To-do-Listen zur Web2.0-gestützten Projektdurchführung im universitären Umfeld
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Robert Krawatzeck's profile on Mendeley.
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To-do-Listen zur Web2.0-gestützten Projektdurchführung im universitären Umfeld
Fakultät für Informatik
Professur Verteilte und selbstorganisierende Rechnersysteme
Diplomarbeit
To-do-Listen zur Web2.0-gestützten Projektdurchführung im
universitären Umfeld
Robert Krawatzeck
Chemnitz, den 13. Dezember 2010
Prüfer: Prof. Dr.-Ing. Martin Gaedke
Betreuer: Dipl.-Inf. Olexiy Chudnovskyy
Professur Verteilte und selbstorganisierende Rechnersysteme
Diplomarbeit
To-do-Listen zur Web2.0-gestützten Projektdurchführung im
universitären Umfeld
Robert Krawatzeck
Chemnitz, den 13. Dezember 2010
Prüfer: Prof. Dr.-Ing. Martin Gaedke
Betreuer: Dipl.-Inf. Olexiy Chudnovskyy
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Krawatzeck, Robert
To-do-Listen zur Web2.0-gestützten Projektdurchführung im universitären Umfeld
Diplomarbeit, Fakultät für Informatik
Technische Universität Chemnitz, 13. Dezember 2010
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i
Aufgabenstellung
Mit dieser Arbeit soll untersucht werden, in welchem Umfang sich To-do-Listen zur
Unterstützung der Projektdurchführung eignen. Ferner ist zu überprüfen, welche Vor-
teile sich aus der Nutzung der Möglichkeiten des Web 2.0 ergeben und auf diese
To-do-Listen anwenden lassen. Der Fokus soll dabei auf Projekte aus dem universitä-
ren Umfeld, wie beispielsweise Abschlussarbeiten, gelegt werden. Dazu wird die Im-
plementierungsplattform Goal1, welche für die Abbildung von verschiedenartigen
Workflows geeignet ist, um die für die Durchführung von universitären Projekten mit
To-do-Listen notwendigen Aspekte erweitert.
Aufgabenstellung
Mit dieser Arbeit soll untersucht werden, in welchem Umfang sich To-do-Listen zur
Unterstützung der Projektdurchführung eignen. Ferner ist zu überprüfen, welche Vor-
teile sich aus der Nutzung der Möglichkeiten des Web 2.0 ergeben und auf diese
To-do-Listen anwenden lassen. Der Fokus soll dabei auf Projekte aus dem universitä-
ren Umfeld, wie beispielsweise Abschlussarbeiten, gelegt werden. Dazu wird die Im-
plementierungsplattform Goal1, welche für die Abbildung von verschiedenartigen
Workflows geeignet ist, um die für die Durchführung von universitären Projekten mit
To-do-Listen notwendigen Aspekte erweitert.
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iii
Inhalt
Inhalt iii
Abbildungsverzeichnis v
Tabellenverzeichnis vii
Algorithmenverzeichnis ix
Abkürzungsverzeichnis xi
1 Einleitung 1
1.1 Motivation ..................................................................................................................... 4
1.2 Anwendungsszenarien ................................................................................................ 6
1.2.1 Einer Professur beitreten ................................................................................... 8
1.2.2 Eine Abschlussarbeit anfertigen ..................................................................... 10
1.3 Zielsetzung .................................................................................................................. 13
1.4 Aufbau der Arbeit ...................................................................................................... 16
2 Stand der Technik 17
2.1 Learning Management Systeme ............................................................................... 19
2.2 Online To-do-Listen ................................................................................................... 22
2.3 Kollaborative Aufgabenmanagementsysteme ........................................................ 24
2.4 Bewertung ................................................................................................................... 27
2.5 Schlussfolgerung ........................................................................................................ 29
3 Lösungskonzept 31
3.1 Universitäre Workflows............................................................................................. 31
3.1.1 Detaillierter Workflow „Professur beitreten“ ............................................... 32
3.1.2 Detaillierter Workflow „Abschlussarbeit anfertigen“ ................................. 38
3.2 Kommentierbare To-do-Listen .................................................................................. 40
3.3 Die Workflow-Implementierungsplattform Goal1................................................. 46
4 Realisierung 51
4.1 Erweiterung der Implementierungsplattform Goal1 ............................................. 51
4.1.1 To-do-Listen Workpackages ........................................................................... 52
4.1.2 Benutzerrollen und Sicherheit ........................................................................ 54
Inhalt
Inhalt iii
Abbildungsverzeichnis v
Tabellenverzeichnis vii
Algorithmenverzeichnis ix
Abkürzungsverzeichnis xi
1 Einleitung 1
1.1 Motivation ..................................................................................................................... 4
1.2 Anwendungsszenarien ................................................................................................ 6
1.2.1 Einer Professur beitreten ................................................................................... 8
1.2.2 Eine Abschlussarbeit anfertigen ..................................................................... 10
1.3 Zielsetzung .................................................................................................................. 13
1.4 Aufbau der Arbeit ...................................................................................................... 16
2 Stand der Technik 17
2.1 Learning Management Systeme ............................................................................... 19
2.2 Online To-do-Listen ................................................................................................... 22
2.3 Kollaborative Aufgabenmanagementsysteme ........................................................ 24
2.4 Bewertung ................................................................................................................... 27
2.5 Schlussfolgerung ........................................................................................................ 29
3 Lösungskonzept 31
3.1 Universitäre Workflows............................................................................................. 31
3.1.1 Detaillierter Workflow „Professur beitreten“ ............................................... 32
3.1.2 Detaillierter Workflow „Abschlussarbeit anfertigen“ ................................. 38
3.2 Kommentierbare To-do-Listen .................................................................................. 40
3.3 Die Workflow-Implementierungsplattform Goal1................................................. 46
4 Realisierung 51
4.1 Erweiterung der Implementierungsplattform Goal1 ............................................. 51
4.1.1 To-do-Listen Workpackages ........................................................................... 52
4.1.2 Benutzerrollen und Sicherheit ........................................................................ 54
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INHALT
iv
4.1.3 Abbildung der universitären Workflows ......................................................56
4.2 Einsatz und Konfiguration des Data Grid Services ................................................60
4.3 Verwendung und Erweiterung des Data Grid Service List Managers ................62
5 Evaluation 67
5.1 Das Erstellen von Abschlussarbeiten mit Unterstützung durch Workflows
aus kommentierbaren To-do-Listen .........................................................................67
5.2 Bewertung ...................................................................................................................71
5.3 Schlussfolgerung .........................................................................................................76
6 Zusammenfassung und Ausblick 77
Literaturverzeichnis 79
Anhang A Detaillierte Beschreibung des Projektablaufs „Abschlussarbeit
anfertigen“ 85
Anhang B XML-Darstellung des Projektes „Abschlussarbeit anfertigen” 99
Anhang C Data Grid Service List Manager Plugins 103
C.1 TextAreaPlugin .........................................................................................................103
C.2 HideCommentsCheckBoxPlugin ............................................................................105
Anhang D Data Grid Service List Manager Rendermap für To-do-Listen 107
iv
4.1.3 Abbildung der universitären Workflows ......................................................56
4.2 Einsatz und Konfiguration des Data Grid Services ................................................60
4.3 Verwendung und Erweiterung des Data Grid Service List Managers ................62
5 Evaluation 67
5.1 Das Erstellen von Abschlussarbeiten mit Unterstützung durch Workflows
aus kommentierbaren To-do-Listen .........................................................................67
5.2 Bewertung ...................................................................................................................71
5.3 Schlussfolgerung .........................................................................................................76
6 Zusammenfassung und Ausblick 77
Literaturverzeichnis 79
Anhang A Detaillierte Beschreibung des Projektablaufs „Abschlussarbeit
anfertigen“ 85
Anhang B XML-Darstellung des Projektes „Abschlussarbeit anfertigen” 99
Anhang C Data Grid Service List Manager Plugins 103
C.1 TextAreaPlugin .........................................................................................................103
C.2 HideCommentsCheckBoxPlugin ............................................................................105
Anhang D Data Grid Service List Manager Rendermap für To-do-Listen 107
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v
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1.1: Entwicklung der Betreuungsrelation an deutschen Hochschulen
von 1994 bis 2008 ...................................................................................... 5
Abbildung 1.2: Anwendungsfalldiagramm „Professur beitreten“ ................................ 9
Abbildung 1.3: Anwendungsfalldiagramm „Abschlussarbeit anfertigen“ ................ 12
Abbildung 2.1: Startseite der Plattform EDU 2.0............................................................ 21
Abbildung 2.2: Toodledos „Hotlist“-Funktion ............................................................... 23
Abbildung 2.3: Dashboard-Ansicht eines Unawave-Projektes ..................................... 26
Abbildung 3.1: BPMN-Diagramm „Professur beitreten“ .............................................. 37
Abbildung 3.2: BPMN-Diagramm „Ausarbeitung anfertigen“ .................................... 41
Abbildung 3.3: Wireframe einer kommentierbaren To-do-Liste .................................. 45
Abbildung 3.4: Wireframe einer To-do-Liste mit einer kommentierten Aufgabe...... 46
Abbildung 3.5: WAM-Diagramm der Implementierungsplattform Goal1 ................. 48
Abbildung 4.1: kommentiertes To-do-Listen Workpackage „Kolloquium“ ............... 54
Abbildung 4.2: Ablaufplan des Projektes „Professur beitreten“ .................................. 58
Abbildung 5.1: begonnene und kommentierte To-do-Liste .......................................... 70
Abbildung 5.2: Ablaufplan des Projektes „Abschlussarbeit anfertigen“ .................... 73
Abbildung 5.3: Dashboard eines Betreuers ..................................................................... 74
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1.1: Entwicklung der Betreuungsrelation an deutschen Hochschulen
von 1994 bis 2008 ...................................................................................... 5
Abbildung 1.2: Anwendungsfalldiagramm „Professur beitreten“ ................................ 9
Abbildung 1.3: Anwendungsfalldiagramm „Abschlussarbeit anfertigen“ ................ 12
Abbildung 2.1: Startseite der Plattform EDU 2.0............................................................ 21
Abbildung 2.2: Toodledos „Hotlist“-Funktion ............................................................... 23
Abbildung 2.3: Dashboard-Ansicht eines Unawave-Projektes ..................................... 26
Abbildung 3.1: BPMN-Diagramm „Professur beitreten“ .............................................. 37
Abbildung 3.2: BPMN-Diagramm „Ausarbeitung anfertigen“ .................................... 41
Abbildung 3.3: Wireframe einer kommentierbaren To-do-Liste .................................. 45
Abbildung 3.4: Wireframe einer To-do-Liste mit einer kommentierten Aufgabe...... 46
Abbildung 3.5: WAM-Diagramm der Implementierungsplattform Goal1 ................. 48
Abbildung 4.1: kommentiertes To-do-Listen Workpackage „Kolloquium“ ............... 54
Abbildung 4.2: Ablaufplan des Projektes „Professur beitreten“ .................................. 58
Abbildung 5.1: begonnene und kommentierte To-do-Liste .......................................... 70
Abbildung 5.2: Ablaufplan des Projektes „Abschlussarbeit anfertigen“ .................... 73
Abbildung 5.3: Dashboard eines Betreuers ..................................................................... 74
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vii
Tabellenverzeichnis
Tabelle 2.1: Bewertung der untersuchten Lösungsansätze ........................................... 29
Tabelle 3.1: Anforderungen der verschiedenen Abschlussarbeitstypen ..................... 38
Tabelle 5.1: Bewertung der entwickelten Lösung .......................................................... 75
Tabellenverzeichnis
Tabelle 2.1: Bewertung der untersuchten Lösungsansätze ........................................... 29
Tabelle 3.1: Anforderungen der verschiedenen Abschlussarbeitstypen ..................... 38
Tabelle 5.1: Bewertung der entwickelten Lösung .......................................................... 75
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ix
Algorithmenverzeichnis
Listing 4.1: XML-Darstellung des To-do-Listen Workpackages „Kolloquium“ ......... 53
Listing 4.2: XML-Darstellung des Projektes „Professur beitreten“ .............................. 59
Listing 4.3: DGS XML-Schema für kommentierbare To-do-Listen .............................. 61
Listing 4.4: DGS List Manager Plugin „OnHoverEditableTextBox“ ............................ 64
Listing B.1: XML-Darstellung des Projektes „Abschlussarbeit anfertigen“ .............. 102
Listing C.1: DGS List Manager Plugin „TextAreaPlugin“ .......................................... 104
Listing C.2: DGS List Manager Plugin „HideCommentsCheckBoxPlugin“ ............. 106
Listing D.1: DGS List Manager Rendermap für kommentierbare To-do-Listen ...... 110
Algorithmenverzeichnis
Listing 4.1: XML-Darstellung des To-do-Listen Workpackages „Kolloquium“ ......... 53
Listing 4.2: XML-Darstellung des Projektes „Professur beitreten“ .............................. 59
Listing 4.3: DGS XML-Schema für kommentierbare To-do-Listen .............................. 61
Listing 4.4: DGS List Manager Plugin „OnHoverEditableTextBox“ ............................ 64
Listing B.1: XML-Darstellung des Projektes „Abschlussarbeit anfertigen“ .............. 102
Listing C.1: DGS List Manager Plugin „TextAreaPlugin“ .......................................... 104
Listing C.2: DGS List Manager Plugin „HideCommentsCheckBoxPlugin“ ............. 106
Listing D.1: DGS List Manager Rendermap für kommentierbare To-do-Listen ...... 110
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xi
Abkürzungsverzeichnis
AJAX Asynchronous JavaScript and XML
BPMN Business Process Modeling Notation
CRUD Create Read Update Delete
DGS Data Grid Service
DGSLM Data Grid Service List Manager
GTD Getting Things Done
GUID Globally Unique Identifier
HTML Hypertext Markup Language
HTTPS HyperText Transfer Protocol Secure
IP Identity Provider
LAKS Learning and Knowledge Sharing Meeting
LMS Learning Management System
PMI Project Management Institute
REST Representational State Transfer
VSR Professur Verteilte und selbstorganisierende Rechner-
systeme
WAM WebComposition Architecture Model
WfMS Workflowmanagementsystem
XML eXtensible Markup Language
XSD XML Schema Definition
Abkürzungsverzeichnis
AJAX Asynchronous JavaScript and XML
BPMN Business Process Modeling Notation
CRUD Create Read Update Delete
DGS Data Grid Service
DGSLM Data Grid Service List Manager
GTD Getting Things Done
GUID Globally Unique Identifier
HTML Hypertext Markup Language
HTTPS HyperText Transfer Protocol Secure
IP Identity Provider
LAKS Learning and Knowledge Sharing Meeting
LMS Learning Management System
PMI Project Management Institute
REST Representational State Transfer
VSR Professur Verteilte und selbstorganisierende Rechner-
systeme
WAM WebComposition Architecture Model
WfMS Workflowmanagementsystem
XML eXtensible Markup Language
XSD XML Schema Definition
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1
1 Einleitung
Im Jahr 1989 entwickelte Tim Burners-Lee, am Kernforschungszentrum CERN1 die
Grundidee des World Wide Webs. Ziel war es, das Auffinden und Austauschen von
Informationen und wissenschaftlichen Dokumenten zu vereinfachen. Um Informatio-
nen am CERN flexibler wiederzufinden und -verwenden zu können, schlug er vor,
diese Informationen strukturiert und untereinander verknüpft zu speichern. Mit dem
Web erschuf Tim Burners-Lee eine Umgebung, welche das individuelle und kollektive
Arbeiten unterstützt und vereinfacht [1]. All dies geschah zu einer Zeit, in der die in-
terdisziplinäre Forschung, welche sich weit über institutionelle oder geographische
Grenzen erstreckte, immer mehr an Bedeutung gewann. Durch die zunehmende über-
regionale Zusammenarbeit von Wissenschaftlern stieg der Bedarf nach einer Lösung,
welche kollaboratives Arbeiten ermöglichte und erleichterte, auch außerhalb der Gren-
zen des CERNs [2].
In den folgenden 20 Jahren nach der Erfindung des World Wide Webs hat das Web
seinen Siegeszug rund um den Globus angetreten und ist heute nicht mehr wegzuden-
ken. Dabei beziehen sich die im World Wide Web verknüpften Informationen nicht
mehr nur auf den Bereich der Forschung und Lehre, vielmehr hat sich das Web auf den
kompletten Lebensbereich ausgebreitet und ist zum festen Bestandteil des Geschäfts-
und Privatlebens der breiten Masse geworden.
Dabei ist eine Veränderung besonders hervorzuheben. Das Web wandelte sich von
einem Medium, über welches Daten bereitgestellt werden können, zu einer Plattform,
in welcher Daten bereitgestellt, erzeugt, editiert und kombiniert werden können [3]. Im
Jahr 2005 fasste Tim O’Reilly diese und noch weitere Veränderungen, wie beispiels-
weise den steigenden Wert von Daten und bessere Benutzerführung (engl. Rich User
Experience), unter dem Begriff „Web 2.0“ zusammen [4]. Der Term „Web 2.0“ be-
schreibt dabei maßgeblich den Wandel des Benutzers vom Informationskonsumenten
zum Informationsproduzenten. O'Reilly sieht das volle Potential des Web 2.0 darin,
dass Web-Anwendungen Möglichkeiten zur Beteiligung anbieten und auf diese Weise
1 European Organization for Nuclear Research: http://www.cern.ch
1 Einleitung
Im Jahr 1989 entwickelte Tim Burners-Lee, am Kernforschungszentrum CERN1 die
Grundidee des World Wide Webs. Ziel war es, das Auffinden und Austauschen von
Informationen und wissenschaftlichen Dokumenten zu vereinfachen. Um Informatio-
nen am CERN flexibler wiederzufinden und -verwenden zu können, schlug er vor,
diese Informationen strukturiert und untereinander verknüpft zu speichern. Mit dem
Web erschuf Tim Burners-Lee eine Umgebung, welche das individuelle und kollektive
Arbeiten unterstützt und vereinfacht [1]. All dies geschah zu einer Zeit, in der die in-
terdisziplinäre Forschung, welche sich weit über institutionelle oder geographische
Grenzen erstreckte, immer mehr an Bedeutung gewann. Durch die zunehmende über-
regionale Zusammenarbeit von Wissenschaftlern stieg der Bedarf nach einer Lösung,
welche kollaboratives Arbeiten ermöglichte und erleichterte, auch außerhalb der Gren-
zen des CERNs [2].
In den folgenden 20 Jahren nach der Erfindung des World Wide Webs hat das Web
seinen Siegeszug rund um den Globus angetreten und ist heute nicht mehr wegzuden-
ken. Dabei beziehen sich die im World Wide Web verknüpften Informationen nicht
mehr nur auf den Bereich der Forschung und Lehre, vielmehr hat sich das Web auf den
kompletten Lebensbereich ausgebreitet und ist zum festen Bestandteil des Geschäfts-
und Privatlebens der breiten Masse geworden.
