Sign up & Download
Sign in

Auf den Spuren des Marketings in der Goldenen Stadt. Bericht über das 15. BOBCATSSS-Symposium in Prag vom 29.-31.01.2007

by Matti Stöhr, Jessica Euler, Diana Marten, Sebastian Wilke
(2007)

Author-supplied keywords

Cite this document (BETA)

Available from www.bi-international.de
Page 1
hidden

Auf den Spuren des Marketings in der Goldenen Stadt. Bericht über das 15. BOBCATSSS-Symposium in Prag vom 29.-31.01.2007

Auf den Spuren des Marketings in der Goldenen Stadt
Bericht über das 15. BOBCATSSS-Symposium in Prag vom 29.-31.1.2007
Von Jessica Euler, Diana Marten, Matti Stöhr und Sebastian Wilke

Ende Januar diesen Jahres war es wieder einmal soweit. Eine Menge junger und jung-
gebliebener Bibliotheks- und Informationsspezialisten machten sich auf den Weg zum all-
jährlich stattfindenden BOBCATSSS-Symposium. Nach einem äußerst gelungenen BOB-
CATSSS-Besuch in Tallinn im Jahr 2006 freute sich die Gruppe des Berliner Instituts für
Bibliotheks- und Informationswissenschaft dieses Jahr zusammen mit Studierenden der Fach-
hochschule Potsdam am Symposium teilzunehmen. So kam schließlich eine recht stattliche
Gruppe von 26 Personen zusammen, die ihre Reise nach Prag antrat.

BOBCATSSS 2007 – Ganz im Zeichen des Marketings
Zum diesjährigen 15. Bobcatsss-Symposium luden Studierende der Karls-Universität Prag,
der Hochschule der Medien Stuttgart und der Hochschule Konstanz HTWG nach Prag ein.
400 LIS-Studierende, Lehrende und Praktiker trafen sich, um über das Thema „Marketing of
Information Services“ zu debattieren. Schon ein Jahr zuvor in Tallinn wurde der
Marketinganspruch mit einer markanten Kampagne umgesetzt, die unter anderem mit dem
offensiven Spruch „Participate!“ für die Teilnahme in Prag warb.
Ziel der Tagung ist es stets, vor allem Studierenden, aber auch den „alten Hasen“ auf
dem Feld der Bibliotheks- und Informationswissenschaft, eine Plattform zu bieten, die es
ermöglicht über Vergangenes zu reflektieren, Trends zu diskutieren, neue Ideen zu entwickeln
und Kontakte zu knüpfen. Hierfür bieten die Sessions, Workshops, Posterpräsentationen, aber
auch die Social Events eine gute Grundlage.
Die drei Tage des Symposiums 2007 waren prall gefüllt mit Vorträgen zu den Themen
Marketing BOBCATSSS, Marketing the Profession, Customer Satisfaction, Marketing for
Special Purposes, Competitive Intelligence, Guerilla Marketing, Marketing and LIS
Education, Marketing for Special Target Groups oder Branding. 1

In zweierlei Mission
Das Team aus Potsdamer und Berliner Studierenden reiste dieses Jahr in zweierlei Mission
an. Drei Studierende waren als Vortragende tätig und zeigten mit ihrem Beitrag, dass

1 Eine detaillierte Themenliste findet man auf der BOBCATSSS-Website unter:
http://www.bobcatsss.org/html/index-htm.htm (letzter Zugriff am 26.03.2007).
1
Page 2
hidden
traditionelles Publizieren in einem Verlag keineswegs eine zusätzliche Open-Access-
Publikation ausschließt. Mehr dazu im zweiten Abschnitt des Berichts.
Den Übrigen oblag es eifrig Werbung für das BOBCATSSS-Symposium 2008 zu
betreiben. Dürfen sich die Studierenden des Instituts für Bibliotheks- und
Informationswissenschaft der Humboldt-Universität und der Fachhochschule Potsdam doch
glücklich schätzen, das Symposium 2008 mit den kroatischen Universitäten in Zadar und
Osijek als Gastgeber organisieren zu können.
Im Folgenden soll der Tagungsablauf näher beleuchtet werden. Ebenso möchten wir einen
Einblick in die gehaltenen Vorträge geben. Anschließend wird die Tagung aus Sicht eines
vortragenden Teilnehmers beleuchtet, ebenso wie unsere diesjährige Position als zukünftige
Organisatoren.

