Sign up & Download
Sign in

Die verwandtschaftlichen Beziehungen der Uca-Arten (Decapoda: Ocypodidae)

by R Bott
Senckenbergiana Biologica (1973)
  • ISSN: 00372102

Abstract

Um sich eine Vorstellung über die verwandsdiaftlichen Beziehungen zu machen, hat es sich, wie schon früher, auch bei den Uca-Arten als besonders erfolgreich erwiesen, den Feinbau der Gonopoden-Enden heranzuziehen. Deshalb wird anschließend eine Übersicht der betreffenden Baupläne versucht. Damit wird auch ein Teil der Irrtümer HAGEN'S (1968, Zool. Jb. (Syst.), 95: 395-468) richtiggestellt.

Cite this document (BETA)

Available from scholar.google.com
Page 1
hidden

Die verwandtschaftlichen Beziehungen der Uca-Arten (Decapoda: Ocypodidae)

Kot+i \^Tb JOHN S. GARTH O « I r Jc^lK.n V)
^ ' Allan Hancock Foundation ^Ü^ ^^'^®'' Empfehlungen
University of Southern California
Los Angeles, California 90007
AUG 7 - 1974
überreicii t \ o-o. Verlasser
Scndtenbergiana biol. | 54 | (4/6) | 315—325 | Frankfurt a. M., 21 . 12. 1973
Die verwandtschaftlichen Beziehungen der f/c^-Arten
(Decapoda: Ocypodidae).
Von
RICHARD BOTT,
Natur-Museum und Forsdiungs-Institut Senckenberg, Frankfurt a. M.
Mit 31 Abbildungen.
Um sich eine Vorstellung über die verwandsdiaftlichen Beziehungen zu
machen, hat es sich, wie schon früher, auch bei den C/cd-Arten als besonders
erfolgreich erwiesen, den Feinbau der Gonopoden-Enden heranzuziehen. Deshalb
wird anschließend eine Übersicht der betreffenden Baupläne versucht. Damit
wird auch ein Teil der Irrtümer HAGEN'S (1968, Zool. Jb. (Syst.), 95: 395-468)
richtiggestellt.
In den folgenden Ausführungen wird die konvexe Seite des Endstüdis der Gonopoden
als Oberseite, die konkave als Unterseite bezeichnet. Das Ende des Gonopoden ist durdi
einen, meist hornig-braunen Terminalanhang (TA) ausgezeidinet, der die Spermakanal­
öffnung (ö) in untersdiiedlicher Form umgibt. Der Spermakanal selbst verläuft im
Innern des sidi nadi basal ansdiließenden Längsstammes. Dieser ist durch Längseinfal­
tung eines Spaltfußastes entstanden und an den ehemaligen freien Außenrändern ver­
wachsen, was durch eine eingesenkte Längsrinne (R) erkennbar ist. Nur im Bereich des
Terminalanhanges ist zuweilen noch ein nicht verwachsener Rest als kurzer Längsspalt
auf der Dorsalseite (Oberseite) zu erkennen. Die Längsrinne verläuft in den meisten
Fällen adisenparallel und erreicht den Terminalanhang infolgedessen auf der Ober­
seite. Nur in wenigen Fällen biegt sie im Distalbereich zur Palpusseite hin und verläuft
anschließend zwischen Palpus und Terminalanhang hindurch auf die Unterseite, um erst
dort von unten in den Terminalanhang einzumünden. Vielfach ist außer dem Palpus
noch ein dichtes Borstenfeld (Bf) vorhanden, das den offenen, schlitzförmigen Rest der
im übrigen verwadisenen Rinne überdeckt {JJca s. Str.). Um den Terminalanhang in allen
Einzelheiten erkennen zu können, ist oft die Entfernung einer dichten Terminalbebors-
tung erforderlidi. In den beigefügten Abbildungen ist der Terminalanhang längs ge­
streift, die Terminalöffnung schwarz gezeichnet.