Dabei ist eine Veränderung besonders hervorzuheben. Das Web wandelte sich von
einem Medium, über welches Daten bereitgestellt werden können, zu einer Plattform,
in welcher Daten bereitgestellt, erzeugt, editiert und kombiniert werden können [3]. Im
Jahr 2005 fasste Tim O’Reilly diese und noch weitere Veränderungen, wie beispiels-
weise den steigenden Wert von Daten und bessere Benutzerführung (engl. Rich User
Experience), unter dem Begriff „Web 2.0“ zusammen [4]. Der Term „Web 2.0“ be-
schreibt dabei maßgeblich den Wandel des Benutzers vom Informationskonsumenten
zum Informationsproduzenten. O'Reilly sieht das volle Potential des Web 2.0 darin,
dass Web-Anwendungen Möglichkeiten zur Beteiligung anbieten und auf diese Weise
1 European Organization for Nuclear Research: http://www.cern.ch
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1 EINLEITUNG
2
von ihren Benutzern lernen, welche selbst einen Vorteil aus den gemeinschaftlich er-
stellten Daten ziehen können. Die Idee, benutzerproduzierte Inhalte einer breiten Mas-
se zugänglich zu machen, entspricht allerdings schon dem Grundgedanken des World
Wide Webs von Tim Burners-Lee.
Durch die starke Vernetzung und die aktive Teilnahme der Nutzer besteht die Stärke
des Web 2.0 nach Tim O’Reilly darin, die kollektive Intelligenz nutzen zu können. Die
Nutzer fungieren beispielsweise als eine Art Filter für Web-Inhalte, indem sie falsche
Daten löschen oder korrigieren sowie richtige und relevante Informationen hervorhe-
ben [4]. Nach James Surowiecki hat die Beteiligung von Vielen noch einen weiteren
Effekt, welchen er als die „Weisheit der Masse“ (engl. „Wisdom of Crowds“) bezeich-
net [5]:
„Die Menge entscheidet intelligenter und effizienter als der klügste Einzelne in ih-
ren Reihen.“
Demnach kommt eine genügend große Masse meist zu einem besseren Ergebnis als ein
Einzelner.
Das Web 2.0, auch als „Mitmach-Web“ bezeichnet, beeinflusst heutzutage viele Berei-
che. Der Online-Händler Amazon2 gestattet es beispielsweise, seinen Kunden Rezensi-
onen über gekaufte Produkte zu verfassen und für jedermann zugänglich zu veröffent-
lichen. Andere potentielle Käufer profitieren von diesen Bewertungen, da sie bei ihren
Kaufentscheidungen nicht nur auf die Produktbeschreibungen des Herstellers vertrau-
en müssen. Ein weiteres Beispiel für den Erfolg des Mitmach-Webs ist die weltgrößte
Enzyklopädie Wikipedia3. Die Wikipedia erklärt das Kernprinzip, welches hinter die-
ser Online-Wissenssammlung steckt, wie folgt [6]:
„Jeder Internetbenutzer kann Wikipedia-Artikel nicht nur lesen, sondern auch
überarbeiten. Dies kann unter vollem Namen, unter Pseudonym oder nicht ange-
meldet geschehen, also anonym.“
2 http://www.amazon.de/
3 http://www.wikipedia.de/
2
von ihren Benutzern lernen, welche selbst einen Vorteil aus den gemeinschaftlich er-
stellten Daten ziehen können. Die Idee, benutzerproduzierte Inhalte einer breiten Mas-
se zugänglich zu machen, entspricht allerdings schon dem Grundgedanken des World
Wide Webs von Tim Burners-Lee.
Durch die starke Vernetzung und die aktive Teilnahme der Nutzer besteht die Stärke
des Web 2.0 nach Tim O’Reilly darin, die kollektive Intelligenz nutzen zu können. Die
Nutzer fungieren beispielsweise als eine Art Filter für Web-Inhalte, indem sie falsche
Daten löschen oder korrigieren sowie richtige und relevante Informationen hervorhe-
ben [4]. Nach James Surowiecki hat die Beteiligung von Vielen noch einen weiteren
Effekt, welchen er als die „Weisheit der Masse“ (engl. „Wisdom of Crowds“) bezeich-
net [5]:
„Die Menge entscheidet intelligenter und effizienter als der klügste Einzelne in ih-
ren Reihen.“
Demnach kommt eine genügend große Masse meist zu einem besseren Ergebnis als ein
Einzelner.
Das Web 2.0, auch als „Mitmach-Web“ bezeichnet, beeinflusst heutzutage viele Berei-
che. Der Online-Händler Amazon2 gestattet es beispielsweise, seinen Kunden Rezensi-
onen über gekaufte Produkte zu verfassen und für jedermann zugänglich zu veröffent-
lichen. Andere potentielle Käufer profitieren von diesen Bewertungen, da sie bei ihren
Kaufentscheidungen nicht nur auf die Produktbeschreibungen des Herstellers vertrau-
en müssen. Ein weiteres Beispiel für den Erfolg des Mitmach-Webs ist die weltgrößte
Enzyklopädie Wikipedia3. Die Wikipedia erklärt das Kernprinzip, welches hinter die-
ser Online-Wissenssammlung steckt, wie folgt [6]:
„Jeder Internetbenutzer kann Wikipedia-Artikel nicht nur lesen, sondern auch
überarbeiten. Dies kann unter vollem Namen, unter Pseudonym oder nicht ange-
meldet geschehen, also anonym.“
2 http://www.amazon.de/
3 http://www.wikipedia.de/
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1 EINLEITUNG
3
Doch nicht nur die Wissenssammlung, sondern auch die Wissensvermittlung hat das
Web 2.0 beeinflusst. Das Online-Portal EDU 2.04 ist ein Beispiel aus dem Bereich
E-Learning 2.0. Michael Kerres definiert E-Learning als [7]:
„[…] Lehrangebote, bei denen digitale Medien für die Präsentation und Distributi-
on von Lerninhalten und / oder zur Unterstützung zwischenmenschlicher Kom-
munikation zum Einsatz kommen.“
E-Learning 2.0 Anwendungen erweitern diese Lehrangebote um die Möglichkeiten des
Web 2.0. Es wird also die Möglichkeit geschaffen, Lerninhalte nicht nur zu präsentie-
ren und zu verbreiten, sondern auch selbstständig Inhalte zu modifizieren und zu er-
stellen.
In derzeitigen Web-basierten Projektmanagementlösungen wird meist keine Möglich-
keit zur Beteiligung der breiten Masse angeboten und somit nicht das volle Potential
des Web 2.0 ausgeschöpft. Das Project Management Institute (PMI) definiert Projektma-
nagement als Anwendung von Wissen, Fähigkeiten, Methoden und Techniken auf die
Vorgänge innerhalb eines Projekts [8]. Die spezifischen Projektmanagement-Aufgaben
lassen sich dabei in Projektdefinition, Projektdurchführung und Projektabschluss un-
tergliedern [9]. Innerhalb dieser Arbeit soll das Projektmanagement mit den Vorteilen
des Web 2.0 kombiniert werden. Dabei wird sich Aufgrund der begrenzten Bearbei-
tungszeit auf die Projektdurchführung und auf Projekte aus dem universitärem Um-
feld, also aus dem Bereich, für den das World Wide Web ursprünglich entwickelt wur-
de, beschränkt. Das PMI definiert ein Projekt als ein zeitlich begrenztes Vorhaben zur
Schaffung eines einmaligen Produktes oder Dienstleistung [8]. Ein universitäres Vor-
haben, welches den Einschränkungen dieser Definition genügt, wäre beispielsweise
das Anfertigen einer Abschlussarbeit. Eine Abschlussarbeit soll zeigen, dass ein Prüf-
ling in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Bearbeitungszeit5, ein fachspezifi-
sches bzw. fachübergreifendes Problem selbstständig zu lösen (vgl. [10] [11] [12]). Auf-
grund des Anspruchs der Selbstständigkeit ist eine Abschlussarbeit als ein einmaliges
Produkt zu werten und entspricht folglich einem Projekt nach der Definition des PMI.
Die Web2.0-gestützte Durchführung von universitären Projekten fällt in den Bereich
von Education 2.0, welcher den bereits vorgestellten Ansatz des E-Learning 2.0 erwei-
tert. Im Gegensatz zu E-Learning 2.0 wird der Fokus dabei nicht nur auf das Generie-
4 http://www.edu20.org/
5 in Deutschland meist in der jeweiligen Prüfungsordnung der betreffenden Hochschule gere-
gelt
3
Doch nicht nur die Wissenssammlung, sondern auch die Wissensvermittlung hat das
Web 2.0 beeinflusst. Das Online-Portal EDU 2.04 ist ein Beispiel aus dem Bereich
E-Learning 2.0. Michael Kerres definiert E-Learning als [7]:
„[…] Lehrangebote, bei denen digitale Medien für die Präsentation und Distributi-
on von Lerninhalten und / oder zur Unterstützung zwischenmenschlicher Kom-
munikation zum Einsatz kommen.“
E-Learning 2.0 Anwendungen erweitern diese Lehrangebote um die Möglichkeiten des
Web 2.0. Es wird also die Möglichkeit geschaffen, Lerninhalte nicht nur zu präsentie-
ren und zu verbreiten, sondern auch selbstständig Inhalte zu modifizieren und zu er-
stellen.
In derzeitigen Web-basierten Projektmanagementlösungen wird meist keine Möglich-
keit zur Beteiligung der breiten Masse angeboten und somit nicht das volle Potential
des Web 2.0 ausgeschöpft. Das Project Management Institute (PMI) definiert Projektma-
nagement als Anwendung von Wissen, Fähigkeiten, Methoden und Techniken auf die
Vorgänge innerhalb eines Projekts [8]. Die spezifischen Projektmanagement-Aufgaben
lassen sich dabei in Projektdefinition, Projektdurchführung und Projektabschluss un-
tergliedern [9]. Innerhalb dieser Arbeit soll das Projektmanagement mit den Vorteilen
des Web 2.0 kombiniert werden. Dabei wird sich Aufgrund der begrenzten Bearbei-
tungszeit auf die Projektdurchführung und auf Projekte aus dem universitärem Um-
feld, also aus dem Bereich, für den das World Wide Web ursprünglich entwickelt wur-
de, beschränkt. Das PMI definiert ein Projekt als ein zeitlich begrenztes Vorhaben zur
Schaffung eines einmaligen Produktes oder Dienstleistung [8]. Ein universitäres Vor-
haben, welches den Einschränkungen dieser Definition genügt, wäre beispielsweise
das Anfertigen einer Abschlussarbeit. Eine Abschlussarbeit soll zeigen, dass ein Prüf-
ling in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Bearbeitungszeit5, ein fachspezifi-
sches bzw. fachübergreifendes Problem selbstständig zu lösen (vgl. [10] [11] [12]). Auf-
grund des Anspruchs der Selbstständigkeit ist eine Abschlussarbeit als ein einmaliges
Produkt zu werten und entspricht folglich einem Projekt nach der Definition des PMI.
Die Web2.0-gestützte Durchführung von universitären Projekten fällt in den Bereich
von Education 2.0, welcher den bereits vorgestellten Ansatz des E-Learning 2.0 erwei-
tert. Im Gegensatz zu E-Learning 2.0 wird der Fokus dabei nicht nur auf das Generie-
4 http://www.edu20.org/
5 in Deutschland meist in der jeweiligen Prüfungsordnung der betreffenden Hochschule gere-
gelt
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1 EINLEITUNG
4
ren und Verteilen von Lerninhalten gelegt. Education 2.0 versucht zusätzlich die Inter-
aktion zwischen Lernendem, Lehrenden und Bildungseinrichtung mit Hilfe der Mög-
lichkeiten des Web 2.0 neu zu gestalten und dadurch zu verbessern [13].
1.1 Motivation
Aufgrund der steigenden Anzahl von Studienanfängern wird der Einsatz von digitalen
Medien an Hochschulen vom Bund und den Ländern aktiv gefördert (vgl. [14]). In der
Studie „Kapazitätseffekte an deutschen Hochschulen“ wird die Erhöhung der Studie-
rendenanzahl wie folgt begründet [14]:
„Als Ursachen für die entgegen dem demografischen Gesamttrend wachsenden
Zahlen der Studienanfänger wurden unter anderem die folgenden Faktoren ge-
nannt:
Verkürzung der gymnasialen Schulzeit auf 12 Jahre, was zu einem Anstieg der
Zahl der Studienberechtigten insbesondere in den Jahren 2011 bis 2013 führt
(vgl. Konsortium Bildungsberichterstattung 2006, S. 108)
zahlenmäßig starke Altersjahrgänge, die bis 2020 sukzessive das Studieralter
erreichen (Kinder der „Baby-Boomer-Generation“)
die zu erwartende Zunahme der Studienberechtigtenquote, d.h. des Anteils der
Studienberechtigten an einem Altersjahrgang.“
Dabei wird durch den Einsatz von multimedialen Medien vor Allem das Ziel verfolgt,
„hochwertigen multimedialen Content“ bereit zu stellen und damit die Präsenzlehre
zu substituieren. In der Studie wurde gezeigt, dass sich eine Erweiterung der Ausbil-
dungskapazität durch E-Learning ergibt, da die durch den Medieneinsatz eingesparte
Arbeitszeit der Lehrenden in anderen Präsenzveranstaltungen eingesetzt werden kann.
Dieser Effekt ist allerdings erst ab einer kritischen Masse effektiv nutzbar, da das Er-
stellen von Online-Materialien und -Lernumgebungen selbst einen erhöhten Personal-
aufwand bedarf.
Eine akademische Ausbildung besteht nicht nur aus der reinen Lehre – dem bloßen
Vermitteln von Inhalten – sondern setzt sich auch zu einem Großteil aus persönlicher
Betreuung, bestehend aus der Beratung und Unterstützung von Studenten, zusammen.
Der Weg, die Situation an deutschen Hochschulen zu verbessern, in dem nur mehr
4
ren und Verteilen von Lerninhalten gelegt. Education 2.0 versucht zusätzlich die Inter-
aktion zwischen Lernendem, Lehrenden und Bildungseinrichtung mit Hilfe der Mög-
lichkeiten des Web 2.0 neu zu gestalten und dadurch zu verbessern [13].
1.1 Motivation
Aufgrund der steigenden Anzahl von Studienanfängern wird der Einsatz von digitalen
Medien an Hochschulen vom Bund und den Ländern aktiv gefördert (vgl. [14]). In der
Studie „Kapazitätseffekte an deutschen Hochschulen“ wird die Erhöhung der Studie-
rendenanzahl wie folgt begründet [14]:
„Als Ursachen für die entgegen dem demografischen Gesamttrend wachsenden
Zahlen der Studienanfänger wurden unter anderem die folgenden Faktoren ge-
nannt:
Verkürzung der gymnasialen Schulzeit auf 12 Jahre, was zu einem Anstieg der
Zahl der Studienberechtigten insbesondere in den Jahren 2011 bis 2013 führt
(vgl. Konsortium Bildungsberichterstattung 2006, S. 108)
zahlenmäßig starke Altersjahrgänge, die bis 2020 sukzessive das Studieralter
erreichen (Kinder der „Baby-Boomer-Generation“)
die zu erwartende Zunahme der Studienberechtigtenquote, d.h. des Anteils der
Studienberechtigten an einem Altersjahrgang.“
Dabei wird durch den Einsatz von multimedialen Medien vor Allem das Ziel verfolgt,
„hochwertigen multimedialen Content“ bereit zu stellen und damit die Präsenzlehre
zu substituieren. In der Studie wurde gezeigt, dass sich eine Erweiterung der Ausbil-
dungskapazität durch E-Learning ergibt, da die durch den Medieneinsatz eingesparte
Arbeitszeit der Lehrenden in anderen Präsenzveranstaltungen eingesetzt werden kann.
Dieser Effekt ist allerdings erst ab einer kritischen Masse effektiv nutzbar, da das Er-
stellen von Online-Materialien und -Lernumgebungen selbst einen erhöhten Personal-
aufwand bedarf.
Eine akademische Ausbildung besteht nicht nur aus der reinen Lehre – dem bloßen
Vermitteln von Inhalten – sondern setzt sich auch zu einem Großteil aus persönlicher
Betreuung, bestehend aus der Beratung und Unterstützung von Studenten, zusammen.
Der Weg, die Situation an deutschen Hochschulen zu verbessern, in dem nur mehr
Page 19
1.1 MOTIVATION
5
Platz für die reine Präsenz von Lehrenden geschafft wird, scheint zu flach und ent-
spricht nicht dem Potential, welches in dem Einsatz von digitalen Medien steckt. Zu-
mal sich in den vergangenen Jahren die reine Betreuungsrelation – das Verhältnis von
Studenten, welche statistisch einem Betreuer zugeordnet werden können – tendenziell
verbessert hat. Abbildung 1.1 zeigt die Entwicklung der Betreuungsrelation ausgehend
vom Jahr 1994, in dem eine wissenschaftliche Lehrkraft statistisch 15,7 Studenten be-
treute, bis zum Jahr 2008, in dem sich dieser Wert auf durchschnittlich
13,0 Studierende verbesserte (vgl. [15] [16] [17] [18] [19]).
Abbildung 1.1: Entwicklung der Betreuungsrelation an deutschen Hochschulen
von 1994 bis 2008
Um durch den Einsatz von elektronischen Medien die Situation an deutschen Hoch-
schulen zu verbessern, müssen die Einsatzgebiete erweitert werden. Jetzige Anwen-
dungsszenarien zielen hauptsächlich auf die Bereitstellung von Lerninhalten und er-
reichen durch die so zusätzlich verfügbare Zeit der Lehrenden nur eine quantitative
0,0
1,0
2,0
3,0
4,0
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Platz für die reine Präsenz von Lehrenden geschafft wird, scheint zu flach und ent-
spricht nicht dem Potential, welches in dem Einsatz von digitalen Medien steckt. Zu-
mal sich in den vergangenen Jahren die reine Betreuungsrelation – das Verhältnis von
Studenten, welche statistisch einem Betreuer zugeordnet werden können – tendenziell
verbessert hat. Abbildung 1.1 zeigt die Entwicklung der Betreuungsrelation ausgehend
vom Jahr 1994, in dem eine wissenschaftliche Lehrkraft statistisch 15,7 Studenten be-
treute, bis zum Jahr 2008, in dem sich dieser Wert auf durchschnittlich
13,0 Studierende verbesserte (vgl. [15] [16] [17] [18] [19]).