1. Vorträge, Workshops, Social Events – BOBCATSSS 2007 aus
Teilnehmerperspektive
Nach der Registrierung im Prager Rathaus wurden alle Teilnehmer von den Veranstaltern auf
der Opening Ceremony begrüßt. Nach diversen Grußworten hielt der Direktor der Prager
Stadtbibliothek, Tomas Rehak, eine ansprechende, kurzweilige Key Note Speech über die
Daseinsberechtigung der Bibliothek im Computer- und
Internetzeitalter. In Erinnerung blieb er vor allem
dadurch, dass er mitten im Vortrag scheinbar ohne Grund
beherzt in ein belegtes Brötchen biss. Als Schirmherr von
BOBCATSSS stellt sich auch in diesem Jahr EUCLID
vor und bot einen Einblick in die Verbandsarbeit. Die
eigentliche Tagung fand am folgenden Tag in einem
etwas abgelegenen Prager Bezirk statt und war mit insgesamt sechs Sessions, neun
Workshops, drei Video-Projektionen, Posterpräsentationen und diversen Kaffeepausen
gefüllt. An den Abenden traf man sich im Stadtzentrum zu den Social Events wieder.

Ein kurzer Einblick in die Vorträge
Im Folgenden sind drei Vorträge skizzenhaft vorgestellt:
• Mit „The prison library – a source for higher life quality? – How to market literatur as a
positiv experience for inmates?” berichtete Sissel Rodland, Bibliothekarin und
Projektleiterin im Osloer Gefängnis, sehr erfrischend über ihre Arbeit in der Gefängnis-
bibliothek. Ziel ihres Projektes ist es, den Insassen unterschiedliche Wege zur Literatur
2
Page 3
hidden
und den Umgang mit ihr näher zu bringen. Dadurch soll ihnen eine Möglichkeit
geschaffen werden, in ihrer schwierigen Lebenslage die Lebensqualität zu steigern. Hierzu
galt es ein effektives Angebot auszuarbeiten. Der erste Schritt dazu war eine Befragung
der Gefangenen über ihr Verhältnis zur Bibliothek und Literatur. Mit Hilfe der Ergebnisse
entwickelte sich ein breites Angebot: Über Autorenlesungen, Schreibwerkstätten hin zu
einem Literatur-Quiz und Vorlese-Treffs und weiteres ist bereits in Planung. Das Ende
des Projektes ist absehbar, aber die Hoffnung besteht es ein weiteres Jahr fortzuführen und
dann einen Weg zu finden das Angebot zu etablieren. Bis zum jetzigen Zeitpunkt,
resümierte Sissel Rodland, kann sie einige positive Resultate verzeichnen und machte
viele positive Erfahrungen wie sich Literatur in einer Gefängnisbibliothek vermitteln lässt.

• Zum Thema Branding präsentierten vier slowenische Studentinnen ihren Vortrag
„Library LOGO: an effective way of marketing or an UUO – unknown useless object“.
Sie beschäftigten sich mit der Frage, wie gut sich Bibliothekslogos bei der Bevölkerung
einprägen und ob sie für einen Widererkennungseffekt sorgen. Dazu befragten sie die
Leiter von 31 öffentlichen und vier wissenschaftlichen Bibliotheken nach dem Konzept
ihres visuellen Images. 100 zufällig ausgewählte Passanten auf der Straße jeder Stadt, in
der sich eine der befragten Bibliothek befindet, interviewten sie, ob sie sich an das Logo
ihrer Bibliothek erinnern. Das Resultat zeigte, dass sich die Menschen in größeren Städten
besser an das Bibliothekslogo erinnerten, als Menschen in ländlichen Gegenden.

