugleich die Macht über ein Reich, und dazu über ein gewaltiges, auszuüben und es
nicht ohne Menschenfreundlichkeit zu beherrschen.“85
4.2 Reich ohne Krisen – Zur Außenpolitik des Antoninus Pius
Das Römische Reich erlebte mit Pius, dem vierten der fünf Adoptivkaiser, seine letzte längere
Friedensperiode. Die Zeitgenossen begrüßten den Frieden: „An Kriege, auch ob es sie jemals
gegeben hat, glaubt man nicht mehr, allein Erzählungen darüber werden von den meisten wie
Mythen aufgenommen.“86 Einem Volk, das statt zuvor außenpolitischer Erfolge nun zuerst
Frieden, Wohlstand und Glück erwartete, wurde Antoninus Pius mit seiner Herrschaft
gerecht, nicht zuletzt weil dies sich mit seinen eigenen Intentionen deckte: Pius wurde der
Ausspruch nachgesagt, dass er lieber einen Bürger erhalten wolle, als tausend Feinde töten.87
Der Kaiser war aber auch kein Feldherr. Er verließ sich aufgrund seiner geringen Erfahrung
bei militärischen Fragen auf seine Berater.88
Von größeren Krisen blieb das Reich in der Regierungszeit des Antoninus Pius
verschont. Lediglich vereinzelte Unruhen und Spannungen gab es an einigen Grenzterritorien
des Reiches, welche stets zu Gunsten Roms entschieden wurden: Unter dem General Quintus
Lollius Urbicus wurde im Jahre 142 ein Sieg über die Briganten in Britannien mit der
Errichtung des Antoninuswalls besiegelt.89 Kleinere Konflikte in Mauretanien (unter den
Statthaltern Porcius Vestustinus und Uttedius Honoratus) in Iudaea, Ägypten und in Dakien
wurden schnell beigelegt.90 Letztere Provinz wurde in Apulensis, Porolissensis (Dacia
Superior) und Malvensis (Dacia Inferior) dreigeteilt. Die Erfolge in Dakien fanden auch in der
in der Münzprägung ihren Widerhall: „Sieg und Triumph künden wertbetonte Aurei,
Goldquinare und Denare, die in den Jahren 156-158 wiederholt das Bild der Victoria bringen,
schreitend nach l. mit Kranz und Palmzweig.“91 Charakteristisch für Antoninus Pius’
Außenpolitik war es, dass er sich bei Spannungen mit Völkern am Rande des Imperiums um
friedliche Lösungen anstrebte, indem er lokale Könige einsetzte. So erlaubte Pius den
Armeniern ein Oberhaupt zu krönen, was er mit einer Münzprägung REX ARMENIS
DATUS verkündete.92 Auch mit den Quaden an der Donau schloss er auf diese Weise
Frieden: Sesterzen der Jahre 140 bis 144 mit der Aufschrift REX QUADIS DATUS stellten

85 Vgl. Ael. Ar., 66.
86 Vgl. ebd., 70.
87 Vgl. Vita Pii, 9,10.
88 Vgl. Grant, S. 14.
89 Vgl. Vita Pii, 5,4.
90 Vgl. ebd., 5,4-5,5.
91 Vgl. Hüttl, S. 286.
92 Vgl. RIC III S. 110, Nr. 619 und Hüttl, S. 237.
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Antoninus dem Quadenkönig ein Diadem reichend dar. Mit der Prägung wurde das
Klientelverhältnis zum quadischen Volk angezeigt.93 Im Gegensatz zu den schriftlichen
Quellen gingen Münzprägungen vergleichsweise stark auf kriegerische Auseinandersetzungen
und diplomatische Aktivitäten unter Antoninus Pius ein und rühmten ihn als erfolgreichen
Feldherren, obwohl er faktisch keiner war. Als Beispiele seien eine Siegesmission mit der
Legende IMPERATOR II BRITAN der Jahre 142 mit der Darstellung einer Victoria sowie
eine Prägung von 143 – hier mit der Darstellung der BRITANNIA auf die neue Grenzlinie
Bezug nehmend – angeführt.94 Der Kaiser selbst wurde auf den Prägungen „als Krieger mit
dem Fuß auf dem Globus stehend, in den Händen Speer und Parazonium und als Triumphator
in Begleitung seiner Adoptivsöhne“95 gezeigt.