Abbildung 1.1: Entwicklung der Betreuungsrelation an deutschen Hochschulen
von 1994 bis 2008
Um durch den Einsatz von elektronischen Medien die Situation an deutschen Hoch-
schulen zu verbessern, müssen die Einsatzgebiete erweitert werden. Jetzige Anwen-
dungsszenarien zielen hauptsächlich auf die Bereitstellung von Lerninhalten und er-
reichen durch die so zusätzlich verfügbare Zeit der Lehrenden nur eine quantitative
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Page 21
1.2 ANWENDUNGSSZENARIEN
7
Um durch den Einsatz des World Wide Webs die Interaktion zwischen Lehrendem
und Lernendem zu verbessern, wird das Erstellen einer Abschlussarbeit als ein wichti-
ges Anwendungsszenario betrachtet. Die Bedeutung dieses Szenarios ergibt sich aus
der Masse, in der es an Hochschulen durchlaufen wird. Es ist anzunehmen, dass schon
geringe Verbesserungen innerhalb dieses Prozesses einen positiven Effekt auf die Be-
treuungssituation haben.
Im Folgenden wird sich bei der detaillierten Vorstellung des Szenarios, aus Gründen
der Anschaulichkeit, auf die Vorgaben und Regelungen der Informatik Studiengänge
der Technischen Universität Chemnitz7 beschränkt. Innerhalb dieser Studiengänge ist
eine Spezialisierung durch die Wahl eines Vertiefungsgebietes oder Vertiefungs-
schwerpunktes vorgesehen. Um das Szenario konkret beschreiben zu können, wurde
im Anwendungsbeispiel das Vertiefungsgebiet „Rechnernetze“ der Professur „Verteil-
te und selbstorganisierende Rechnersysteme“8 (VSR) gewählt.
Die Professur „Verteilte und selbstorganisierende Rechnersysteme“ ist eine der
14 Informatik-Professuren der Technischen Universität Chemnitz mit dem Forschungs-
schwerpunkt Web Engineering. Die VSR verfügt als Informatik-Professur über eine
komplexe IT-Infrastruktur und setzt sehr hohen Wert auf Selbstorganisation und Agili-
tät. So wird den Studenten der Professur im Rahmen des „Learning and Knowledge
Sharing“-Meetings (LAKS) die Möglichkeit zur Diskussion und zum selbständigen
Erfahrungsaustausch gegeben [23]. Des Weiteren wird in der Softwareentwicklung die
agile Projektmanagement-Methode Scrum9 eingesetzt. Aus diesen Besonderheiten der
Professur leiten sich spezielle Anforderungen ab, welche bei der Entwicklung des Sze-
narios der Abschlussarbeit beachtet werden müssen.
Um das Potential, welches in dem Einsatz von digitalen Medien im Betreuungsprozess
liegt, noch besser verdeutlichen zu können und den Anspruch der Allgemeingültigkeit
des Prozesses zu unterstreichen, wird das Szenario der Abschlussarbeit - im Rahmen
der Professur VSR - in zwei Prozesse unterteilt: den spezielleren, stark an den Anforde-
rungen der VSR orientierten Prozess des „Professur-Beitritts“, welchen jeder Informa-
tikstudent im Rahmen seiner Spezialisierung an der TU Chemnitz durchlaufen muss,
und den allgemeineren Prozess des „Anfertigens einer Abschlussarbeit“.
7 http://www.tu-chemnitz.de/
8 http://vsr.informatik.tu-chemnitz.de/
9 weiterführende Informationen über Scrum unter: http://www.scrumalliance.org/
7
Um durch den Einsatz des World Wide Webs die Interaktion zwischen Lehrendem
und Lernendem zu verbessern, wird das Erstellen einer Abschlussarbeit als ein wichti-
ges Anwendungsszenario betrachtet. Die Bedeutung dieses Szenarios ergibt sich aus
der Masse, in der es an Hochschulen durchlaufen wird. Es ist anzunehmen, dass schon
geringe Verbesserungen innerhalb dieses Prozesses einen positiven Effekt auf die Be-
treuungssituation haben.
Im Folgenden wird sich bei der detaillierten Vorstellung des Szenarios, aus Gründen
der Anschaulichkeit, auf die Vorgaben und Regelungen der Informatik Studiengänge
der Technischen Universität Chemnitz7 beschränkt. Innerhalb dieser Studiengänge ist
eine Spezialisierung durch die Wahl eines Vertiefungsgebietes oder Vertiefungs-
schwerpunktes vorgesehen. Um das Szenario konkret beschreiben zu können, wurde
im Anwendungsbeispiel das Vertiefungsgebiet „Rechnernetze“ der Professur „Verteil-
te und selbstorganisierende Rechnersysteme“8 (VSR) gewählt.
Die Professur „Verteilte und selbstorganisierende Rechnersysteme“ ist eine der
14 Informatik-Professuren der Technischen Universität Chemnitz mit dem Forschungs-
schwerpunkt Web Engineering. Die VSR verfügt als Informatik-Professur über eine
komplexe IT-Infrastruktur und setzt sehr hohen Wert auf Selbstorganisation und Agili-
tät. So wird den Studenten der Professur im Rahmen des „Learning and Knowledge
Sharing“-Meetings (LAKS) die Möglichkeit zur Diskussion und zum selbständigen
Erfahrungsaustausch gegeben [23]. Des Weiteren wird in der Softwareentwicklung die
agile Projektmanagement-Methode Scrum9 eingesetzt. Aus diesen Besonderheiten der
Professur leiten sich spezielle Anforderungen ab, welche bei der Entwicklung des Sze-
narios der Abschlussarbeit beachtet werden müssen.
Um das Potential, welches in dem Einsatz von digitalen Medien im Betreuungsprozess
liegt, noch besser verdeutlichen zu können und den Anspruch der Allgemeingültigkeit
des Prozesses zu unterstreichen, wird das Szenario der Abschlussarbeit - im Rahmen
der Professur VSR - in zwei Prozesse unterteilt: den spezielleren, stark an den Anforde-
rungen der VSR orientierten Prozess des „Professur-Beitritts“, welchen jeder Informa-
tikstudent im Rahmen seiner Spezialisierung an der TU Chemnitz durchlaufen muss,
und den allgemeineren Prozess des „Anfertigens einer Abschlussarbeit“.
7 http://www.tu-chemnitz.de/
8 http://vsr.informatik.tu-chemnitz.de/
9 weiterführende Informationen über Scrum unter: http://www.scrumalliance.org/
Page 22
1 EINLEITUNG
8
1.2.1 Einer Professur beitreten
In den Informatikstudiengängen der TU Chemnitz ist nach einer gewissen Zeit die
Wahl eines Vertiefungsgebietes bzw. Vertiefungsschwerpunktes, welcher von einer
Professur angeboten wird, vorgesehen. Im Rahmen dieser Spezialisierung wird von
den Studenten erwartet, dass sie sich mit den Werten, Zielen und Forschungsschwer-
punkten der möglichen Professuren auseinandersetzen und auf Grundlage dieser In-
formationen eine Entscheidung treffen. An der Professur VSR – in deren Kontext die-
ses Szenario entwickelt wird – wird anschließend von den Studenten erwartet, dass sie
einen Termin für ein Beratungsgespräch mit einem Mitarbeiter vereinbaren. Innerhalb
dieses Beratungsgespräches wird dann geklärt, ob sich die Vorstellungen und Interes-
sen des Studenten hinreichend mit den Werten der Professur decken und einer Zu-
sammenarbeit Nichts im Wege steht. An der Professur wird sehr hoher Wert auf
Teamgeist und Transparenz gelegt. Deshalb ist es üblich, dass ein neuer Student - im
Rahmen eines LAKS-Treffens - in das vorhandene Team eingeführt wird und sich allen
Mitgliedern vorstellt. Bevor der Student mit dem Bearbeiten seiner Abschlussarbeit
beginnen kann, muss er noch Zugang zu Anwendungen erhalten, welche zur Bearbei-
tung seiner Aufgabe notwendig sind oder ihn darin unterstützen. Da die Professur
ihren Forschungsschwerpunkt in verteilten Rechnersystemen sieht – allem voran im
Bereich des Web Engineerings – handelt es sich dabei nicht nur um interne Anwen-
dungen, für welche der Student von einem Betreuer freigeschaltet werden kann. Der
Student muss selbständig Konten bei externen, zur erfolgreichen Zusammenarbeit be-
nötigten Web-Anwendungen anlegen. Um ein reibungsloses Zusammenarbeiten zu
ermöglichen und hochqualitative Software entwickeln zu können, ist es notwendig,
dass der Student seine Entwicklungsumgebung nach den Vorgaben der VSR einrichtet
und sich mit der agilen Projektmanagementmethode Scrum befasst.
Die Aufgabe eines Betreuers besteht bei der Annahme eines neuen Studenten demnach
hauptsächlich darin, den Studenten in einem Beratungsgespräch über die Professur
aufzuklären. Sollte sich der Student für die angebotene Vertiefungsrichtung bzw. den
angebotenen Vertiefungsschwerpunkt entscheiden, muss der Betreuer den Studenten
für die benötigten Benutzerkonten freischalten und ihn detailliert auf weitere notwen-
dige Aspekte, wie beispielsweise externe Anwendungen oder interne Abläufe und
Vorgaben, aufmerksam machen.
8
1.2.1 Einer Professur beitreten
In den Informatikstudiengängen der TU Chemnitz ist nach einer gewissen Zeit die
Wahl eines Vertiefungsgebietes bzw. Vertiefungsschwerpunktes, welcher von einer
Professur angeboten wird, vorgesehen. Im Rahmen dieser Spezialisierung wird von
den Studenten erwartet, dass sie sich mit den Werten, Zielen und Forschungsschwer-
punkten der möglichen Professuren auseinandersetzen und auf Grundlage dieser In-
formationen eine Entscheidung treffen. An der Professur VSR – in deren Kontext die-
ses Szenario entwickelt wird – wird anschließend von den Studenten erwartet, dass sie
einen Termin für ein Beratungsgespräch mit einem Mitarbeiter vereinbaren. Innerhalb
dieses Beratungsgespräches wird dann geklärt, ob sich die Vorstellungen und Interes-
sen des Studenten hinreichend mit den Werten der Professur decken und einer Zu-
sammenarbeit Nichts im Wege steht. An der Professur wird sehr hoher Wert auf
Teamgeist und Transparenz gelegt. Deshalb ist es üblich, dass ein neuer Student - im
Rahmen eines LAKS-Treffens - in das vorhandene Team eingeführt wird und sich allen
Mitgliedern vorstellt. Bevor der Student mit dem Bearbeiten seiner Abschlussarbeit
beginnen kann, muss er noch Zugang zu Anwendungen erhalten, welche zur Bearbei-
tung seiner Aufgabe notwendig sind oder ihn darin unterstützen. Da die Professur
ihren Forschungsschwerpunkt in verteilten Rechnersystemen sieht – allem voran im
Bereich des Web Engineerings – handelt es sich dabei nicht nur um interne Anwen-
dungen, für welche der Student von einem Betreuer freigeschaltet werden kann. Der
Student muss selbständig Konten bei externen, zur erfolgreichen Zusammenarbeit be-
nötigten Web-Anwendungen anlegen. Um ein reibungsloses Zusammenarbeiten zu
ermöglichen und hochqualitative Software entwickeln zu können, ist es notwendig,
dass der Student seine Entwicklungsumgebung nach den Vorgaben der VSR einrichtet
und sich mit der agilen Projektmanagementmethode Scrum befasst.
Die Aufgabe eines Betreuers besteht bei der Annahme eines neuen Studenten demnach
hauptsächlich darin, den Studenten in einem Beratungsgespräch über die Professur
aufzuklären. Sollte sich der Student für die angebotene Vertiefungsrichtung bzw. den
angebotenen Vertiefungsschwerpunkt entscheiden, muss der Betreuer den Studenten
für die benötigten Benutzerkonten freischalten und ihn detailliert auf weitere notwen-
dige Aspekte, wie beispielsweise externe Anwendungen oder interne Abläufe und
Vorgaben, aufmerksam machen.
Page 27
1.3 ZIELSETZUNG
13
Nachdem zwei Anwendungsszenarien erarbeitet wurden, in denen durch den Einsatz
von digitalen Medien eine Verbesserung der Betreuungssituation wünschenswert ist,
wird im folgenden Abschnitt der Einsatz des World Wide Webs – in Form von Web2.0-
gestützten To-do-Listen – und die daraus resultierenden Verbesserungen im Betreu-
ungsprozess vorgestellt.
1.3 Zielsetzung
Um die Betreuungssituation an Hochschulen durch den Einsatz von digitalen Medien
verbessern zu können, werden zunächst generelle Hinweise für eine gute und effizien-
te Betreuung betrachtet. Anschließen soll ermittelt werden, ob und in welcher Art und
Weise sich diese Hinweise, durch den Einsatz von elektronischen Medien, effizienter
umsetzen lassen.
In der, von Birgit Aschemann verfassten, Broschüre „Die Betreuung von Bachelor-,
Master- und Diplomarbeiten - Konzepte, Ideen und Hilfestellungen für Lehrende“ [24]
wird das Anfertigen einer Abschlussarbeit mit einer Reise, welche „Studierende durch
Neuland führt und von der Betreuungsperson als ReisebegleiterIn unterstützt wird“, vergli-
chen. In Aschemanns Sammlung von bewährten Methoden für eine entspannte und
aufwandsärmere Reise (das Verfassen der Arbeit) und Reisebegleitung (das Betreuen der
Arbeit) hebt sie die Notwendigkeit einer guten Ziel- und Wegbeschreibung her-
vor (vgl. [24]). Um Studenten gut und effizient zu betreuen, unterbreitet sie Lehrenden
folgende Vorschläge:
Da die meisten Studierenden, welche keine Projektmanagement-Tools ken-
nen, mit dem notwendigen Projektmanagement einer Abschlussarbeit über-
fordert sind, sollten Strukturierungshilfen und Kooperationsmöglichkeiten
angeboten werden.
Um Studierenden eine Orientierung zu geben, sind allgemeingültige, dekla-
ratorische Anleitungen besonders wichtig.
Studierende sind meist dankbar für Unterstützung bei der Zeitplanung. Da-
bei sollte ein Zeitplan alle Arbeitsschritte (Module und Meilensteine), inklu-
sive realistischer Bearbeitungszeiträume, beinhalten, sowie grafisch darstell-
bar sein und einen laufenden Soll-Ist-Vergleich erlauben.
Zeitpläne wirken besonders gut, wenn sie veröffentlicht werden.
13
Nachdem zwei Anwendungsszenarien erarbeitet wurden, in denen durch den Einsatz
von digitalen Medien eine Verbesserung der Betreuungssituation wünschenswert ist,
wird im folgenden Abschnitt der Einsatz des World Wide Webs – in Form von Web2.0-
gestützten To-do-Listen – und die daraus resultierenden Verbesserungen im Betreu-
ungsprozess vorgestellt.
1.3 Zielsetzung
Um die Betreuungssituation an Hochschulen durch den Einsatz von digitalen Medien
verbessern zu können, werden zunächst generelle Hinweise für eine gute und effizien-
te Betreuung betrachtet. Anschließen soll ermittelt werden, ob und in welcher Art und
Weise sich diese Hinweise, durch den Einsatz von elektronischen Medien, effizienter
umsetzen lassen.
In der, von Birgit Aschemann verfassten, Broschüre „Die Betreuung von Bachelor-,
Master- und Diplomarbeiten - Konzepte, Ideen und Hilfestellungen für Lehrende“ [24]
wird das Anfertigen einer Abschlussarbeit mit einer Reise, welche „Studierende durch
Neuland führt und von der Betreuungsperson als ReisebegleiterIn unterstützt wird“, vergli-
chen. In Aschemanns Sammlung von bewährten Methoden für eine entspannte und
aufwandsärmere Reise (das Verfassen der Arbeit) und Reisebegleitung (das Betreuen der
Arbeit) hebt sie die Notwendigkeit einer guten Ziel- und Wegbeschreibung her-
vor (vgl. [24]). Um Studenten gut und effizient zu betreuen, unterbreitet sie Lehrenden
folgende Vorschläge:
Da die meisten Studierenden, welche keine Projektmanagement-Tools ken-
nen, mit dem notwendigen Projektmanagement einer Abschlussarbeit über-
fordert sind, sollten Strukturierungshilfen und Kooperationsmöglichkeiten
angeboten werden.
Um Studierenden eine Orientierung zu geben, sind allgemeingültige, dekla-
ratorische Anleitungen besonders wichtig.
Studierende sind meist dankbar für Unterstützung bei der Zeitplanung. Da-
bei sollte ein Zeitplan alle Arbeitsschritte (Module und Meilensteine), inklu-
sive realistischer Bearbeitungszeiträume, beinhalten, sowie grafisch darstell-
bar sein und einen laufenden Soll-Ist-Vergleich erlauben.
Zeitpläne wirken besonders gut, wenn sie veröffentlicht werden.
Page 29
1.3 ZIELSETZUNG
15
Selbstmanagementkonzept „Getting Things Done“10 (GTD) von David Alan orientiert.
Dieses Konzept baut ausschließlich auf die Verwendung von To-do-Listen um die all-
täglich anfallenden Aufgaben zu meistern. Ziel ist es, durch die strikte Nutzung von
To-do-Listen, seinen Kopf zu entlasten und seine Energie vollkommen auf das Lösen
von Aufgaben konzentrieren zu können. Dies ist möglich, da alle angefallenen und
nötigen Aufgaben in kontextbezogenen To-do-Listen vermerkt werden. Somit wird der
Kopf um den unnötigen Aufwand, sich noch zu erledigende Aufgaben zu merken,
entlastet. Befindet man sich in einer bestimmten Situation, schaut man auf die passen-
de To-do-Liste und kann beginnen die darauf vermerkten Aufgaben zu lösen [26]. Es
wird davon ausgegangen, dass die meisten Menschen mit dem einfachen Umgang von
To-do-Listen aus ihrem eigenen Selbstmanagementerfahrungen vertraut sind und des-
halb die Verwendung von digitalen To-do-Listen akzeptiert wird.
Das derzeitig Problem, dass sich der Einsatz von digitalen Medien im Bereich der
Hochschulen erst ab einer kritischen Masse von Studierenden rechtfertigt, soll durch
eine Minimierung des notwendigen Personalaufwandes für das Anlegen und Pflegen
der Workflows gelöst werden. Um diese Minimierung zu erreichen, wird sich auf
Wiederverwendung von erstellten Abläufen konzentriert und sich der Möglichkeiten
des Mitmach-Webs bedient. Geplant ist es, die Weisheit der Masse bei der Pflege der
Workflows zu nutzen, indem es gestattet wird, bestehende Abläufe anzupassen. Zum
anderen soll der Betreuungsaufwand des Lehrenden weiter verringert werden, indem
die Weisheit der Masse auch auf den Betreuungsprozess angewendet wird. Denkbar
ist, dass andere Nutzer des Systems Feedback und andere wichtige Hinweise für den
derzeitigen Stand des Prozesses geben. Dies entspricht in etwa dem Vorschlag von
Aschemann, die Kooperation von Studenten untereinander zu fördern. Allerdings soll-
te die Anzahl an potentiellen Unterstützern im World Wide Web wesentlich größer
sein.