• Über Public Relations berichtete Linda Ashcroft in ihrem Vortrag „Public Relations
challenges for libraries“. Sie beschäftigte sich mit dem Entstehen und Aufrechterhalten
des guten Images eines Unternehmens. Die Kernstrategie einer PR besteht darin,
Verhalten und Handlungsweise eines Menschen zu verändern. Viele kommerzielle
Unternehmen maximieren ihre PR-Aktivitäten, um das positive Bewusstsein über ihr
Handeln zu schärfen, sowohl bei ihrer Zielgruppe als auch bei ihren Mitarbeitern.
Spezielle PR-Techniken und Methoden können auch von Bibliotheken angewandt werden.
Der erste Schritt jeder PR-Kampagne ist eine gute Planung inklusive einer realistischen
Zielsetzung. Beispiele anderer Unternehmen wie Supermärkte oder Wohltätigkeits-
organisation zeigen wie es geht, eine günstige Gelegenheit zu ergreifen, die nationale und
internationale Aufmerksamkeit der Medien auf sich ziehen und sich dadurch einem
großen Publikum präsentieren. Sowohl öffentliche als auch wissenschaftliche
Bibliotheken haben bereits einige innovative Kommunikationsansätze entwickelt, auf der
3
Page 4
hidden
Suche nach Wegen ihren Service noch besser zu bewerben und an die breite Öffentlichkeit
zu tragen. Neben der Werbung sind das Image und das Umfeld ebenso entscheidend für
eine Organisation, auch Bibliotheken, nicht nur um Kunden zu werben, sondern um sie
zum Wiederkommen zu bewegen. Jede PR-Kampagne unterliegt einer laufenden
Evaluierung, um die Effektivität künftiger Handlungen zu sichern. PR ist keine einmalige
Sache. Die Bedingung mit einer PR-Kampagne Erfolg und größtmögliche Publicity zu
erreichen, ist gezielt mit PR-Techniken und Methoden zu arbeiten.

Ausführlichere Informationen zum Programmablauf und den Vorträgen lassen sich aus dem
bereits erschienenen Tagungsband2 entnehmen, der bereits bei der Registrierung an alle
Teilnehmer übergeben wurde. So war es jedem möglich sich gezielt auf einen Vortrag
vorzubereiten bzw. das Gehörte nachzuarbeiten.

Das sehr wichtige "Nebenher"
Das Rahmenprogramm, die so genannten „Social Events“ sollte eine weitere Gelegenheit des
Austausches in einer lockeren Atmosphäre bieten. Eine Führung durch die National Library
of the Czech Republic gab einen sehr interessanten Einblick in die Struktur und den Aufbau
einer Nationalbibliothek.
Auf die Opening Ceremony folgte in der Municipal Library of Prague ein Empfang mit
reichem Büffet bei dem sich alle Teilnehmer zum ersten Mal näher kamen und beschnuppern
oder wiedertreffen konnten. In diesem Rahmen wurde erstmals der "BOBCAT of the year"
vergeben, der die Arbeit zweier EUCLID-Funktionäre am Konzept eines europäischen
Curriculums für die LIS-Ausbildung honorierte.
Der darauf folgende Tag war gesäumt von einem
tschechischen Themenabend mit einer traditionellen und
impulsiven Band, die Balkanmusik aufspielte, guter
tschechischer Küche und einer Menge guter Laune. Für
die Unermüdlichsten gab es allabendlich die Option
eines nächtlichen Treffens im offiziellen BOBCATSSS-
Pub, dem „Papas".

Der Abschluss
Die Closing Ceremony mit Dankesworten von Prof. Ragnar Audunson rundete die ganze

2 Marketing of Information Services: Proceedings of the 15th BOBCATSSS Symposium, 29. - 31. January 2007
/ hrsg. von Richard Papik u. Ingeborg Simon - Prague : Charles University in Prague, Faculty of Arts, 2007.

4
Page 5
hidden
Veranstaltung gelungen ab. Anders als im letzten Jahr wurde auf eine Auszeichnung des
besten Posters verzichtet. Die Übergabe der BOBCATSSS-Flagge an die Organisatoren des
nächsten Jahres und ein Video mit einem Ausblick auf BOBCATSSS 2008 läutete das
offizielle Ende der Konferenz ein.

2. Referieren, Präsentieren, Diskutieren – BOBCATSSS 2007 aus
Vortragendenperspektive
Für drei Berliner Studierende (Kathrin Grzeschik, Jana Rumler und Sebastian Wilke) war das
diesjährige BOBCATSSS-Symposium besonders spannend, da sie mit einem eigenen
Konferenzbeitrag angereist waren.

