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Community-Unterstützungssysteme - Architektur und Interoperabilität

by Michael Koch
Europe (2003)

Abstract

In dieser Arbeit wird aus Sicht der Angewandten Informatik das Thema "Software zur Unterstützung von Communities" aufgearbeitet und ein neues Architekturkonzept für zukünftige Generationen von Community-Unterstützungssystemen hergeleitet und ausgeführt. Wörtlich bedeutet der Begriff "Community" Gemeinschaft. Dies kann geographisch interpretiert werden als eine Gruppe von Menschen, die in derselben Region oder am selben Ort leben, oder sich auf Menschen beziehen, die gemeinsame Interessen haben oder an einer gemeinsamen Aufgabe arbeiten. Online-Medien und Web-Plattformen können solche Communities unterstützen oder auch rein virtuelle Communities erst ermöglichen. Dabei unterstützen die Systeme im wesentlichen den Informationsfluss zwischen den Community-Mitgliedern und das Zueinanderfinden der Mitglieder. Eine wichtige Forderung an Community-Unterstützungssysteme ist Interoperabilitität zwischen verschiedenen Instanzen der Systeme. Diese Interoperabilität wird von heutigen Systemen aber nur selten bereitgestellt: - Benutzer müssen sich explizit bei verschiedenen Community-Unterstützungssystemen registrieren und ihre Profillinformationen wie z.B. demographische Inforrmationen und Informationen zu den Interessen immer wieder aufs neue angeben. - Es gibt keine Möglichkeit für Community-Plattformen, untereinander Information auszutauschen, bzw. für Benutzer, neue Information automatisch an verschiedene Community-Plattformen zu verteilen und Information automatisch bei verschiedenen Community-Plattformen abzufragen. Das in dieser Arbeit motivierte Architekturkonzept liefert mehrere Lösungsbeiträge für die Forderung nach Interoperabilität. Erstens wird eine Lösung für die anwendungsübergreifende Nutzung von Benutzerprofilen erarbeitet und zweitens ein Modularisierungskonzept für Community-Unterstützungssysteme vorgestellt, welches sowohl den Aufbau neuer Plattformen unterstützt als auch eine plattformübergreifende Nutzung von Daten und Diensten erlaubt. Die Arbeit stellt eine aktualisierte Fassung meiner Habilitationsschrift von Februar 2003 dar und steht im Kontext meiner langjährigen Beschäftigung mit Groupware und Community-Unterstützungssystemen (Communityware) an der Technischen Universität München und am Xerox Research Centre Europe (XRCE) in Grenoble. In die Konzepte sind Erfahrungen aus der Entwicklung und der Einführung verschiedener konkreter Systeme und Plattformen, insbesondere des Cobricks-Systems (siehe hierzu http://www.cobricks.de/) eingeflossen.

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