Der Ansatz, das Potential des Web 2.0 bei der Betreuung von Abschlussarbeiten zu
nutzen, geht über den des E-Learnings – nur reine Lerninhalt über digitale Medien zur
Verfügung zu stellen – weit hinaus. Um diesen umsetzen zu können, wird im Rahmen
dieser Arbeit die Implementierungsplattform Goal1, welche für die Abbildung von
Workflows aller Art geeignet ist, um die notwendigen Aspekte für To-do-Listen und
der Möglichkeit, die Weisheit der Masse zu nutzen, erweitert. Dabei soll untersucht
werden, in welchem Umfang sich der ausschließliche Einsatz von To-do-Listen zur
10 in der deutschen Übersetzung „Wie ich die Dinge geregelt kriege“
15
Selbstmanagementkonzept „Getting Things Done“10 (GTD) von David Alan orientiert.
Dieses Konzept baut ausschließlich auf die Verwendung von To-do-Listen um die all-
täglich anfallenden Aufgaben zu meistern. Ziel ist es, durch die strikte Nutzung von
To-do-Listen, seinen Kopf zu entlasten und seine Energie vollkommen auf das Lösen
von Aufgaben konzentrieren zu können. Dies ist möglich, da alle angefallenen und
nötigen Aufgaben in kontextbezogenen To-do-Listen vermerkt werden. Somit wird der
Kopf um den unnötigen Aufwand, sich noch zu erledigende Aufgaben zu merken,
entlastet. Befindet man sich in einer bestimmten Situation, schaut man auf die passen-
de To-do-Liste und kann beginnen die darauf vermerkten Aufgaben zu lösen [26]. Es
wird davon ausgegangen, dass die meisten Menschen mit dem einfachen Umgang von
To-do-Listen aus ihrem eigenen Selbstmanagementerfahrungen vertraut sind und des-
halb die Verwendung von digitalen To-do-Listen akzeptiert wird.
Das derzeitig Problem, dass sich der Einsatz von digitalen Medien im Bereich der
Hochschulen erst ab einer kritischen Masse von Studierenden rechtfertigt, soll durch
eine Minimierung des notwendigen Personalaufwandes für das Anlegen und Pflegen
der Workflows gelöst werden. Um diese Minimierung zu erreichen, wird sich auf
Wiederverwendung von erstellten Abläufen konzentriert und sich der Möglichkeiten
des Mitmach-Webs bedient. Geplant ist es, die Weisheit der Masse bei der Pflege der
Workflows zu nutzen, indem es gestattet wird, bestehende Abläufe anzupassen. Zum
anderen soll der Betreuungsaufwand des Lehrenden weiter verringert werden, indem
die Weisheit der Masse auch auf den Betreuungsprozess angewendet wird. Denkbar
ist, dass andere Nutzer des Systems Feedback und andere wichtige Hinweise für den
derzeitigen Stand des Prozesses geben. Dies entspricht in etwa dem Vorschlag von
Aschemann, die Kooperation von Studenten untereinander zu fördern. Allerdings soll-
te die Anzahl an potentiellen Unterstützern im World Wide Web wesentlich größer
sein.
Der Ansatz, das Potential des Web 2.0 bei der Betreuung von Abschlussarbeiten zu
nutzen, geht über den des E-Learnings – nur reine Lerninhalt über digitale Medien zur
Verfügung zu stellen – weit hinaus. Um diesen umsetzen zu können, wird im Rahmen
dieser Arbeit die Implementierungsplattform Goal1, welche für die Abbildung von
Workflows aller Art geeignet ist, um die notwendigen Aspekte für To-do-Listen und
der Möglichkeit, die Weisheit der Masse zu nutzen, erweitert. Dabei soll untersucht
werden, in welchem Umfang sich der ausschließliche Einsatz von To-do-Listen zur
10 in der deutschen Übersetzung „Wie ich die Dinge geregelt kriege“
Page 34
2 STAND DER TECHNIK
20
EDU 2.0
EDU 2.011 ist eine freie Lernplattform mit derzeit 270.000 registrierten Benutzern12, wel-
che sich selbst als eine Web-basierte Education Site beschreibt und das Ziel verfolgt,
das Lernen und Lehren effizienter und angenehmer zu gestalten [30].
Bildungseinrichtungen – beispielsweise Schulen oder Universitäten - können sich kos-
tenlos bei EDU 2.0 registrieren und erhalten somit ein Benutzerkonto. Um als Lehren-
der oder Studierender EDU 2.0 nutzen zu können, muss man einer bereits angelegten
Bildungseinrichtung beitreten. Um Missbrauch vorzubeugen, muss dazu der Name
und der Registrierungscode der Bildungseinrichtung angegeben werden. Um die in-
ternen Strukturen von Schulen oder Universitäten besser abbilden zu können, ist es
möglich, Gruppen, Klassen und Kurse anzulegen, welche Lehrende und Studenten
zugeordnet werden können. EDU 2.0 orientiert sich stark an den Funktionen von sozia-
len Netzwerken und bietet seinen Benutzern viele Möglichkeiten sich selbst darzustel-
len und mit anderen in Kontakt zu treten. Dabei sind die Kommunikationsmöglichkei-
ten nicht auf die Grenzen der beigetretenen Bildungseinrichtung beschränkt. Folgende
Kommunikationswege werden angeboten [31]:
Ein Nachrichtendienst für private Mitteilungen,
Klassen-, Gruppen- und persönliche Blogs,
Wikis für einfache Zusammenarbeit,
Foren für themenbezogene Diskussionen und
Echtzeitchat für Gruppendiskussionen.
Im Mittelpunkt der Plattform stehen allerdings die Lerninhalte. Diese können in Form
von Lektionen angelegt werden. Dabei besteht eine Lektion aus mehreren Abschnitten
und kann Texte, Bilder, Audioaufnahmen und Videos beinhalten. Um die Lektionen
weiter strukturieren zu können, besteht die Möglichkeit, einige Abschnitte als beson-
dere Anforderungen (Gateway assignments) zu definieren. Beinhaltet eine Lektion sol-
che besonderen Anforderungen, so kann die Lektion bloß durch das Lösen dieser An-
forderungen beendet und die nächste Lektion begonnen werden. Wurden Lerninhalte
11 http://www.edu20.org/
12 nach eigenen Angaben von EDU 2.0 in der Mitteilung vom 25. Oktober 2010:
http://www.edu20.org/company_news/show?posting=503941
20
EDU 2.0
EDU 2.011 ist eine freie Lernplattform mit derzeit 270.000 registrierten Benutzern12, wel-
che sich selbst als eine Web-basierte Education Site beschreibt und das Ziel verfolgt,
das Lernen und Lehren effizienter und angenehmer zu gestalten [30].
Bildungseinrichtungen – beispielsweise Schulen oder Universitäten - können sich kos-
tenlos bei EDU 2.0 registrieren und erhalten somit ein Benutzerkonto. Um als Lehren-
der oder Studierender EDU 2.0 nutzen zu können, muss man einer bereits angelegten
Bildungseinrichtung beitreten. Um Missbrauch vorzubeugen, muss dazu der Name
und der Registrierungscode der Bildungseinrichtung angegeben werden. Um die in-
ternen Strukturen von Schulen oder Universitäten besser abbilden zu können, ist es
möglich, Gruppen, Klassen und Kurse anzulegen, welche Lehrende und Studenten
zugeordnet werden können. EDU 2.0 orientiert sich stark an den Funktionen von sozia-
len Netzwerken und bietet seinen Benutzern viele Möglichkeiten sich selbst darzustel-
len und mit anderen in Kontakt zu treten. Dabei sind die Kommunikationsmöglichkei-
ten nicht auf die Grenzen der beigetretenen Bildungseinrichtung beschränkt. Folgende
Kommunikationswege werden angeboten [31]:
Ein Nachrichtendienst für private Mitteilungen,
Klassen-, Gruppen- und persönliche Blogs,
Wikis für einfache Zusammenarbeit,
Foren für themenbezogene Diskussionen und
Echtzeitchat für Gruppendiskussionen.
Im Mittelpunkt der Plattform stehen allerdings die Lerninhalte. Diese können in Form
von Lektionen angelegt werden. Dabei besteht eine Lektion aus mehreren Abschnitten
und kann Texte, Bilder, Audioaufnahmen und Videos beinhalten. Um die Lektionen
weiter strukturieren zu können, besteht die Möglichkeit, einige Abschnitte als beson-
dere Anforderungen (Gateway assignments) zu definieren. Beinhaltet eine Lektion sol-
che besonderen Anforderungen, so kann die Lektion bloß durch das Lösen dieser An-
forderungen beendet und die nächste Lektion begonnen werden. Wurden Lerninhalte
11 http://www.edu20.org/
12 nach eigenen Angaben von EDU 2.0 in der Mitteilung vom 25. Oktober 2010:
http://www.edu20.org/company_news/show?posting=503941
Page 37
2.2 ONLINE TO-DO-LISTEN
23
geboten, mit derer man sich nur die relevanten Aufgaben aus einem bestimmten Be-
reich anzeigen lassen kann. Ganz im Sinne von GTD lassen sich bei der Erstellung von
Aufgaben der zur Erledigung notwenige Kontext – wie beispielsweise „im Büro“,
„zu Hause“ oder „am Telefon“ – angeben. Die Hotlist lässt sich ebenfalls nach bestimm-
ten Kontexten filtern, sodass man nur die dringendsten oder wichtigsten Aufgaben
angezeigt bekommt, welche man in der aktuellen Situation erledigen kann.
Abbildung 2.2 zeigt die Hotlist eines Benutzers, welche zwei – eine hoch priorisierte
und eine dringende – Aufgaben enthält.
Abbildung 2.2: Toodledos „Hotlist“-Funktion
Zusammenfassend lässt sich beim Anlegen einer Aufgabe folgendes festlegen:
Titel – Eine kurze Bezeichnung der Aufgabe.
Ziel – Zur Erfüllung welches definierten Ziels trägt diese Aufgabe bei?
Ordner – Ist diese Aufgabe Teil eines Projektes?
Kontext – Ist ein bestimmter Kontext notwendig, um die Aufgabe zu lösen?
Priorität – Welche Priorität hat diese Aufgabe (mögliche Werte: -1 bis 3)?
Startdatum – Ab wann kann diese Aufgabe bearbeitet werden?
Enddatum – Bis wann muss diese Aufgabe gelöst sein?
23
geboten, mit derer man sich nur die relevanten Aufgaben aus einem bestimmten Be-
reich anzeigen lassen kann. Ganz im Sinne von GTD lassen sich bei der Erstellung von
Aufgaben der zur Erledigung notwenige Kontext – wie beispielsweise „im Büro“,
„zu Hause“ oder „am Telefon“ – angeben. Die Hotlist lässt sich ebenfalls nach bestimm-
ten Kontexten filtern, sodass man nur die dringendsten oder wichtigsten Aufgaben
angezeigt bekommt, welche man in der aktuellen Situation erledigen kann.
Abbildung 2.2 zeigt die Hotlist eines Benutzers, welche zwei – eine hoch priorisierte
und eine dringende – Aufgaben enthält.
Abbildung 2.2: Toodledos „Hotlist“-Funktion
Zusammenfassend lässt sich beim Anlegen einer Aufgabe folgendes festlegen:
Titel – Eine kurze Bezeichnung der Aufgabe.
Ziel – Zur Erfüllung welches definierten Ziels trägt diese Aufgabe bei?
Ordner – Ist diese Aufgabe Teil eines Projektes?
Kontext – Ist ein bestimmter Kontext notwendig, um die Aufgabe zu lösen?
Priorität – Welche Priorität hat diese Aufgabe (mögliche Werte: -1 bis 3)?
Startdatum – Ab wann kann diese Aufgabe bearbeitet werden?
Enddatum – Bis wann muss diese Aufgabe gelöst sein?
Page 38
2 STAND DER TECHNIK
24
Wiederholung – Wiederholt sich die Aufgabe in bestimmten Zeitintervallen?
Bemerkung – Eine kurze Notiz, um Zusatzinformationen angeben zu können.
Besonders bemerkenswert ist die Möglichkeit, dass sämtliche Funktionen von Toodle-
do anhand vordefinierter Tastenkombinationen über die Tastatur ausgeführt werden
können. Dies macht das Anlegen und Organisieren von vielen Aufgaben angenehmer
und erhöht die Effizienz. Des Weiteren gestattet es Toodledo, seine Aufgaben in der
Form von speziell formatierten Text-, CSV- (Comma Separated Values) oder
XML-Dateien (eXtensible Markup Language) zu importieren und zu exportieren. Auf
diese Weise können Aufgaben zwischen verschiedenen Anwendungen ausgetauscht
und genutzt werden.
Um mit anderen Benutzern von Toodledo kollaborieren zu können, gestattet es Tood-
ledo, Ordner für andere freizugeben. Standardmäßig sind alle angelegten Ordner als
privat deklariert und können nur von dem Nutzer betrachtet werden, der sie angelegt
hat. Toodledo sieht drei Stufen der Freigabe vor, welche explizit für jeden Nutzer, der
an der Liste mitwirken soll, festgelegt werden müssen. Die einfachste Form besteht
darin, den Lesestatus für eine Aufgabenliste freizugeben. Die nächste Stufe der Freiga-
be sieht vor, dass andere Nutzer die Ordner nicht nur einsehen, sondern auch neue
Aufgaben hinzufügen können. Die dritte Stufe gewährt den größten Freiheitsgrad und
gestattet anderen Benutzern die Aufgaben zu sehen, zu bearbeiten und zu lösen. In der
kostenfreien Version von Toodledo ist es jedoch bloß möglich, die freigegebenen Listen
anderer Benutzer zu lesen. Um die anderen Stufen der Freigabe nutzen zu können,
muss man ein gebührenpflichtiges Benutzerkonto besitzen. Dies gilt sowohl für den
Eigentümer der Liste, als auch für die Mitglieder, welche zur Zusammenarbeit einge-
laden werden.
2.3 Kollaborative Aufgabenmanagementsysteme
Unter kollaborativen Aufgabenmanagementsystemen versteht man Unterstützungs-
systeme, welche einem das gemeinsame Anlegen, Verwalten und Zuweisen von Auf-
gaben – innerhalb eines Teams oder Projektes – gestatten. Der Zweck von Aufgaben-
managementsystemen besteht darin, eine Übersicht über alle Aufgaben eines Projektes
zu liefern. Mithilfe dieser Übersicht lässt sich der Projektfortschritt erfassen und ver-
folgen, sowie die weitere Projektdurchführung planen. Stellvertretend wird im Fol-
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Wiederholung – Wiederholt sich die Aufgabe in bestimmten Zeitintervallen?
Bemerkung – Eine kurze Notiz, um Zusatzinformationen angeben zu können.
Besonders bemerkenswert ist die Möglichkeit, dass sämtliche Funktionen von Toodle-
do anhand vordefinierter Tastenkombinationen über die Tastatur ausgeführt werden
können. Dies macht das Anlegen und Organisieren von vielen Aufgaben angenehmer
und erhöht die Effizienz. Des Weiteren gestattet es Toodledo, seine Aufgaben in der
Form von speziell formatierten Text-, CSV- (Comma Separated Values) oder
XML-Dateien (eXtensible Markup Language) zu importieren und zu exportieren. Auf
diese Weise können Aufgaben zwischen verschiedenen Anwendungen ausgetauscht
und genutzt werden.
Um mit anderen Benutzern von Toodledo kollaborieren zu können, gestattet es Tood-
ledo, Ordner für andere freizugeben. Standardmäßig sind alle angelegten Ordner als
privat deklariert und können nur von dem Nutzer betrachtet werden, der sie angelegt
hat. Toodledo sieht drei Stufen der Freigabe vor, welche explizit für jeden Nutzer, der
an der Liste mitwirken soll, festgelegt werden müssen. Die einfachste Form besteht
darin, den Lesestatus für eine Aufgabenliste freizugeben. Die nächste Stufe der Freiga-
be sieht vor, dass andere Nutzer die Ordner nicht nur einsehen, sondern auch neue
Aufgaben hinzufügen können. Die dritte Stufe gewährt den größten Freiheitsgrad und
gestattet anderen Benutzern die Aufgaben zu sehen, zu bearbeiten und zu lösen. In der
kostenfreien Version von Toodledo ist es jedoch bloß möglich, die freigegebenen Listen
anderer Benutzer zu lesen. Um die anderen Stufen der Freigabe nutzen zu können,
muss man ein gebührenpflichtiges Benutzerkonto besitzen. Dies gilt sowohl für den
Eigentümer der Liste, als auch für die Mitglieder, welche zur Zusammenarbeit einge-
laden werden.
2.3 Kollaborative Aufgabenmanagementsysteme
Unter kollaborativen Aufgabenmanagementsystemen versteht man Unterstützungs-
systeme, welche einem das gemeinsame Anlegen, Verwalten und Zuweisen von Auf-
gaben – innerhalb eines Teams oder Projektes – gestatten. Der Zweck von Aufgaben-
managementsystemen besteht darin, eine Übersicht über alle Aufgaben eines Projektes
zu liefern. Mithilfe dieser Übersicht lässt sich der Projektfortschritt erfassen und ver-
folgen, sowie die weitere Projektdurchführung planen. Stellvertretend wird im Fol-
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2 STAND DER TECHNIK
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Abbildung 2.3: Dashboard-Ansicht eines Unawave-Projektes
Durch die Erweiterung von Google Wave bleiben alle Vorteile der Kollaborationsplatt-
form erhalten. So können Aufgaben und Meilensteine nicht nur an definierte Team-
mitglieder vergeben werden, sondern auch als öffentlich markiert werden, sodass je-
der, der das Interesse und die Fähigkeiten mitbringt, sich dieser annehmen kann. Au-
ßerdem ist es weiterhin möglich, dass jedes Element einer Wave von jedem Teilnehmer
editiert oder kommentiert werden kann. Der Austausch von Nachrichten bezüglich
eines Projektes kann somit entweder über die Kommentarfunktion direkt an den Auf-
gaben erfolgen oder über eigens dafür angelegte Diskussions-Waves.
Auf Veränderungen in einzelnen Waves wird der Benutzer von Google Wave in sei-
nem Posteingang aufmerksam gemacht. Um zu erfahren, was für eine Veränderung
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Abbildung 2.3: Dashboard-Ansicht eines Unawave-Projektes
Durch die Erweiterung von Google Wave bleiben alle Vorteile der Kollaborationsplatt-
form erhalten. So können Aufgaben und Meilensteine nicht nur an definierte Team-
mitglieder vergeben werden, sondern auch als öffentlich markiert werden, sodass je-
der, der das Interesse und die Fähigkeiten mitbringt, sich dieser annehmen kann. Au-
ßerdem ist es weiterhin möglich, dass jedes Element einer Wave von jedem Teilnehmer
editiert oder kommentiert werden kann. Der Austausch von Nachrichten bezüglich
eines Projektes kann somit entweder über die Kommentarfunktion direkt an den Auf-
gaben erfolgen oder über eigens dafür angelegte Diskussions-Waves.