“Open Access between Request and Reality”
In der Session „Marketing for Special Purposes“ berichteten sie zusammen mit ihrer Dozentin
Petra Hauke unter dem Titel „Open Access between Request an Reality“ über Erfahrungen
mit dem neuesten Buchprojekt am Institut für Bibliotheks- und
Informationswissenschaft aus der Seminarreihe „Von der Idee
zum Buch“. Dabei handelt es sich um die Festschrift3 zum 65.
Geburtstag des frisch emeritierten Prof. Dr. Walther Umstätter.
Das Besondere an dieser Publikation: Von Anfang an bestand
das Ziel, sie im Ergebnis gedruckt zu veröffentlichen UND
zeitgleich als Open Access-Version ohne Abstriche elektronisch
frei verfügbar zu machen. Zunächst stellte es sich als schwierig
heraus, unter der genannten Bedingung einen traditionellen
bibliothekswissenschaftlichen Verlag für das Projekt zu
begeistern. Nur mit immensem Druckkostenzuschuss, hohem Buchpreis oder einer nicht
akzeptablen verzögerten OA-Veröffentlichung wäre eine Zusammenarbeit möglich gewesen.
Schließlich lag aber ein überaus attraktives Angebot vom Verlag „Bock+Herchen“ vor, der
bereit war dieses „Wagnis“ ohne Kompromisse einzugehen. Diese Offenheit wurde belohnt:
Nur kurz nach der Veröffentlichung Ende Oktober 2006 war die erste Auflage vergriffen, die
zweite folgte Anfang 2007, mittlerweile ist eine dritte in Planung. Die elektronische Version
auf dem edoc-Server der Humboldt-Universität4 hat gerade nicht verkaufshemmend gewirkt,
sondern den Kreis potentieller Käufer sogar noch erweitert – die hohen Zugriffszahlen

3 Vom Wandel der Wissensorganisation im Informationszeitalter : Festschrift für Walther Umstätter zum 65.
Geburtstag / hrsg. von Petra Hauke und Konrad Umlauf. - Bad Honnef : Bock + Herchen, 2006.
4 Vgl. http://edoc.hu-berlin.de/miscellanies/umstaetter/ (letzter Zugriff am 26.03.2007).
5
Page 6
hidden
sprechen für sich. Mit diesem überaus geglückten und vorbildgebenden Beispiel einer
effektiven und neuen Publikationsstrategie fügte sich der Beitrag gut in das thematische
Umfeld des Symposiums ein.

Eindrücke eines Vortragenden
Natürlich waren wir alle entsprechend aufgeregt und wussten nicht, was uns in Prag erwarten
wird. Doch gleich mehrere Aspekte trugen dazu bei, dass wir uns auch als Vortragende
„wohlfühlen“ konnten. Zunächst einmal war es sehr hilfreich, in dieser Konstellation (drei
Studierende und eine Dozentin) aufzutreten. Unsere Vertrautheit untereinander sorgte für eine
gewisse Sicherheit nach Außen. Einen großen Einfluss hatte außerdem die rundum
freundliche und offene Atmosphäre, die an allen drei Tagen vom Symposium und seinen
Teilnehmern ausging. Man konnte ungezwungen diskutieren und stieß immer auf ein offenes
und interessiertes Ohr. Dies setzte sich auch bei unserem Vortrag fort, der gut beim Publikum
ankam. In der anschließenden Diskussion zeigte sich ein Zuhörer besonders interessiert an
unserem Projekt: Raoul Boers, niederländischer Informationswissenschaftler, wird unser
Institut demnächst besuchen, um selbst einen Vortrag im Berliner Bibliothekswissenschaft-
lichen Kolloquium (BBK) zu halten und mehr über unsere Arbeit zu erfahren.

BOBCATSSS, ausschließlich von Studenten organisiert, mit einem internationalen Publikum,
bunt gemischt aus Studenten, Wissenschaftern und Praktikern, bietet unserer Meinung nach
gerade Studenten die ideale Gelegenheit, erste Schritte als aktiver Teilnehmer auf einem
Fachkongress zu machen. Wir können viel Positives aus unserem Vortrag mitnehmen. – Es
war eine großartige Erfahrung!

3. Informieren, Werben, Beobachten – BOBCATSSS 2007 aus der
Perspektive der nächsten Organisatoren
Als Organisatorenteam des BOBCATSSS-Symposiums im nächsten Jahr, das in Zadar
(Kroatien) stattfinden wird, hatte man einen von „normalen“ Teilnehmern und Referenten
abweichenden Blick auf die Konferenz. Man fuhr mit anderen Motivationen nach Prag.

Treffpunkt Prag
BOBCATSSS 2007 bot die ideale Gelegenheit für ein Aufeinandertreffen der jeweils lokalen
Organisationsteams aus Deutschland (Potsdam, Berlin) und Kroatien (Osijek, Zadar). Seit
dem Beginn der Arbeit an BOBCATSSS 2008 im Herbst vergangenen Jahres war es die erste
Möglichkeit, dass sich (fast) alle Projektteilnehmer aus beiden Ländern persönlich treffen,
6
Page 7
hidden
kennen lernen und austauschen konnten. So wurden in Prag einige intensive Gespräche zum
Fortgang der Organisation der nächsten Konferenz geführt.