Aus praktischen Gründen werden anschließend die Formengruppen der Alten Welt
und die der Neuen "Welt getrennt aufgeführt, womit aber keine systematisdie Aussage
verbunden ist.
Page 2
hidden
316
Winkerkrabben der Alten Welt.
1. Schmalstirnige.
Uca LEACH 1814.
T y p u s - A r t durch Monotypie: Uca una LEACH 1814 ~- Gelasimus tangeri EYDOUX
1834.
Stirn schlank, basal kaum verengt, Mittelfeld divergierend. Rinne an G o / 1
bis zum Termina lanhang verwachsen, im basalen Bereich achsenparallel, im letz­
ten Fünftel aber nach innen abgebogen und auf die Unterseite übergreifend und
von hier in den Termina lanhang eintretend. Spermakanalöffnung praedistal und
gestreckt. Palpus auf der Unterseite.
Uca tangeri (EYDOUX 1834): Mit breitem, vierkantig verlaufendem Terminalanhang,
Borstenfeld und Spermakanalöffnung asymmetrisdi zur Innenkante versdioben (Abb. 1).
Portugal, Westafrika.
Uca marionis (DESMAREST 1825): Terminalanhang zweispitzig, Rinne auf der Unter­
seite von Go/1 zu einer etwas erhabenen, schräg verlaufenden, geschlossenen Röhre ver­
wachsen und in die Spermakanalöffnung an der Basis des äußeren Dornes einmündend.
Ohne Borstenfeld (Abb. 2). Indien und benachbarte Gebiete.
Mesuca n. gen.
T y p u s - A r t : Cancer tetragonon HERBST 1790.
Stirn schlank mit steilen Seiten, basal kaum verengt, schlankes Mittelfeld.
Rinne von G o / 1 achsenparallel, verwachsen, nur an der Dorsalseite des Terminal ­
anhangs noch ein kurzes Stück gespalten, aber hier durch ein dorsales Borstenfeld
± verdeckt. Pa lpus kurz und stark distal gerückt. Termina lanhang aufrecht mit
endständiger Spermakanalöffnung.
Mesuca (Mesuca) s. str.
Termina lanhang von G o / 1 kurz , kegelförmig mit weiter Spermakana l ­
öffnung in der umgebenden dichten Beborstung verborgen, ohne, oder nur mit
angedeuteten seitlichen Verbrei terungen. Stirn schlank mit relativ breitem, aber
schlankem Mittelfeld.
Mesuca (Mesuca) tetragonon (HERBST 1790): Borstenfeld lang, den Terminalanhang
zuweilen überragend (Abb. 3).
Mesuca (Mesuca) forcipatus (ADAMS & WHITE 1848): Borstenfeld kürzer als der
Terminalanhang, ohne akzessorische Körnerreihe am unteren Augenrand. Küsten Vor­
derindiens und benadibarte Gebiete. [Das Typusexemplar (Brit. Mus.) besteht nur aus
1 Schere.]
Mesuca (Mesuca) coarctata (H. MILNE-EDWARDS 1852): meist mit akzessorischer
Körnerleiste (Abb. 4). Indopazifik. \} = forcipatus'].
Mesuca (Mesuca) brevipes (H. MILNE-EDWARDS 1852): Abb. 5.
Mesuca (Mesuca) rhizophorae (TWEEDIE 1937): Abb. 6. Vermutlich auch Cancer
(Gelasimus) arcuatus DE HAAN 1835 und Gelasimus acutus STIMPSON 1858.

Sign up today - FREE

Mendeley saves you time finding and organizing research. Learn more

  • All your research in one place
  • Add and import papers easily
  • Access it anywhere, anytime

Start using Mendeley in seconds!

Already have an account? Sign in

Readership Statistics

4 Readers on Mendeley
by Discipline
 
by Academic Status
 
25% Ph.D. Student
 
25% Researcher (at an Academic Institution)
 
25% Professor
by Country
 
50% United States
 
25% United Kingdom
 
25% Germany