Auf Veränderungen in einzelnen Waves wird der Benutzer von Google Wave in sei-
nem Posteingang aufmerksam gemacht. Um zu erfahren, was für eine Veränderung
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2 STAND DER TECHNIK
28
tiert dem Nutzer die erledigten und offenen Aufgaben eines Projektes. Es gibt jedoch
keine Übersicht über die offenen Aufgaben aller laufenden Projekte, sodass man nicht
auf einen Blick erkennen kann, welche Aufgabe als nächstes zu bearbeiten ist. Dies
trifft auch auf den Ansatz von EDU 2.0 zu, die Aufgaben und Anweisungen auf der
Startseite zu präsentieren. Hier kommt jedoch noch erschwerend hinzu, dass man nicht
erfährt, welche Aufgaben bereits abgeschlossen wurden. Im Bereich Awareness bieten
EDU 2.0 und Unawave allerdings einen deutlich besseren Weg, um über die Anwesen-
heit und Aktivitäten anderer Nutzer informiert zu werden, als Toodledo. Beide An-
wendungen informieren auf einer Übersichtsseite über die Aktivitäten anderer Benut-
zer. Bei EDU 2.0 ist dies allerdings auf die Information „des letzten Besuchszeitpunkts“
beschränkt und Unawave informiert auf der Übersichtsseite nur über Veränderungen.
Um genau zu erfahren wer was getan hat, muss man selbst in der entsprechenden
Wave nachschauen. Bei Toodledo ist es indes nur indirekt – über die Liste der „kürz-
lich modifizierten oder gelösten Aufgaben“ – möglich, über die Aktivitäten anderer
Benutzer Kenntnis zu erlangen.
Zur Zusammenarbeit mit Anderen bietet Toodledo ein umfangreiches Freigabesystem
an, um die Aufgaben mit anderen Beteiligten zu teilen. Zusätzlich zu der mangelhaften
Awareness kommt für eine effektive Zusammenarbeit jedoch das Fehlen von Kommu-
nikationsmöglichkeiten innerhalb der Anwendung erschwerend hinzu. Hier besteht
ebenfalls nur eine indirekte Möglichkeit, um Informationen – über Bemerkungen in
den Aufgaben – miteinander auszutauschen. Allerdings kann nur eine Bemerkung je
Aufgabe angegeben werden und das Erstellen und Editieren von Bemerkungen könnte
nur von explizit freigegeben Benutzern vorgenommen werden. Aufgrund der Not-
wendigkeit des wiederholten und aufwendigen Definierens von Freigaben für jeden
Benutzer, erhält Toodledo im Bereich der Kollaboration nur eine gute Bewertung, ob-
gleich ein mehrstufiges Freigabesystem als zielführend erachtet wird. Unawave
schöpft die Möglichkeiten der Kollaboration mit anderen Nutzern stärker aus., da es
zusätzlich zur Definition von expliziten Freigaben gestattet ist, Aufgaben für alle Nut-
zer der Anwendung freizugeben, sodass sie von allen bearbeitet, kommentiert und
editiert werden können. In EDU 2.0 lassen sich erstellte Aufgaben nur allein lösen. Die
Lernplattform bietet seinen Nutzern jedoch ein umfangreiches Angebot an Kommuni-
kationsmöglichkeiten, um sich mit Anderen auszutauschen.
Unawave erreicht in vielen der Untersuchungskriterien gute bis sehr gute Bewertun-
gen. Es ist jedoch aufwändig, Projekte in Form von Aufgaben und Meilensteinen abzu-
bilden und da für jede Projektressource eine eigene Wave angelegt wird, verliert man
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tiert dem Nutzer die erledigten und offenen Aufgaben eines Projektes. Es gibt jedoch
keine Übersicht über die offenen Aufgaben aller laufenden Projekte, sodass man nicht
auf einen Blick erkennen kann, welche Aufgabe als nächstes zu bearbeiten ist. Dies
trifft auch auf den Ansatz von EDU 2.0 zu, die Aufgaben und Anweisungen auf der
Startseite zu präsentieren. Hier kommt jedoch noch erschwerend hinzu, dass man nicht
erfährt, welche Aufgaben bereits abgeschlossen wurden. Im Bereich Awareness bieten
EDU 2.0 und Unawave allerdings einen deutlich besseren Weg, um über die Anwesen-
heit und Aktivitäten anderer Nutzer informiert zu werden, als Toodledo. Beide An-
wendungen informieren auf einer Übersichtsseite über die Aktivitäten anderer Benut-
zer. Bei EDU 2.0 ist dies allerdings auf die Information „des letzten Besuchszeitpunkts“
beschränkt und Unawave informiert auf der Übersichtsseite nur über Veränderungen.
Um genau zu erfahren wer was getan hat, muss man selbst in der entsprechenden
Wave nachschauen. Bei Toodledo ist es indes nur indirekt – über die Liste der „kürz-
lich modifizierten oder gelösten Aufgaben“ – möglich, über die Aktivitäten anderer
Benutzer Kenntnis zu erlangen.
Zur Zusammenarbeit mit Anderen bietet Toodledo ein umfangreiches Freigabesystem
an, um die Aufgaben mit anderen Beteiligten zu teilen. Zusätzlich zu der mangelhaften
Awareness kommt für eine effektive Zusammenarbeit jedoch das Fehlen von Kommu-
nikationsmöglichkeiten innerhalb der Anwendung erschwerend hinzu. Hier besteht
ebenfalls nur eine indirekte Möglichkeit, um Informationen – über Bemerkungen in
den Aufgaben – miteinander auszutauschen. Allerdings kann nur eine Bemerkung je
Aufgabe angegeben werden und das Erstellen und Editieren von Bemerkungen könnte
nur von explizit freigegeben Benutzern vorgenommen werden. Aufgrund der Not-
wendigkeit des wiederholten und aufwendigen Definierens von Freigaben für jeden
Benutzer, erhält Toodledo im Bereich der Kollaboration nur eine gute Bewertung, ob-
gleich ein mehrstufiges Freigabesystem als zielführend erachtet wird. Unawave
schöpft die Möglichkeiten der Kollaboration mit anderen Nutzern stärker aus., da es
zusätzlich zur Definition von expliziten Freigaben gestattet ist, Aufgaben für alle Nut-
zer der Anwendung freizugeben, sodass sie von allen bearbeitet, kommentiert und
editiert werden können. In EDU 2.0 lassen sich erstellte Aufgaben nur allein lösen. Die
Lernplattform bietet seinen Nutzern jedoch ein umfangreiches Angebot an Kommuni-
kationsmöglichkeiten, um sich mit Anderen auszutauschen.
Unawave erreicht in vielen der Untersuchungskriterien gute bis sehr gute Bewertun-
gen. Es ist jedoch aufwändig, Projekte in Form von Aufgaben und Meilensteinen abzu-
bilden und da für jede Projektressource eine eigene Wave angelegt wird, verliert man
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3 LÖSUNGSKONZEPT
32
und für die Personen, welche die Prozesse verwalten und überwachen, leicht verständ-
lich zu sein (vgl. [39]).
Zunächst wird mit der Workflowspezifikation des Szenarios „Professur beitreten“ be-
gonnen, bevor der Workflow für das umfangreichere Projekt „Abschlussarbeit anferti-
gen“ entwickelt wird.
3.1.1 Detaillierter Workflow „Professur beitreten“
Der Prozess des „Professur-Beitritts“ unterliegt keinen zeitlichen Vorgaben, sollte je-
doch im Interesse der Beteiligten in einer angemessenen Zeit absolviert werden. Im
Folgenden werden die dazu nötigen Schritte:
Professur kennen lernen,
Beratungsgespräch mit Betreuer,
Team kennen lernen,
interne Benutzerkonten freischalten lassen,
Konten bei externen Webanwendungen anlegen,
Entwicklungsumgebung einrichten und
sich mit Scrum auseinandersetzen
genauer betrachtet. Alle angegebenen Aufgaben sind dabei durch den Studenten, wel-
cher der Professur beitreten möchte, zu erledigen.
Professur kennen lernen
Um einen ersten Eindruck von der Professur VSR zu erhalten, sollten interessierte Stu-
denten die Professur-Webseite besuchen und deren Inhalte studieren. Dabei ist es be-
sonders wichtig, dass sich die Studenten mit den Werten, Zielen und Forschungs-
schwerpunkten auseinandersetzen und so einen Überblick über die Aktivitäten der
Professur gewinnen. Um die Studierenden bei der Suche nach den wichtigen Informa-
tionen zu unterstützen, sind alle relevanten Informationsquellen, welche die Studenten
zur Kenntnis nehmen sollten, in der folgenden Aufgabenliste zusammengefasst:
Über die Professur: http://vsr.informatik.tu-chemnitz.de/about/
32
und für die Personen, welche die Prozesse verwalten und überwachen, leicht verständ-
lich zu sein (vgl. [39]).
Zunächst wird mit der Workflowspezifikation des Szenarios „Professur beitreten“ be-
gonnen, bevor der Workflow für das umfangreichere Projekt „Abschlussarbeit anferti-
gen“ entwickelt wird.
3.1.1 Detaillierter Workflow „Professur beitreten“
Der Prozess des „Professur-Beitritts“ unterliegt keinen zeitlichen Vorgaben, sollte je-
doch im Interesse der Beteiligten in einer angemessenen Zeit absolviert werden. Im
Folgenden werden die dazu nötigen Schritte:
Professur kennen lernen,
Beratungsgespräch mit Betreuer,
Team kennen lernen,
interne Benutzerkonten freischalten lassen,
Konten bei externen Webanwendungen anlegen,
Entwicklungsumgebung einrichten und
sich mit Scrum auseinandersetzen
genauer betrachtet. Alle angegebenen Aufgaben sind dabei durch den Studenten, wel-
cher der Professur beitreten möchte, zu erledigen.
Professur kennen lernen
Um einen ersten Eindruck von der Professur VSR zu erhalten, sollten interessierte Stu-
denten die Professur-Webseite besuchen und deren Inhalte studieren. Dabei ist es be-
sonders wichtig, dass sich die Studenten mit den Werten, Zielen und Forschungs-
schwerpunkten auseinandersetzen und so einen Überblick über die Aktivitäten der
Professur gewinnen. Um die Studierenden bei der Suche nach den wichtigen Informa-
tionen zu unterstützen, sind alle relevanten Informationsquellen, welche die Studenten
zur Kenntnis nehmen sollten, in der folgenden Aufgabenliste zusammengefasst:
Über die Professur: http://vsr.informatik.tu-chemnitz.de/about/
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3.1 UNIVERSITÄRE WORKFLOWS
35
Einrichtung der Entwicklungsumgebung ist [40]:
Visual Studio 2010 zu installieren
ReSharper zu installieren
Gallio zu installieren
Selenium zu installieren
SVN Client zu installieren (bsplw. TortoiseSVN)
Sich mit Scrum auseinandersetzen
Wenn alle Vorbereitungen bezüglich der benötigten Programme getroffen sind, ist es
ebenfalls für den Entwicklungsprozess wichtig, dass der Student sich mit der agilen
Projektmanagementmethode Scrum beschäftigt. Dazu muss der Student zumindest:
die grundlegenden Konzepte von Scrum verstehen und nach vollziehen
können, dazu gehören die Rollen, Meetings und Scrum Artefakte:
www.mountaingoatsoftware.com/system/asset/file/45/German_Scrum.ppt
Sind alle diese Schritt durchlaufen und alle Aufgaben absolviert, endet das Projekt des
„Professur-Beitritts“ für den Studenten und er kann mit dem Bearbeiten seiner Ab-
schlussarbeit beginnen.
Der vorgestellte Prozess soll im Rahmen der Realisierung der Lösung in einem System,
welches bei der Prozessausführung unterstützt, abgebildet werden. Im Folgenden
werden alle Personen, die einen Zugang zu diesem Unterstützungsystem besitzen und
somit mit den vorgestellten Akteuren interagieren sowie diese bei der Erfüllung ihrer
Ziele unterstützen können, als Community bezeichnet (vgl. Definition nach Preece [41]).
Der Fokus der Betrachtung, bei welchen Prozessphasen die Beteiligung der Communi-
ty wünschenswert ist, wird ausschließlich auf die Projektschritte gelegt. Eine Bewer-
tung der einzelnen Aufgabe wird nicht vorgenommen, damit das spätere Unterstüt-
zungssystem, in dem diese Entscheidungen abgebildet werden müssen, möglichst ein-
fach zu konfigurieren und zu benutzen ist.
Hilfe in Form von Kommentaren und Feedback seitens der Community ist prinzipiell
für jeden Projektschritt angebracht und sollte deshalb immer möglich sein. Eine Unter-
stützung des Studenten bei der Bewältigung des Prozesses – darunter wird das Lösen,
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Einrichtung der Entwicklungsumgebung ist [40]:
Visual Studio 2010 zu installieren
ReSharper zu installieren
Gallio zu installieren
Selenium zu installieren
SVN Client zu installieren (bsplw. TortoiseSVN)
Sich mit Scrum auseinandersetzen
Wenn alle Vorbereitungen bezüglich der benötigten Programme getroffen sind, ist es
ebenfalls für den Entwicklungsprozess wichtig, dass der Student sich mit der agilen
Projektmanagementmethode Scrum beschäftigt. Dazu muss der Student zumindest:
die grundlegenden Konzepte von Scrum verstehen und nach vollziehen
können, dazu gehören die Rollen, Meetings und Scrum Artefakte:
www.mountaingoatsoftware.com/system/asset/file/45/German_Scrum.ppt
Sind alle diese Schritt durchlaufen und alle Aufgaben absolviert, endet das Projekt des
„Professur-Beitritts“ für den Studenten und er kann mit dem Bearbeiten seiner Ab-
schlussarbeit beginnen.
Der vorgestellte Prozess soll im Rahmen der Realisierung der Lösung in einem System,
welches bei der Prozessausführung unterstützt, abgebildet werden. Im Folgenden
werden alle Personen, die einen Zugang zu diesem Unterstützungsystem besitzen und
somit mit den vorgestellten Akteuren interagieren sowie diese bei der Erfüllung ihrer
Ziele unterstützen können, als Community bezeichnet (vgl. Definition nach Preece [41]).
Der Fokus der Betrachtung, bei welchen Prozessphasen die Beteiligung der Communi-
ty wünschenswert ist, wird ausschließlich auf die Projektschritte gelegt. Eine Bewer-
tung der einzelnen Aufgabe wird nicht vorgenommen, damit das spätere Unterstüt-
zungssystem, in dem diese Entscheidungen abgebildet werden müssen, möglichst ein-
fach zu konfigurieren und zu benutzen ist.
Hilfe in Form von Kommentaren und Feedback seitens der Community ist prinzipiell
für jeden Projektschritt angebracht und sollte deshalb immer möglich sein. Eine Unter-
stützung des Studenten bei der Bewältigung des Prozesses – darunter wird das Lösen,
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3 LÖSUNGSKONZEPT
36
Hinzufügen und Löschen von Aufgaben verstanden – wird in folgenden Schritten als
sinnvoll erachtet:
Forschungsschwerpunkte der Professur ermitteln,
Team kennen lernen,
Konten bei externen Web-Anwendungen anlegen,
Entwicklungsumgebung einrichten und
sich mit Scrum auseinander setzen.
So könnte die Community zum Beispiel im Schritt „Scrum kennenlernen“ weitere
nützliche Quellen der Aufgabenliste hinzufügen oder die angegebene Informations-
quelle entfernen und sie durch eine bessere ersetzen. Denkbare wäre auch, dass je-
mand die Informationen über Scrum übersichtlich zusammenfasst und mittels eines
Kommentars zur Verfügung stellt und somit dem Studenten etwas Aufwand abnimmt.
Der Aufwand kann weiter minimiert werden, indem dem Studenten ganze Aufgaben
abgenommen werden. Beispielsweise könnte jemand stellvertretend ein Benutzerkonto
bei einer benötigten Web-Anwendung anlegen.
In Abbildung 3.1 ist der beschriebene Workflow, inklusiver der möglichen Einflüsse
der Community, in einem BPMN-Diagramm dargestellt. Wie der Abbildung zu ent-
nehmen ist, wurden zwei Pools verwendet, um die Universität und die Community
voneinander getrennt darzustellen. Der Universitäts-Pool wird nochmals in die beiden
Lanes Student und Betreuer unterteilt. Da über die Community keinen weiteren Aussa-
gen getroffen werden können – und dafür auch keine Notwendigkeit besteht – wird
diese durch einen so genannten Black Box Pool repräsentiert. Der Prozess selbst wird
im Universitäts-Pool dargestellt. Er beginnt und endet in der Student-Lane. Alle not-
wendigen Projektschritte entsprechen BPMN Aktivitäten und werden durch den so
genannten Sequenz-Flow miteinander verbunden. Die beiden Schritte „Konten bei ex-
ternen Web-Anwendungen anlegen“ und „Entwicklungsumgebung einrichten“, wel-
che der Student in beliebiger Reihenfolge durchlaufen kann, werden unter der
Ad-hoc-Aktivität „Arbeitsplatz einrichten“ zusammengefasst. Da die Bearbeitungsrei-
henfolge irrelevant ist und der Student nicht zeitgleich zwei Projektschritte lösen kann,
wurde sich für die Darstellung als Ad-hoc-Aktivität, anstatt einer parallelen Ausfüh-
rung entscheiden. Die Interaktion zwischen Student und Betreuer wird mit Hilfe von
Message-Events abgebildet. Die Kommunikation zwischen zwei Pools ist nur über Mes-
sage-Flows gestattet. Dabei repräsentiert ein Message-Flow den Austausch einer Nach-
richt, was in Form von Kommentaren für alle Aktivitäten erlaubt ist.
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Hinzufügen und Löschen von Aufgaben verstanden – wird in folgenden Schritten als
sinnvoll erachtet:
Forschungsschwerpunkte der Professur ermitteln,
Team kennen lernen,
Konten bei externen Web-Anwendungen anlegen,
Entwicklungsumgebung einrichten und
sich mit Scrum auseinander setzen.
So könnte die Community zum Beispiel im Schritt „Scrum kennenlernen“ weitere
nützliche Quellen der Aufgabenliste hinzufügen oder die angegebene Informations-
quelle entfernen und sie durch eine bessere ersetzen. Denkbare wäre auch, dass je-
mand die Informationen über Scrum übersichtlich zusammenfasst und mittels eines
Kommentars zur Verfügung stellt und somit dem Studenten etwas Aufwand abnimmt.