BOBCATSSS 2007 unter der Lupe
Als Ausrichter von BOBCATSSS 2008 behielt man stets einen wachen Blick auf das
Tagungsgeschehen 2007. Verläuft die Registrierung reibungslos? Ist die Moderation der
Sessions gelungen? Begeistern die Social Events? Diese und viele weitere Fragen stellten sich
nahezu automatisch während der Konferenzzeit – mit der Motivation, die Beobachtungen für
die Durchführung der eigenen Veranstaltung zu nutzen. Es würde den Rahmen sprengen an
dieser Stelle Details auszubreiten, aber ein Beispiel sei gegeben: Am ersten Abend war die
Wahl der Räumlichkeiten für die kulinarische Versorgung nicht sehr gelungen. Die vielen
Tagungsteilnehmer mussten sich dicht gedrängt durch einen engen, langen und dazu
fensterlosen Raum bewegen. Das sorgte für Unmut. Die sehr gelungene Abendveranstaltung
am nachfolgenden Tag entschädigte dafür umso mehr.
Erkenntnis: Mit der Qualität des Caterings steht und fällt der Erfolg des Symposiums!

Werbung für BOBCATSSS 2008
Zentrales Anliegen der nach Prag gereisten Gruppe war es, Lust auf BOBCATSSS 2008 zu
machen und nach Zadar einzuladen. So zeigte man im
Tagungsgebäude mit einem Informationsstand Präsenz.
Für diese Werbung in eigener Sache wurden Flyer mit
der Vorstellung des Tagungsthemas „Providing Access
to Information for Everyone“ und dem Call for Papers
verteilt, sowie Informationen über den Tagungsort Zadar
in Form von Broschüren und einer Laptop-Slide-Show
gegeben. Unverkennbare T-Shirts mit dem Konferenzlogo sorgten für weitere Aufmerk-
samkeit. Der Höhepunkt für die Präsentation von BOB-
CATSSS 2008 war die Abschlussveranstaltung im Kino-
saal der Prager Stadtbibliothek. Nach einem Resümee der
diesjährigen Veranstaltung wurde der „Staffelstab“ in
Form der offiziellen BOBCATSSS-Flagge überreicht. In
einer kleinen Rede, gemeinsam gehalten von Sanja
Biskup, Diana Marten und Wolfgang Kaiser, wurde ein
Einblick in die Themenvielfalt der kommenden Tagung gewährt: Wir laden ein, Zugang zu
Information unter technischen, rechtlichen, gesellschaftlich-sozialen und ökonomischen
7
Page 8
hidden
Gesichtspunkten zu beleuchten und gemeinsam zu diskutieren. Die kroatische Stadt Zadar
und die dort ansässige bibliotheks- und informationswissenschaftliche Ausbildung wurden
abschließend in einem sehenswerten Kurzfilm präsentiert.

Resümee
Die drei Tage des Bobcatsss-Symposiums gingen einmal mehr viel zu schnell vorbei. Gerade
hatte man sich in den Sessions und auch auf Social-Events ein Bild der Teilnehmer gemacht
und interessante Gespräche geführt, da entschwand man wieder in alle Richtungen des
Globus. Zum Glück wurden Visitenkarten und E-Mail-Adressen getauscht, so dass der
Kontakt nicht bis zum nächsten Jahr warten muss.
Gespannt sein darf man sicherlich auch auf das Symposium 2008 in Zadar. Es sind
sowohl Berlin und Potsdam als auch Osijek und Zadar „Neulinge“ auf dem Gebiet der
BOBCATSSS-Organisation. Zudem bietet das Thema „Providing Acess to Information for
Everyone“ eine fundierte Diskussionsgrundlage und sicherlich auch einigen Zündstoff für
angeregte Diskussionen.

Die Studierenden des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-
Universität zu Berlin und der Fachhochschule Potsdam danken BI International für die
finanzielle Unterstützung.
8

Sign up today - FREE

Mendeley saves you time finding and organizing research. Learn more

  • All your research in one place
  • Add and import papers easily
  • Access it anywhere, anytime

Start using Mendeley in seconds!

Already have an account? Sign in

Readership Statistics

1 Reader on Mendeley
by Discipline
 
by Academic Status
 
100% Student (Master)
by Country
 
100% Germany