Die Münzen kündeten von Krieg und Frieden und demonstrierten die militärische Stärke
des Römischen Reiches mit der Intention der Bevölkerung ein Gefühl der Sicherheit zu
vermitteln: „The empire was seen as a unity, and the keynote of Antoninus’s propaganda was
the Peace that prevailed throughout it’s vaste extend.“96 Die Vorverlegung des Limes in
Obergermanien um 25 bis 30 Kilometer nach Osten im Jahre 159 wurde aus wirtschaftlichen
Gründen vorgenommen; insofern ist die Reichsverteidigung mit der Verlegung der Grenzen
als Erhärtung der hadrianischen Politik und Demonstration der eigenen Macht zu sehen.97
Viel mehr wollte Antoninus Pius auch gar nicht erreichen: „Evidently Antoninus Pius
considered that this limited expansion was enough to achieve the aims that he had in mind.”98
Die Bewertung der Außenpolitik des Antoninus Pius durch die antiken schriftlichen Quellen,
lässt sich mit dem Schlagwort auctoritas zusammenfassen. Die Vita Pii konstatierte, dass der
Kaiser, „von Friedensliebe beseelt“, im Ausland ein hohes Ansehen genoss.99 Sie stellte sich
damit in die Tradition des zeitgenössischen Urteils.100




93 Vgl. Hüttl, S. 272.
94 Vgl. RIC III S. 119 Nr. 719; S. 121, Nr. 742 – 745.
95 Vgl. Hüttl, S. 259.
96 Vgl. Grant, S. 16.
97 Vgl. Christ, S. 330.
98 Vgl. Grant, S. 18f.
99 Vgl. Vita Pii, 9,10.
100 Vgl. Stroheker, Karl Friedrich: Die Außenpolitik des Antoninus Pius nach der Historia Augusta, in: Bonner
Historia-Augusta-Colloquium 1964/65, Bonn 1966, S. 247.
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5 Schlussbetrachtung
Die Untersuchung der Selbstdarstellung und der antiken Rezeption des Antoninus Pius hat
folgendes gezeigt:
1. Der Kaiser hatte eine wirkungsvolle Bildpropaganda. Er proklamierte mit seinem - in der
23 Jahre währenden Regierung nahezu unveränderten – Münzporträt, die Kontinuität
seiner Herrschaft sowie die grundsätzliche Stabilität des Römischen Reiches zu seiner
Zeit. In seinem Prägeprogramm hob Antoninus Pius das Prinzip der concordia (Eintracht)
in seiner Familie besonders hervor und machte damit seine dynastischen Vorstellungen,
der durch Erbfolge gesicherten Herrschaft, bildlich greifbar. Auf Münzen betonte er
ebenso seine Charaktereigenschaften. Ihm war es wichtig, so insbesondere seine pietas
(rechtes Verhalten gegenüber Familie, Göttern und Staat) seine clementia (Milde) und
seine liberalitas (Freigiebigkeit) im Reich zu verkünden. Antoninus Pius, der Italien
während seiner gesamten Regierungszeit nie verließ und die Stadt Rom wieder zum
Reichsmittelpunkt machte, ließ das Reich in seiner ganzen Pracht mit Prägungen von
„Provinzserien“ darstellen. Münzen kündeten ferner vom außenpolitischen Geschick des
Kaisers, er löste die wenigen Konflikte und Unruhen in den Grenzterritorien meist
diplomatisch, und von der militärischen Stärke Roms.
2. Die antiken, schriftlichen Quellen bestätigten das von Antoninus Pius durch Münzen
transportierte Selbstbild und schmückten dieses in ihren Beschreibungen aus. Sein
zurückhaltender Regierungsstil fand bei den Zeitgenossen große Anerkennung. So setzte
Marc Aurel in seinen Selbstbetrachtungen dem (Adoptiv-)Vater ein Charakterdenkmal, in
welchem er die gesunde Lebensweise und Bürgerlichkeit des Pius als Vorbild
herausstellte. Aelius Aristides vermittelte mit seiner Romrede die Existenz von
paradiesischen Zuständen, in welchen Kriege dem Mythos angehörten. Die vermutlich in
diocletianisch-constantinischer Zeit verfasste Kaiserbiographie über Antoninus Pius in der
Historia Augusta, die Vita Pii, hob die Herrschertugenden des Kaisers (pietas, clementia,
civilitas und liberalitas bzw. parsimonia) anhand von Beispielen immer wieder hervor
und zeichnete damit ein rundum positives Bild – sowohl vom Kaiser als auch vom
Römischen Reich.
Mit der ausschließlichen Berücksichtigung von Münzen und einiger weniger schriftlicher
Quellen lassen sich die Herrschaft des Antoninus Pius und die Situation des Römischen
Reiches zu seiner Zeit jedoch nicht abschließend beurteilen. So könnte es beispielsweise
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fruchtbringend sein, die von Antoninus Pius verfassten Kaiserbriefe und epigraphische
Quellen, auf Hinweise für ernste Probleme im Reich suchen; nicht zuletzt deswegen, weil
kurz nach Pius Tod unter seinen Nachfolgen diverse Kriege ausbrachen und auch
gesellschaftliche Konflikte – Stichwort Christenverfolgungen – Rom erschütterten. Ob
Antoninus an diesen Entwicklungen eine Mitschuld trug, ist in der modernen Forschung bis
dato umstritten.