Der Aufwand kann weiter minimiert werden, indem dem Studenten ganze Aufgaben
abgenommen werden. Beispielsweise könnte jemand stellvertretend ein Benutzerkonto
bei einer benötigten Web-Anwendung anlegen.
In Abbildung 3.1 ist der beschriebene Workflow, inklusiver der möglichen Einflüsse
der Community, in einem BPMN-Diagramm dargestellt. Wie der Abbildung zu ent-
nehmen ist, wurden zwei Pools verwendet, um die Universität und die Community
voneinander getrennt darzustellen. Der Universitäts-Pool wird nochmals in die beiden
Lanes Student und Betreuer unterteilt. Da über die Community keinen weiteren Aussa-
gen getroffen werden können – und dafür auch keine Notwendigkeit besteht – wird
diese durch einen so genannten Black Box Pool repräsentiert. Der Prozess selbst wird
im Universitäts-Pool dargestellt. Er beginnt und endet in der Student-Lane. Alle not-
wendigen Projektschritte entsprechen BPMN Aktivitäten und werden durch den so
genannten Sequenz-Flow miteinander verbunden. Die beiden Schritte „Konten bei ex-
ternen Web-Anwendungen anlegen“ und „Entwicklungsumgebung einrichten“, wel-
che der Student in beliebiger Reihenfolge durchlaufen kann, werden unter der
Ad-hoc-Aktivität „Arbeitsplatz einrichten“ zusammengefasst. Da die Bearbeitungsrei-
henfolge irrelevant ist und der Student nicht zeitgleich zwei Projektschritte lösen kann,
wurde sich für die Darstellung als Ad-hoc-Aktivität, anstatt einer parallelen Ausfüh-
rung entscheiden. Die Interaktion zwischen Student und Betreuer wird mit Hilfe von
Message-Events abgebildet. Die Kommunikation zwischen zwei Pools ist nur über Mes-
sage-Flows gestattet. Dabei repräsentiert ein Message-Flow den Austausch einer Nach-
richt, was in Form von Kommentaren für alle Aktivitäten erlaubt ist.
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3.1 UNIVERSITÄRE WORKFLOWS
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Abbildung 3.1: BPMN-Diagramm „Professur beitreten“
37
Abbildung 3.1: BPMN-Diagramm „Professur beitreten“
Page 53
3.1 UNIVERSITÄRE WORKFLOWS
39
den Prozess gegeben. Die detaillierte Beschreibung des Projektablaufs ist in Anhang A
aufgeführt und hat ergeben, dass auf dem Weg zur fertigen Abschlussarbeit folgende
Etappenziele erreicht werden müssen:
1. Thema gefunden
2. Visionsdokument fertig
3. Arbeit offiziell angemeldet
4. Exposé fertig
5. Kern der Arbeit fertig
6. Ausarbeitung fertig
7. Arbeit abgegeben
8. Kolloquium beendet
Analog zu den Ergebnissen der Betrachtung des Workflows „Professur beitreten“,
wird die Hilfe in Form von Kommentaren und Feedback seitens der Community prin-
zipiell für jeden Projektschritt als sinnvoll erachtet. Da bei dem Anfertigen einer Ab-
schlussarbeit der Anspruch der Selbständigkeit besteht, muss die eigentliche Ausarbei-
tung zwingend vom Studenten allein angefertigt werden. Eine Unterstützung bei der
Erzeugung des Visionsdokumentes und des Exposés wird hingegen als unproblema-
tisch erachtet, da diese Dokumente nur der Vorbereitung dienen. Im Projektschritt
„Probelesen der Arbeit“ wird sogar explizit auf die Hilfe durch Dritte hingewiesen. Im
Rahmen der Aufgabe „Korrekturleser suchen“ kann der Student sich somit aktiv an
die Community wenden und um Unterstützung bitten. Unter der Berücksichtigung
des Anspruchs der Selbstständigkeit ergeben sich folgende Projektschritte, in denen
die Unterstützung durch die Community erstrebenswert ist:
Themensuche,
Aufgabenstellung formulieren,
Visionsdokument und Exposé anfertigen,
offizielle Anmeldung,
Korrektur lesen,
Ausarbeitung drucken und binden lassen sowie
Präsentation vorbereiten.
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den Prozess gegeben. Die detaillierte Beschreibung des Projektablaufs ist in Anhang A
aufgeführt und hat ergeben, dass auf dem Weg zur fertigen Abschlussarbeit folgende
Etappenziele erreicht werden müssen:
1. Thema gefunden
2. Visionsdokument fertig
3. Arbeit offiziell angemeldet
4. Exposé fertig
5. Kern der Arbeit fertig
6. Ausarbeitung fertig
7. Arbeit abgegeben
8. Kolloquium beendet
Analog zu den Ergebnissen der Betrachtung des Workflows „Professur beitreten“,
wird die Hilfe in Form von Kommentaren und Feedback seitens der Community prin-
zipiell für jeden Projektschritt als sinnvoll erachtet. Da bei dem Anfertigen einer Ab-
schlussarbeit der Anspruch der Selbständigkeit besteht, muss die eigentliche Ausarbei-
tung zwingend vom Studenten allein angefertigt werden. Eine Unterstützung bei der
Erzeugung des Visionsdokumentes und des Exposés wird hingegen als unproblema-
tisch erachtet, da diese Dokumente nur der Vorbereitung dienen. Im Projektschritt
„Probelesen der Arbeit“ wird sogar explizit auf die Hilfe durch Dritte hingewiesen. Im
Rahmen der Aufgabe „Korrekturleser suchen“ kann der Student sich somit aktiv an
die Community wenden und um Unterstützung bitten. Unter der Berücksichtigung
des Anspruchs der Selbstständigkeit ergeben sich folgende Projektschritte, in denen
die Unterstützung durch die Community erstrebenswert ist:
Themensuche,
Aufgabenstellung formulieren,
Visionsdokument und Exposé anfertigen,
offizielle Anmeldung,
Korrektur lesen,
Ausarbeitung drucken und binden lassen sowie
Präsentation vorbereiten.
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Probelesen
lassen
Ausarbeitung
inhaltlich ein-
wandfrei?
Ja
Ausarbeitung
überarbeiten
Nein Vollständigkeit
und formalen
Aufbau
überprüfen
Ausarbeitung
drucken und
binden lassen
Abgabe der
Arbeit
Abschluss-
arbeit
mehrere Exemplare
Abschluss-
zeugnis
Präsentation
vorbereiten
Visions-
dokument
Visions-
dokument
anfertigen
Visionsdoku-
ment überprü-
fen / annehmen
offizielle
Anmeldung
Ja
Nein
Visions-
dokument
einwandfrei?
Visionsdokument abgeben
Antrag
Abschluss-
arbeit
Exposé
anfertigen
Exposé
überprüfen /
annehmen
Ja
Nein
Exposé
einwandfrei
?
Exposé abgeben
Exposé
Ausarbeitung
begutachten
Kolloquium
bewerten
Kolloquium
Anfrage Termin
für Kolloquium
Termin
annehmen /
vorschlagen
Kolloqium
Termin in
Ordnung?
Ja
Nein
Themensuche
und -festlegung
Themensuche
Anfrage Termin
für Themen-
besprechung
Termin
annehmen /
vorschlagen
Besprechung
um Thema
abzustimmen /
anzunehmen
Termin in
Ordnung?
Ja
Nein
Angaben über
eigene Person und
Kenndaten der Ab-
schlussarbeit an
Betreuer schicken
Aufgaben-
stellung
formulieren
Aufgabenstellung
Anfrage Termin
für Besprechung
der Aufgaben-
stellung
Termin
annehmen /
vorschlagen
Besprechung
um Aufgaben-
stellung zu
verfeinern
Termin in
Ordnung?
Ja
Nein
Überblick verschaffen
Quellen
recherchieren
Gliederung
aufstellen
~
Ausarbeitung anfertigen
Einleitung
schreiben
Stand der
Technik
betrachten
~
eigene Lösung
vorstellen
Realisierung
beschreiben
Evaluation
Zusammen-
fassung und
Ausblick
Korrektur lesen
Das Prinzip der
Pyramide
Verständlichkeit
prüfen
~
Sprachstil /
Ausdruck
prüfen
Verfeinerung der Ausarbeitung Abgabe der Arbeit
Thema intern
registrieren und auf
Professur-Website
veröffentlichen
interne Anmeldung
Beartungs-
gespräch
unterstützen unterstützenunterstützen unterstützen unterstützen unterstützen unterstützen unterstützen unterstützenunterstützen unterstützen
Prüfungsamt
das Prüfungs-
ergebnis
mitteilen
Abbildung 3.2: BPMN-Diagramm „Ausarbeitung anfertigen“
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inhaltlich ein-
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und formalen
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Ausarbeitung
drucken und
binden lassen
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Arbeit
Abschluss-
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mehrere Exemplare
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zeugnis
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Visions-
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Antrag
Abschluss-
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Exposé
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Exposé
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begutachten
Kolloquium
bewerten
Kolloquium
Anfrage Termin
für Kolloquium
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Kolloqium
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Ordnung?
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Themensuche
und -festlegung
Themensuche
Anfrage Termin
für Themen-
besprechung
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vorschlagen
Besprechung
um Thema
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Ordnung?
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eigene Person und
Kenndaten der Ab-
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Aufgabenstellung
Anfrage Termin
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vorschlagen
Besprechung
um Aufgaben-
stellung zu
verfeinern
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Ordnung?
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Überblick verschaffen
Quellen
recherchieren
Gliederung
aufstellen
~
Ausarbeitung anfertigen
Einleitung
schreiben
Stand der
Technik
betrachten
~
eigene Lösung
vorstellen
Realisierung
beschreiben
Evaluation
Zusammen-
fassung und
Ausblick
Korrektur lesen
Das Prinzip der
Pyramide
Verständlichkeit
prüfen
~
Sprachstil /
Ausdruck
prüfen
Verfeinerung der Ausarbeitung Abgabe der Arbeit
Thema intern
registrieren und auf
Professur-Website
veröffentlichen
interne Anmeldung
Beartungs-
gespräch
unterstützen unterstützenunterstützen unterstützen unterstützen unterstützen unterstützen unterstützen unterstützenunterstützen unterstützen
Prüfungsamt
das Prüfungs-
ergebnis
mitteilen
Abbildung 3.2: BPMN-Diagramm „Ausarbeitung anfertigen“
Page 57
3.2 KOMMENTIERBARE TO-DO-LISTEN
43
Zur Unterstützung der Studenten und Betreuer sollen deshalb alle für universitäre
Projekte notwendigen Aufgaben übersichtlich in To-do-Listen vermerkt werden. Bei
der Erfassung aller notwendigen Aufgaben eines Projektes empfiehlt David Allen, die
Aufgaben auf einer Liste, auf der „ähnliche Positionen in überschaubarer Weise zusammen-
gefasst sind“, zu notieren. Da in den vorgestellten universitären Projekten bereits feste
Abläufe gefunden und anhand von Aufgabenleisten aus ähnlichen Aufgaben – die das
Erreichen eines gemeinsames Zwischenziel anstreben – abgebildet wurden, wird von
dem Anlegen einer großen Projektliste abgesehen. Stattdessen sollen viele kleine Teillis-
ten, welche jeweils Aufgaben mit einem gemeinsamen Zwischenziel beinhalten, erstellt
werden. Um diese untereinander unterscheiden zu können, muss eine Möglichkeit
bestehen, den Zweck dieser Listen anzugeben.
Damit Andere den Aufwand beim Lösen von Aufgaben durch Hinweise und Feedback
vereinfachen können, wurde sich dafür entscheiden, die Aufgabenlisten kommentier-
bar zu gestalten. Um die abgegebenen Kommentare effektiv verwalten zu können,
wird sich an einem weiteren Prinzip von GTD orientiert: die so genannte Terminver-
waltung mit Terminmappen. Für diese spezielle Terminverwaltung, welche es gestattet
„Vermerke für Dinge anzulegen, die Sie sehen oder sich in Erinnerung rufen wollen – nicht
jetzt, sondern in Zukunft“, wird laut Allen folgendes benötigt:
„Dazu benötigen Sie 43 Einstellmappen – für jeden Tag des Monats eine mit der
entsprechenden Ziffer, dazu für jeden Monat eine mit dem jeweiligen Monatsna-
me.“
Die Idee hinter den vielen Ordner ist, dass immer alle Aufgaben, Termine oder sonsti-
ge Referenzen, welche zu einem späteren Zeitpunkt benötigt werden, in einem speziel-
len Ordner abgelegt werden. Dabei werden die Ressourcen jeweils in den Ordner ein-
sortiert, der den Zeitpunkt repräsentiert, an dem sie benötigt werden. Liegt dieser
Zeitpunkt noch innerhalb des aktuellen Monats, so werden die Ressourcen –je nach-
dem an welchem Datum – in einen der Ordner mit den Ziffern 1 bis 31 abgelegt. Wird
eine Ressource erst in einem späteren Monat relevant, so wird diese in dem entspre-
chenden Monatsordner abgelegt. Am Anfang des entsprechenden Monats werden die
gesammelten Ressourcen dann ebenfalls auf die Ordner 1 bis 31 verteilt.
Werden stets alle Aufgaben, Termine und sonstige Referenzen nach diesem Prinzip
kategorisiert, erhält man täglich die relevanten Informationen und Ressourcen, indem
man in den aktuellen Ordner schaut. Um diesen Vorteil – bloß jene Informationen an-
gezeigt zu bekommen, welche gerade relevant sind – bei To-do-Listen nutzen zu kön-
43
Zur Unterstützung der Studenten und Betreuer sollen deshalb alle für universitäre
Projekte notwendigen Aufgaben übersichtlich in To-do-Listen vermerkt werden. Bei
der Erfassung aller notwendigen Aufgaben eines Projektes empfiehlt David Allen, die
Aufgaben auf einer Liste, auf der „ähnliche Positionen in überschaubarer Weise zusammen-
gefasst sind“, zu notieren. Da in den vorgestellten universitären Projekten bereits feste
Abläufe gefunden und anhand von Aufgabenleisten aus ähnlichen Aufgaben – die das
Erreichen eines gemeinsames Zwischenziel anstreben – abgebildet wurden, wird von
dem Anlegen einer großen Projektliste abgesehen. Stattdessen sollen viele kleine Teillis-
ten, welche jeweils Aufgaben mit einem gemeinsamen Zwischenziel beinhalten, erstellt
werden. Um diese untereinander unterscheiden zu können, muss eine Möglichkeit
bestehen, den Zweck dieser Listen anzugeben.
Damit Andere den Aufwand beim Lösen von Aufgaben durch Hinweise und Feedback
vereinfachen können, wurde sich dafür entscheiden, die Aufgabenlisten kommentier-
bar zu gestalten. Um die abgegebenen Kommentare effektiv verwalten zu können,
wird sich an einem weiteren Prinzip von GTD orientiert: die so genannte Terminver-
waltung mit Terminmappen. Für diese spezielle Terminverwaltung, welche es gestattet
„Vermerke für Dinge anzulegen, die Sie sehen oder sich in Erinnerung rufen wollen – nicht
jetzt, sondern in Zukunft“, wird laut Allen folgendes benötigt:
„Dazu benötigen Sie 43 Einstellmappen – für jeden Tag des Monats eine mit der
entsprechenden Ziffer, dazu für jeden Monat eine mit dem jeweiligen Monatsna-
me.“
Die Idee hinter den vielen Ordner ist, dass immer alle Aufgaben, Termine oder sonsti-
ge Referenzen, welche zu einem späteren Zeitpunkt benötigt werden, in einem speziel-
len Ordner abgelegt werden. Dabei werden die Ressourcen jeweils in den Ordner ein-
sortiert, der den Zeitpunkt repräsentiert, an dem sie benötigt werden. Liegt dieser
Zeitpunkt noch innerhalb des aktuellen Monats, so werden die Ressourcen –je nach-
dem an welchem Datum – in einen der Ordner mit den Ziffern 1 bis 31 abgelegt. Wird
eine Ressource erst in einem späteren Monat relevant, so wird diese in dem entspre-
chenden Monatsordner abgelegt. Am Anfang des entsprechenden Monats werden die
gesammelten Ressourcen dann ebenfalls auf die Ordner 1 bis 31 verteilt.
Werden stets alle Aufgaben, Termine und sonstige Referenzen nach diesem Prinzip
kategorisiert, erhält man täglich die relevanten Informationen und Ressourcen, indem
man in den aktuellen Ordner schaut. Um diesen Vorteil – bloß jene Informationen an-
gezeigt zu bekommen, welche gerade relevant sind – bei To-do-Listen nutzen zu kön-
Page 60
3 LÖSUNGSKONZEPT
46
To-do-Liste dargestellt. Diesmal werden allerdings zwei Kommentare einer Aufgabe
angezeigt. Diese sollen sich entweder über Hide Comments aufgabenweise oder global
über Hide all Comments wieder ausblenden lassen.
Abbildung 3.4: Wireframe einer To-do-Liste mit einer kommentierten Aufgabe
Nachdem das Konzept der kommentierbaren To-do-Liste erörtert wurde, wird im an-
schließenden Abschnitt die Plattform Goal1 vorgestellt, in deren Rahmen die Work-
flows aus den hier entworfenen To-do-Listen realisiert werden soll.
3.3 Die Workflow-Implementierungsplattform Goal1
Goal1 ist ein Web-basiertes, Community-gestütztes Workflowmanagementsys-
tem (WfMS), welches als ASP.NET MVC Anwendung in der Sprache C# implementiert
ist [43]. Mit Hilfe dieses WfMS lassen sich Workflows aller Art abbilden, wobei Work-
46
To-do-Liste dargestellt. Diesmal werden allerdings zwei Kommentare einer Aufgabe
angezeigt. Diese sollen sich entweder über Hide Comments aufgabenweise oder global
über Hide all Comments wieder ausblenden lassen.
Abbildung 3.4: Wireframe einer To-do-Liste mit einer kommentierten Aufgabe
Nachdem das Konzept der kommentierbaren To-do-Liste erörtert wurde, wird im an-
schließenden Abschnitt die Plattform Goal1 vorgestellt, in deren Rahmen die Work-
flows aus den hier entworfenen To-do-Listen realisiert werden soll.
3.3 Die Workflow-Implementierungsplattform Goal1
Goal1 ist ein Web-basiertes, Community-gestütztes Workflowmanagementsys-
tem (WfMS), welches als ASP.NET MVC Anwendung in der Sprache C# implementiert
ist [43]. Mit Hilfe dieses WfMS lassen sich Workflows aller Art abbilden, wobei Work-
Page 63
3.3 DIE WORKFLOW-IMPLEMENTIERUNGSPLATTFORM GOAL1
49
Um das WfMS Goal1 als Unterstützungssystem im Betreuungsprozess von universitä-
ren Projekten einsetzen zu können, muss die Plattform noch um folgende Aspekte er-
weitert beziehungsweise angepasst werden:
Erweiterung um dynamisch modifizierbare und kommentierbare To-do-Listen
Workpackages, als eine Möglichkeit, die Weisheit der Masse zu nutzen.
Anpassung des Freigabesystems, damit es jedem Benutzer gestattet ist, Kom-
mentare zu verfassen.
Erweiterung um die spezifizierten Workflows, um universitäre Projekte durch-
führen zu können.
Im Folgenden Kapitel wird erläutert, wie das vorgestellte Konzept realisiert wurde.
Dazu werden die für die dargelegten Anforderungen nötigen Anpassungen und Er-
weiterungen der Plattform Goal1 beschrieben.
49
Um das WfMS Goal1 als Unterstützungssystem im Betreuungsprozess von universitä-
ren Projekten einsetzen zu können, muss die Plattform noch um folgende Aspekte er-
weitert beziehungsweise angepasst werden:
Erweiterung um dynamisch modifizierbare und kommentierbare To-do-Listen
Workpackages, als eine Möglichkeit, die Weisheit der Masse zu nutzen.
Anpassung des Freigabesystems, damit es jedem Benutzer gestattet ist, Kom-
mentare zu verfassen.
Erweiterung um die spezifizierten Workflows, um universitäre Projekte durch-
führen zu können.
Im Folgenden Kapitel wird erläutert, wie das vorgestellte Konzept realisiert wurde.
Dazu werden die für die dargelegten Anforderungen nötigen Anpassungen und Er-
weiterungen der Plattform Goal1 beschrieben.
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Page 66
4 REALISIERUNG
52
4.1.1 To-do-Listen Workpackages
Die Plattform Goal1 gestattet es, via XML-Dateien eigene Workpackages zu definieren.
Dafür müssen innerhalb der Dateien die gewünschten Datenstrukturen, welche die
Workpackages repräsentieren, in XML [48] beschrieben werden.
Nach den im Abschnitt 3.2 des Lösungskonzeptes aufgestellten Anforderungen für
kommentierbare To-do-Listen sollte eine Aufgabenliste wie folgt aufgebaut sein. Man
muss über ein Label den Zweck oder das Ziel der To-do-Liste angeben können. Des
Weiteren müssen beliebig viele Aufgaben abgebildet werden können. Die Aufgaben
selbst bestehen ebenfalls aus mehreren Angaben, welche strukturiert dargestellt wer-
den müssen. Um möglichst benutzerfreundlich zu sein und ein effektives Arbeiten zu
ermöglichen, wurde die Möglichkeit berücksichtigt, später eventuell Aufgaben von
Toodledo zu importieren oder bereits angelegte Aufgaben nach Toodledo exportieren
zu können (vgl. Abschnitt 2.2 „Online To-do-Listen“). Um die Wiederverwendung der
angelegten Daten so bequem wie möglich zu gestalten, wurde daher die XML-Struktur
der Aufgaben von Toodledo verwendet und um die eigenen Bedürfnisse erweitert. So
besteht eine Aufgabe aus einem internen Bezeichner, den von Toodledo übernommen
Angaben wie Titel und Startdatum sowie einem Kommentarcontainer, welcher alle Kom-
mentare – bestehend aus Autor und Kommentartext – der Aufgabe beinhaltet. Um die
Produktivität bei der Bearbeitung der Aufgaben noch weiter zu steigern, wird zusätz-
lich pro Aufgabe gespeichert, ob die Kommentare beim letzten Betrachten der Aufga-
benliste angezeigt wurden. Muss ein Benutzer die Bearbeitung einer To-do-Liste un-
terbrechen und kann diese erst später wieder aufnehmen, wird ihm damit die gleiche
Ansicht wie vor der Unterbrechung präsentiert. So ist der Nutzer in der Lage die Ar-
beit sofort an der unterbrochenen Stelle fortzusetzen.
Listing 4.1 stellt die entwickelte XML-Struktur anhand der Aufgabenliste „Kolloquium“
dar. Darin ist zu erkennen, dass diese lediglich aus einer Aufgabe mit dem Titel „Arbeit
öffentlich verteidigen“ besteht. Außerdem lässt sich ablesen, dass die Aufgabe noch nicht
abgeschlossen wurde und ein Kommentar vom Benutzer Student02 enthält. Da ein
Austausch von Aufgaben mit Toodledo berücksichtigt wurde, werden nicht alle in der
XML-Struktur angegeben Daten benötigt und dem Benutzer angezeigt. Auch wenn
nicht aller Daten im vorliegenden Szenario bedarf, pflegt das System dennoch die zu-
sätzlichen Angaben – beispielsweise den Erstellungszeitpunkt einer Aufgabe – um den
größten Nutzen aus der Interoperabilität mit Toodledo ziehen zu können.
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4.1.1 To-do-Listen Workpackages
Die Plattform Goal1 gestattet es, via XML-Dateien eigene Workpackages zu definieren.
Dafür müssen innerhalb der Dateien die gewünschten Datenstrukturen, welche die
Workpackages repräsentieren, in XML [48] beschrieben werden.
Nach den im Abschnitt 3.2 des Lösungskonzeptes aufgestellten Anforderungen für
kommentierbare To-do-Listen sollte eine Aufgabenliste wie folgt aufgebaut sein. Man
muss über ein Label den Zweck oder das Ziel der To-do-Liste angeben können. Des
Weiteren müssen beliebig viele Aufgaben abgebildet werden können. Die Aufgaben
selbst bestehen ebenfalls aus mehreren Angaben, welche strukturiert dargestellt wer-
den müssen. Um möglichst benutzerfreundlich zu sein und ein effektives Arbeiten zu
ermöglichen, wurde die Möglichkeit berücksichtigt, später eventuell Aufgaben von
Toodledo zu importieren oder bereits angelegte Aufgaben nach Toodledo exportieren
zu können (vgl. Abschnitt 2.2 „Online To-do-Listen“). Um die Wiederverwendung der
angelegten Daten so bequem wie möglich zu gestalten, wurde daher die XML-Struktur
der Aufgaben von Toodledo verwendet und um die eigenen Bedürfnisse erweitert. So
besteht eine Aufgabe aus einem internen Bezeichner, den von Toodledo übernommen
Angaben wie Titel und Startdatum sowie einem Kommentarcontainer, welcher alle Kom-
mentare – bestehend aus Autor und Kommentartext – der Aufgabe beinhaltet. Um die
Produktivität bei der Bearbeitung der Aufgaben noch weiter zu steigern, wird zusätz-
lich pro Aufgabe gespeichert, ob die Kommentare beim letzten Betrachten der Aufga-
benliste angezeigt wurden. Muss ein Benutzer die Bearbeitung einer To-do-Liste un-
terbrechen und kann diese erst später wieder aufnehmen, wird ihm damit die gleiche
Ansicht wie vor der Unterbrechung präsentiert. So ist der Nutzer in der Lage die Ar-
beit sofort an der unterbrochenen Stelle fortzusetzen.
Listing 4.1 stellt die entwickelte XML-Struktur anhand der Aufgabenliste „Kolloquium“
dar. Darin ist zu erkennen, dass diese lediglich aus einer Aufgabe mit dem Titel „Arbeit
öffentlich verteidigen“ besteht. Außerdem lässt sich ablesen, dass die Aufgabe noch nicht
abgeschlossen wurde und ein Kommentar vom Benutzer Student02 enthält. Da ein
Austausch von Aufgaben mit Toodledo berücksichtigt wurde, werden nicht alle in der
XML-Struktur angegeben Daten benötigt und dem Benutzer angezeigt. Auch wenn
nicht aller Daten im vorliegenden Szenario bedarf, pflegt das System dennoch die zu-
sätzlichen Angaben – beispielsweise den Erstellungszeitpunkt einer Aufgabe – um den
größten Nutzen aus der Interoperabilität mit Toodledo ziehen zu können.
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4.1 ERWEITERUNG DER IMPLEMENTIERUNGSPLATTFORM GOAL1
55
zer, welche sich in einer Rolle mit Lese-Recht befinden, das Betrachten des Inhalts ei-
nes Workpackages erlaubt ist und Nutzer, die einer Rolle mit dem Recht „Ausführen“
zugeordnet sind, die Ausführung und Modifizierung dieses Inhaltes gestattet ist.
Wurde einem Workpackage keine explizite Rolle zu gewiesen, so bekommt es automa-
tisch die spezielle, von der Plattform definierte Rolle „everyone“ (Deutsch „jeder-
mann“), welche die gesamte Community repräsentiert, zugeteilt. Dieser speziellen Rolle
kann ebenfalls entweder das Recht „Lesen“ oder „Ausführen“ zugeteilt werden. Damit
kann der gesamten Community, das Recht ein Workpackage anzusehen oder auszu-
führen, übertragen werden. Um die einfache Kollaboration zwischen Nutzern zu un-
terstützen, besitzt die Rolle „everyone“ standardmäßig das Recht „Ausführen“. Ver-
sucht ein Nutzer ein Workpackage zu öffnen, welchem bestimmte Rollen zugeteilt
wurden denen der Benutzer nicht angehört, so wird der Zugang verwehrt. Sollte ein
Benutzer, welcher bloß Lese-Rechte besitzt, etwas modifizieren und versuchen diese
Änderungen zu speichern, werden automatisch alle getätigten Veränderungen verwor-
fen.
Im Fall der im vorherigen Abschnitt entwickelten To-do-Listen Workpackages sollte
jeder Benutzer der Community in der Lage sein, Aufgaben kommentieren zu können.
Dafür ist es notwendig, dass jeder die To-do-Liste öffnen und betrachten kann. Deshalb
müssen alle To-do-Listen Workpackages prinzipiell freigegeben werden. Damit wird
das Recht „Lesen“ für To-do-Listen Workpackages überflüssig, da jeder implizit das
Lese-Recht besitzt. Daraus ergibt sich die folgende Neuerung: Es dürfen nicht mehr
alle vorgenommen Modifizierungen von Benutzern, welche bloß Lese-Rechte besitzen,
verworfen werden, da eventuell angelegte, gelöschte und aktualisierte Kommentare
auch von Nutzern übernommen werden sollen, die den eigentlichen Work-
package-Inhalt nur betrachten dürfen.
Um den Anforderungen der kommentierbaren To-do-Listen zu genügen, wurde die
Plattform wie folgt angepasst. Wenn ein Workpackage über das Web-Interface ange-
fragt wird, prüft die Plattform nun, ob es sich dabei um eine To-do-Liste handelt. Ist
dies der Fall, werden die Daten ohne eine weitere Überprüfung der Rechte des anfra-
genden Nutzers ausgeliefert. Nimmt der Benutzer nun Veränderungen innerhalb der
To-do-Liste vor und versucht diese zu speichern, wird überprüft, ob der Nutzer einer
Rolle angehört, welche dem Workpackage zugeordnet sind. Besitzt der Nutzer eine der
geforderten Rollen mit Ausführungs-Rechten, so werden die Änderungen übernom-
men. Sollte der Nutzer keiner der definierten Rollen angehören – oder bloß einer Rolle
mit Lese-Recht zugeordnet sein – werden nun, im Gegensatz zu den anderen Work-
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zer, welche sich in einer Rolle mit Lese-Recht befinden, das Betrachten des Inhalts ei-
nes Workpackages erlaubt ist und Nutzer, die einer Rolle mit dem Recht „Ausführen“
zugeordnet sind, die Ausführung und Modifizierung dieses Inhaltes gestattet ist.
Wurde einem Workpackage keine explizite Rolle zu gewiesen, so bekommt es automa-
tisch die spezielle, von der Plattform definierte Rolle „everyone“ (Deutsch „jeder-
mann“), welche die gesamte Community repräsentiert, zugeteilt. Dieser speziellen Rolle
kann ebenfalls entweder das Recht „Lesen“ oder „Ausführen“ zugeteilt werden. Damit
kann der gesamten Community, das Recht ein Workpackage anzusehen oder auszu-
führen, übertragen werden. Um die einfache Kollaboration zwischen Nutzern zu un-
terstützen, besitzt die Rolle „everyone“ standardmäßig das Recht „Ausführen“. Ver-
sucht ein Nutzer ein Workpackage zu öffnen, welchem bestimmte Rollen zugeteilt
wurden denen der Benutzer nicht angehört, so wird der Zugang verwehrt. Sollte ein
Benutzer, welcher bloß Lese-Rechte besitzt, etwas modifizieren und versuchen diese
Änderungen zu speichern, werden automatisch alle getätigten Veränderungen verwor-
fen.
Im Fall der im vorherigen Abschnitt entwickelten To-do-Listen Workpackages sollte
jeder Benutzer der Community in der Lage sein, Aufgaben kommentieren zu können.
Dafür ist es notwendig, dass jeder die To-do-Liste öffnen und betrachten kann. Deshalb
müssen alle To-do-Listen Workpackages prinzipiell freigegeben werden. Damit wird
das Recht „Lesen“ für To-do-Listen Workpackages überflüssig, da jeder implizit das
Lese-Recht besitzt. Daraus ergibt sich die folgende Neuerung: Es dürfen nicht mehr
alle vorgenommen Modifizierungen von Benutzern, welche bloß Lese-Rechte besitzen,
verworfen werden, da eventuell angelegte, gelöschte und aktualisierte Kommentare
auch von Nutzern übernommen werden sollen, die den eigentlichen Work-
package-Inhalt nur betrachten dürfen.