Nichtsdestotrotz: Die Regierung des Antoninus Pius wurde gemäß den berücksichtigten
Quellen durch weitgehende innere und äußere Ruhe beschrieben, sein Prinzipat als
Höhepunkt der Sicherheit und Prachtentfaltung des Reichs betrachtet. Antoninus galt
traditionell als ein guter Herrscher, der sich um Frieden und Gerechtigkeit bemüht habe.
Aelius Aristides feierte in seiner Rede den Kaiser:„Ihr habt durch eure überragenden Taten
alle anderen Erfolge, auch die größten sehr gering erscheinen lassen.“101 Die Vita Pii
resümierte: „Er war fast der einzige von allen Kaisern, der ganz ohne Bürger- oder
Feindesblut zu vergießen, soweit es an ihm lag, regiert hat und der zu Recht dem Numa an die
Seite gestellt wird, dessen Glücksgefühl und frommen Sinn, dessen Gemütsruhe und
gottesdienstlichen Eifer er sich stets zu eigen gemacht hat.“102










101 Vgl. Ael. Ar., 14.
102 Vgl. Vita Pii, 13,4.
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6 Literaturverzeichnis
6.1 Quellen
• Aristides, Aelius: Romrede, übers. u. mit Erl. vers. von Richard Klein, Darmstadt 1983.
• Aurel, Marc: Selbstbetrachtungen, aus dem Griech. von Otto Kiefer. Mit einem Vorw. von
Klaus Sallmann, Frankfurt am Main 2003.
• Historia Augusta: Römische Herrschergestalten, Bd. 1 - Von Hadrianus bis Alexander
Severus, übers. von Ernst Hohl; bearb. u. erl. von Elke Merten, Zürich 1976, (Die
Bibliothek der Alten Welt/ Römische Reihe).
• Mattingly, Harold; Sydenham Edward A.: The Roman imperial coinage, Vol. III: Antonius
Pius to Commodus, London 1930.
6.2 Sekundärliteratur
• Buerge, Alfons: Die stillen Helden der Kanzlei. Zur Rechtspolitik unter Antoninus Pius,
in: Rechtshistorisches Journal, Jg. 8 1989, S. 61-68.
• Christ, Karl: Geschichte der römischen Kaiserzeit von Augustus bis Konstantin, 3. Aufl.,
München 1995.
• Eck, Werner: Antoninus. [1,Pius], DNP Bd. 1 (A-Ari), Stuttgart 1996, Sp. 803-805.
• Geissen, Angelo: Faustina Thea. Bemerkungen zum dynastischen Prägeprogramm des
Antoninus Pius in Alexandria, in: Noeske, Hans-Christoph; Schubert Helmut u. a. (Hrsg.):
Die Münze. Bild-Botschaft-Bedeutung - Festschrift für Maria R. Alföldi. Frankfurt/Main
1991, S. 195-202.
• Grant, Michael: The Antonines. The Roman Empire in Transition, London - New York,
1994.
• Hadot, Pierre: Die innere Burg. Anleitung zu einer Lektüre Marc Aurels., Frankfurt am
Main 1997.
• Hüttl, Willy: Antoninus Pius. Erster Band: Historisch-Politische Darstellung, Prag 1936.
• Keresztes, Paul: The emperor Antoninus Pius and the Christians, in: Journal of
Ecclesiastical History, Jg. 22 (1971) S. 1-18.
• Klein, Richard: Die Romrede des Aelius Aristides. Einführung., Darmstadt 1981.
• Rémy, Bernard: Antonine le Pieux, 138-161. Le siècle d'or de Rome, Paris 2005.
• Rosen, Klaus: Marc Aurel. 3. Aufl., Reinbek 2004.
• Schulz, Otto: Die Rechtstitel und Regierungsprogramme auf römischen Kaisermünzen
(Von Cäsar bis Severus), Paderborn 1925.
• Strack, Paul Leberecht: Untersuchungen zur römischen Reichsprägung des zweiten
Jahrhunderts, Teil III: Die Reichsprägung zur Zeit des Antoninus Pius, Stuttgart 1937.
• Stroheker, Karl Friedrich: Die Außenpolitik des Antoninus Pius nach der Historia Augusta,
in: Bonner Historia-Augusta-Colloquium 1964/65, Bonn 1966, S. 241-256.
• Temporini - Gräfin Vitzthum, Hildegard: Antoninus Pius; in: Manfred Clauss (Hg.), Die
römischen Kaiser. 55 historische Portraits von Caesar bis Iustinian, München 1997, S.137-
144.
• Walentowski, Sabine: Kommentar zur Vita Antoninus Pius der Historia, Bonn 1998.
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