Um den Anforderungen der kommentierbaren To-do-Listen zu genügen, wurde die
Plattform wie folgt angepasst. Wenn ein Workpackage über das Web-Interface ange-
fragt wird, prüft die Plattform nun, ob es sich dabei um eine To-do-Liste handelt. Ist
dies der Fall, werden die Daten ohne eine weitere Überprüfung der Rechte des anfra-
genden Nutzers ausgeliefert. Nimmt der Benutzer nun Veränderungen innerhalb der
To-do-Liste vor und versucht diese zu speichern, wird überprüft, ob der Nutzer einer
Rolle angehört, welche dem Workpackage zugeordnet sind. Besitzt der Nutzer eine der
geforderten Rollen mit Ausführungs-Rechten, so werden die Änderungen übernom-
men. Sollte der Nutzer keiner der definierten Rollen angehören – oder bloß einer Rolle
mit Lese-Recht zugeordnet sein – werden nun, im Gegensatz zu den anderen Work-
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4.1 ERWEITERUNG DER IMPLEMENTIERUNGSPLATTFORM GOAL1
59
Listing 4.2: XML-Darstellung des Projektes „Professur beitreten“
<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<project>
<structure>
<level id="Level_1"><choice ends="Level_1" width="1" left="1"><wp
id="http://example.com/Professur VSR/Templates/Professur beitreten/
To-Do-List/dgsbae12b80-dd96-413f-9524-57b5ebd26dbe" roles="|everyone|"
linkDisplayName="Professur kennen lernen">Yellow</wp></choice></level>
<level id="Level_2"><choice ends="Level_2" width="1" left="1"><wp
id="http://example.com/Professur VSR/Templates/Professur beitreten/
To-Do-List/dgs99e88739-9bb8-49e5-a6a0-21df212ea753" roles="|Student|"
linkDisplayName="Beratungsgespräch">Red</wp></choice></level>
<level id="Level_3"><choice ends="Level_3" width="1" left="1"><wp
id="http://example.com/Professur VSR/Templates/Professur beitreten/
To-Do-List/dgs26d2f59f-e460-43d6-93d0-aba82911e18c" roles="|everyone|"
linkDisplayName="Team kennen lernen">Red</wp></choice></level>
<level id="Level_4">
<choice ends="Level_5" width="1" left="1"><wp id="http://example.com/
Professur VSR/Templates/Professur beitreten/To-Do-List/dgsc61d9f39-
599a-48a3-a125-69458bbb5d23" roles="|Student|" linkDisplayName=
"interne Benutzerkonten freischalten lassen">Red</wp></choice>
<choice ends="Level_4" width="1" left="2"><wp id="http://example.com/
Professur VSR/Templates/Professur beitreten/To-Do-List/dgsd81fdd14-
0b21-42e5-bae1-dc4f08d6634e" roles="|everyone|" linkDisplayName=
"Konten bei externen Webanwendungen anlegen">Red</wp></choice>
<choice ends="Level_4" width="1" left="3"><wp id="http://example.com/
Professur VSR/Templates/Professur beitreten/To-Do-List/dgs3ef82d39-
c0f9-4574-931a-3d201a6ac5ba" roles="|everyone|" linkDisplayName=
"Entwicklungsumgebung einreichten">Red</wp></choice>
</level>
<level id="Level_5"><choice ends="Level_5" width="1" left="2"><wp
id="http://example.com/Professur VSR/Templates/Professur beitreten/
To-Do-List/dgs7fc26f76-3223-4494-b311-556a4df8328a" roles="|everyone|"
linkDisplayName="mit Scrum auseinandersetzen">Red</wp></choice></level>
</structure>
<users>
<admin ID="Betreuer01" />
<user ID="Student01" />
</users>
<roles>
<role id="Betreuer" rights="execute"><user>Betreuer01</user></role>
<role id="Student" rights="execute"><user>Student01</user></role>
<role id="everyone" rights="execute"></role>
</roles>
<timeSpan>
<startDate>2010-12-01</startDate>
<endDate>2010-12-01</endDate>
</timeSpan>
<visibility>All</visibility>
</project>
59
Listing 4.2: XML-Darstellung des Projektes „Professur beitreten“
<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<project>
<structure>
<level id="Level_1"><choice ends="Level_1" width="1" left="1"><wp
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To-Do-List/dgsbae12b80-dd96-413f-9524-57b5ebd26dbe" roles="|everyone|"
linkDisplayName="Professur kennen lernen">Yellow</wp></choice></level>
<level id="Level_2"><choice ends="Level_2" width="1" left="1"><wp
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To-Do-List/dgs99e88739-9bb8-49e5-a6a0-21df212ea753" roles="|Student|"
linkDisplayName="Beratungsgespräch">Red</wp></choice></level>
<level id="Level_3"><choice ends="Level_3" width="1" left="1"><wp
id="http://example.com/Professur VSR/Templates/Professur beitreten/
To-Do-List/dgs26d2f59f-e460-43d6-93d0-aba82911e18c" roles="|everyone|"
linkDisplayName="Team kennen lernen">Red</wp></choice></level>
<level id="Level_4">
<choice ends="Level_5" width="1" left="1"><wp id="http://example.com/
Professur VSR/Templates/Professur beitreten/To-Do-List/dgsc61d9f39-
599a-48a3-a125-69458bbb5d23" roles="|Student|" linkDisplayName=
"interne Benutzerkonten freischalten lassen">Red</wp></choice>
<choice ends="Level_4" width="1" left="2"><wp id="http://example.com/
Professur VSR/Templates/Professur beitreten/To-Do-List/dgsd81fdd14-
0b21-42e5-bae1-dc4f08d6634e" roles="|everyone|" linkDisplayName=
"Konten bei externen Webanwendungen anlegen">Red</wp></choice>
<choice ends="Level_4" width="1" left="3"><wp id="http://example.com/
Professur VSR/Templates/Professur beitreten/To-Do-List/dgs3ef82d39-
c0f9-4574-931a-3d201a6ac5ba" roles="|everyone|" linkDisplayName=
"Entwicklungsumgebung einreichten">Red</wp></choice>
</level>
<level id="Level_5"><choice ends="Level_5" width="1" left="2"><wp
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To-Do-List/dgs7fc26f76-3223-4494-b311-556a4df8328a" roles="|everyone|"
linkDisplayName="mit Scrum auseinandersetzen">Red</wp></choice></level>
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<users>
<admin ID="Betreuer01" />
<user ID="Student01" />
</users>
<roles>
<role id="Betreuer" rights="execute"><user>Betreuer01</user></role>
<role id="Student" rights="execute"><user>Student01</user></role>
<role id="everyone" rights="execute"></role>
</roles>
<timeSpan>
<startDate>2010-12-01</startDate>
<endDate>2010-12-01</endDate>
</timeSpan>
<visibility>All</visibility>
</project>
Page 75
4.2 EINSATZ UND KONFIGURATION DES DATA GRID SERVICES
61
Listing 4.3: DGS XML-Schema für kommentierbare To-do-Listen
</xs:element>
<xs:complexType name="modelType">
<xs:sequence>
<xs:element name="label" type="xs:string" minOccurs="1"
maxOccurs="1" />
<xs:element name="task" type="taskType" minOccurs="0"
maxOccurs="unbounded" />
</xs:sequence>
</xs:complexType>
<xs:complexType name="taskType">
<xs:sequence>
<xs:element name="id" type="xs:string" />
<xs:element name="parent" type="xs:string" />
<xs:element name="title" type="xs:string" />
<xs:element name="tag" type="xs:string" />
<xs:element name="folder" type="xs:string" />
<xs:element name="context" type="xs:string" />
<xs:element name="goal" type="xs:string" />
<xs:element name="startdate" type="xs:date" />
<xs:element name="starttime" type="xs:time" />
<xs:element name="duedate" type="xs:date" />
<xs:element name="duedatemodifier" type="xs:string" />
<xs:element name="duetime" type="xs:time" />
<xs:element name="completed" type="xs:date" />
<xs:element name="repeat" type="xs:string" />
<xs:element name="priority" type="xs:string" />
<xs:element name="length" type="xs:string" />
<xs:element name="timer" type="xs:string" />
<xs:element name="status" type="xs:string" />
<xs:element name="star" type="xs:nonNegativeInteger" />
<xs:element name="note" type="xs:string" />
<xs:element name="isCompleted" type="xs:boolean" />
<xs:element name="showComments" type="xs:boolean" />
<xs:element name="comments" type="commentContainerType"
minOccurs="1" maxOccurs="1" />
</xs:sequence>
</xs:complexType>
<xs:complexType name="commentContainerType">
<xs:sequence>
<xs:element name="comment" type="commentType" minOccurs="0"
maxOccurs="unbounded" />
</xs:sequence>
</xs:complexType>
<xs:complexType name="commentType">
<xs:sequence>
<xs:element name="author" type="xs:string" />
<xs:element name="text" type="xs:string" />
</xs:sequence>
</xs:complexType>
</xs:schema>
61
Listing 4.3: DGS XML-Schema für kommentierbare To-do-Listen
</xs:element>
<xs:complexType name="modelType">
<xs:sequence>
<xs:element name="label" type="xs:string" minOccurs="1"
maxOccurs="1" />
<xs:element name="task" type="taskType" minOccurs="0"
maxOccurs="unbounded" />
</xs:sequence>
</xs:complexType>
<xs:complexType name="taskType">
<xs:sequence>
<xs:element name="id" type="xs:string" />
<xs:element name="parent" type="xs:string" />
<xs:element name="title" type="xs:string" />
<xs:element name="tag" type="xs:string" />
<xs:element name="folder" type="xs:string" />
<xs:element name="context" type="xs:string" />
<xs:element name="goal" type="xs:string" />
<xs:element name="startdate" type="xs:date" />
<xs:element name="starttime" type="xs:time" />
<xs:element name="duedate" type="xs:date" />
<xs:element name="duedatemodifier" type="xs:string" />
<xs:element name="duetime" type="xs:time" />
<xs:element name="completed" type="xs:date" />
<xs:element name="repeat" type="xs:string" />
<xs:element name="priority" type="xs:string" />
<xs:element name="length" type="xs:string" />
<xs:element name="timer" type="xs:string" />
<xs:element name="status" type="xs:string" />
<xs:element name="star" type="xs:nonNegativeInteger" />
<xs:element name="note" type="xs:string" />
<xs:element name="isCompleted" type="xs:boolean" />
<xs:element name="showComments" type="xs:boolean" />
<xs:element name="comments" type="commentContainerType"
minOccurs="1" maxOccurs="1" />
</xs:sequence>
</xs:complexType>
<xs:complexType name="commentContainerType">
<xs:sequence>
<xs:element name="comment" type="commentType" minOccurs="0"
maxOccurs="unbounded" />
</xs:sequence>
</xs:complexType>
<xs:complexType name="commentType">
<xs:sequence>
<xs:element name="author" type="xs:string" />
<xs:element name="text" type="xs:string" />
</xs:sequence>
</xs:complexType>
</xs:schema>
Page 79
4.3 VERWENDUNG UND ERWEITERUNG DES DATA GRID SERVICE LIST MANAGERS
65
Beim Erstellen der Rendermap durch das Analysieren einer gegebenen XSD ermittelt
der DGSLM zusätzlich, welche Elemente später dynamisch hinzugefügt und gelöscht
werden können. Dies ist bei allen XML-Elementen der Fall, welche im Schema den
komplexen XSD Typ „sequenz“ besitzen. Beim Überführen dieser Elemente in HTML
liefert der List Manager zusätzliche Schaltflächen zum Hinzufügen und Löschen mit
aus. Bei Betätigung dieser Schaltflächen wird eine AJAX-Anfrage ausgelöst, welche der
DGSLM bearbeitet.
In Anhang D ist die vom DGSLM aus dem XML-Schema für To-do-Listen erstellte
Rendermap für To-do-Listen Workpackages hinterlegt, welche um die selbstdefinier-
ten Datentypen ergänzt wurde.
Nachdem die Realisierung des erarbeiteten Lösungskonzeptes vorgestellt wurde, soll
im folgenden Kapitel die entwickelte Lösung anhand der zu Beginn dieser Arbeit vor-
gestellten Anfangsszenarien bewertet werden.
65
Beim Erstellen der Rendermap durch das Analysieren einer gegebenen XSD ermittelt
der DGSLM zusätzlich, welche Elemente später dynamisch hinzugefügt und gelöscht
werden können. Dies ist bei allen XML-Elementen der Fall, welche im Schema den
komplexen XSD Typ „sequenz“ besitzen. Beim Überführen dieser Elemente in HTML
liefert der List Manager zusätzliche Schaltflächen zum Hinzufügen und Löschen mit
aus. Bei Betätigung dieser Schaltflächen wird eine AJAX-Anfrage ausgelöst, welche der
DGSLM bearbeitet.
In Anhang D ist die vom DGSLM aus dem XML-Schema für To-do-Listen erstellte
Rendermap für To-do-Listen Workpackages hinterlegt, welche um die selbstdefinier-
ten Datentypen ergänzt wurde.
Nachdem die Realisierung des erarbeiteten Lösungskonzeptes vorgestellt wurde, soll
im folgenden Kapitel die entwickelte Lösung anhand der zu Beginn dieser Arbeit vor-
gestellten Anfangsszenarien bewertet werden.
Page 80
Page 85
5.2 BEWERTUNG
71
munity die Abläufe, durch das Nutzen der Weisheit der Masse, weiter optimieren.
Darüber hinaus könnte die Community sogar komplett neue Workflows für andere
universitäre Projekte entwickeln und zur Verfügung stellen. Somit wäre – abgesehen
von der Überprüfung der Korrektheit der Workflows – gar kein Personalaufwand zur
Erstellung der Inhalte mehr notwendig.
Zusammenfassend ergibt sich, dass sich Studenten – mittels Web2.0-gestützten To-do-
Listen – durch die klaren Informationen und Vorgaben, durch das Wegfallen der akti-
ven Berichterstattung an den Betreuer und durch die potentielle Unterstützung der
Community, auf das wesentliche – das Anfertigen der Abschlussarbeit – konzentrieren
können. Der Betreuer hingegen erhält dadurch mit weniger Aufwand mehr Übersicht
über die laufenden Projekte und kann durch direktes, für alle transparentes, Feedback
effektiver betreuen.
5.2 Bewertung
Nachdem der Ablauf von universitären Projekten mit der Unterstützung durch Work-
flows aus kommentierbaren To-do-Listen vorgestellte wurde, folgt nun – anhand der
in Kapitel 2 aufgestellten Kriterien an ein, für den Betreuungsprozess geeignetes Un-
terstützungssystem – die Bewertung dieser Lösung.
Um den Studierenden einen strukturierten Ablaufplan, welcher alle Aufgaben beinhal-
tet, anbieten zu können, existieren verschiedene Möglichkeiten die notwendigen Auf-
gaben zu organisieren. Sämtliche Aufgaben, welche logisch zusammen gehören – da sie
einander ähnlich sind oder sie zur Erreichung eines gemeinsamen Zwischenziels not-
wendig sind – können in Aufgabenlisten gruppiert werden. Innerhalb dieser To-do-
Listen können die Aufgaben in einer beliebigen Reihenfolge gelöst werden. Um eine
Aufgabenliste zu beenden, ist es nur von Bedeutung, dass alle enthaltenen Aufgaben
erledigt wurden. Im Gegensatz dazu lassen sich die To-do-Listen selbst untereinander
Strukturieren, um zeitliche Abhängigkeiten und Nebenläufigkeit abbilden zu können.
So lassen sich komplexe Projekte, welche aus verschiedenen, untereinander abhängi-
gen Aufgabenlisten bestehen, modellieren. Um die Studenten bei der Zeitplanung zu
unterstützen, lässt sich ein Projekt mit einem Start- und Enddatum versehen. Auf den
Weg, für jede einzelne Aufgabe oder Aufgabenliste eine Bearbeitungsfrist anzugeben,
wurde zugunsten der einfacheren Konfigurierbarkeit und besseren Übersicht verzich-
tet. Es besteht allerdings die Möglichkeit, Meilensteine mit einem Fälligkeitsdatum, bis
71
munity die Abläufe, durch das Nutzen der Weisheit der Masse, weiter optimieren.
Darüber hinaus könnte die Community sogar komplett neue Workflows für andere
universitäre Projekte entwickeln und zur Verfügung stellen. Somit wäre – abgesehen
von der Überprüfung der Korrektheit der Workflows – gar kein Personalaufwand zur
Erstellung der Inhalte mehr notwendig.
Zusammenfassend ergibt sich, dass sich Studenten – mittels Web2.0-gestützten To-do-
Listen – durch die klaren Informationen und Vorgaben, durch das Wegfallen der akti-
ven Berichterstattung an den Betreuer und durch die potentielle Unterstützung der
Community, auf das wesentliche – das Anfertigen der Abschlussarbeit – konzentrieren
können. Der Betreuer hingegen erhält dadurch mit weniger Aufwand mehr Übersicht
über die laufenden Projekte und kann durch direktes, für alle transparentes, Feedback
effektiver betreuen.
5.2 Bewertung
Nachdem der Ablauf von universitären Projekten mit der Unterstützung durch Work-
flows aus kommentierbaren To-do-Listen vorgestellte wurde, folgt nun – anhand der
in Kapitel 2 aufgestellten Kriterien an ein, für den Betreuungsprozess geeignetes Un-
terstützungssystem – die Bewertung dieser Lösung.
Um den Studierenden einen strukturierten Ablaufplan, welcher alle Aufgaben beinhal-
tet, anbieten zu können, existieren verschiedene Möglichkeiten die notwendigen Auf-
gaben zu organisieren. Sämtliche Aufgaben, welche logisch zusammen gehören – da sie
einander ähnlich sind oder sie zur Erreichung eines gemeinsamen Zwischenziels not-
wendig sind – können in Aufgabenlisten gruppiert werden. Innerhalb dieser To-do-
Listen können die Aufgaben in einer beliebigen Reihenfolge gelöst werden. Um eine
Aufgabenliste zu beenden, ist es nur von Bedeutung, dass alle enthaltenen Aufgaben
erledigt wurden. Im Gegensatz dazu lassen sich die To-do-Listen selbst untereinander
Strukturieren, um zeitliche Abhängigkeiten und Nebenläufigkeit abbilden zu können.
So lassen sich komplexe Projekte, welche aus verschiedenen, untereinander abhängi-
gen Aufgabenlisten bestehen, modellieren. Um die Studenten bei der Zeitplanung zu
unterstützen, lässt sich ein Projekt mit einem Start- und Enddatum versehen. Auf den
Weg, für jede einzelne Aufgabe oder Aufgabenliste eine Bearbeitungsfrist anzugeben,
wurde zugunsten der einfacheren Konfigurierbarkeit und besseren Übersicht verzich-
tet. Es besteht allerdings die Möglichkeit, Meilensteine mit einem Fälligkeitsdatum, bis
Page 88
5 EVALUATION
74
In Abbildung 5.3 ist das Dashboard eines Betreuers, der die Abschlussarbeiten „Diplo-
marbeit Linked Data“, „Masterarbeit Dezentrale Autorisierung“ und „Diplomarbeit FOAF“
betreut, dargestellt. Die beiden Arbeiten über Linked Data und Dezentrale Autorisie-
rung sind schon weit fortgeschritten und der Betreuer muss als nächstes in beiden Pro-
jekten dem Prüfungsamt die erreichten Ergebnisse mitteilen. Der Student, welcher die
„Diplomarbeit FOAF“ bearbeitet, liegt hingegen hinter dem Zeitplan – idealerweise
sollten bereits 52% der Aufgaben erledigt sein, doch der aktuelle Fortschritt beträgt
derzeit 22%.
Abbildung 5.3: Dashboard eines Betreuers
Damit die Benutzer untereinander kommunizieren und sich beispielsweise Feedback
geben oder diskutieren können, lässt sich jede Aufgabe innerhalb des Ablaufplanes
kommentieren. Der Vorteil, dass die Kommentare direkt an die Aufgaben geschrieben
werden können, besteht darin, dass die zusätzlichen Informationen nur angezeigt
werden, wenn sie am relevantesten sind, nämlich dann, wenn die entsprechende Auf-
gabe bearbeitet wird. Dies bedeutet allerdings auch, dass jeder Kommentar einer spe-
zielle Aufgabe oder Aufgabenliste zugeordnet werden muss. Eine Möglichkeit, An-
74
In Abbildung 5.3 ist das Dashboard eines Betreuers, der die Abschlussarbeiten „Diplo-
marbeit Linked Data“, „Masterarbeit Dezentrale Autorisierung“ und „Diplomarbeit FOAF“
betreut, dargestellt. Die beiden Arbeiten über Linked Data und Dezentrale Autorisie-
rung sind schon weit fortgeschritten und der Betreuer muss als nächstes in beiden Pro-
jekten dem Prüfungsamt die erreichten Ergebnisse mitteilen. Der Student, welcher die
„Diplomarbeit FOAF“ bearbeitet, liegt hingegen hinter dem Zeitplan – idealerweise
sollten bereits 52% der Aufgaben erledigt sein, doch der aktuelle Fortschritt beträgt
derzeit 22%.
Abbildung 5.3: Dashboard eines Betreuers
Damit die Benutzer untereinander kommunizieren und sich beispielsweise Feedback
geben oder diskutieren können, lässt sich jede Aufgabe innerhalb des Ablaufplanes
kommentieren. Der Vorteil, dass die Kommentare direkt an die Aufgaben geschrieben
werden können, besteht darin, dass die zusätzlichen Informationen nur angezeigt
werden, wenn sie am relevantesten sind, nämlich dann, wenn die entsprechende Auf-
gabe bearbeitet wird. Dies bedeutet allerdings auch, dass jeder Kommentar einer spe-
zielle Aufgabe oder Aufgabenliste zugeordnet werden muss. Eine Möglichkeit, An-
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5 EVALUATION
76
Listen als Unterstützungssystem im Betreuungsprozess eignen. Lediglich zur Verbes-
serung der Usability müsste eine weitere Möglichkeit zum Anzeigen von umfangrei-
chen Informationstexten angeboten und das Kommentieren von Projekten unterstützt
werden.
5.3 Schlussfolgerung
Zusammenfassend ergibt sich aus der Evaluation der erarbeiteten Lösung, dass sich
der ausschließliche Einsatz von To-do-Listen – in Kombinationen mit Meilensteinen,
um Zeitvorgaben abbilden zu können – zur Unterstützung von Projekten aus dem uni-
versitären Umfeld eignet. Einzig aus Gründen der Benutzerfreundlichkeit wäre eine
Erweiterung um die Möglichkeit zur Darstellung von umfangreichen Texten innerhalb
des Unterstützungssystems notwendig. Des Weiteren wurde gezeigt, dass sich folgen-
de, potentielle Vorteile aus der Nutzung der Weisheit der Masse – bei der Betreuung
und Durchführung von universitären Workflows – gewinnen lassen:
Reduktion des Aufwandes für Betreuer bei der Pflege der Workflows,
Reduktion des Aufwandes für Betreuer bei der Betreuung von Studenten,
Reduktion des Aufwandes für Studenten bei der Bearbeitung der Workflows
und
Optimierung der Beschreibung und Effizienz der Workflows.
Im folgenden Kapitel werden das Vorgehen und die Ergebnisse dieser Arbeit noch
einmal zusammengefasst und auf weiterführende Aspekte, welche die erarbeitete Lö-
sung noch weiter verbessern könnten, eingegangen.
76
Listen als Unterstützungssystem im Betreuungsprozess eignen. Lediglich zur Verbes-
serung der Usability müsste eine weitere Möglichkeit zum Anzeigen von umfangrei-
chen Informationstexten angeboten und das Kommentieren von Projekten unterstützt
werden.
5.3 Schlussfolgerung
Zusammenfassend ergibt sich aus der Evaluation der erarbeiteten Lösung, dass sich
der ausschließliche Einsatz von To-do-Listen – in Kombinationen mit Meilensteinen,
um Zeitvorgaben abbilden zu können – zur Unterstützung von Projekten aus dem uni-
versitären Umfeld eignet. Einzig aus Gründen der Benutzerfreundlichkeit wäre eine
Erweiterung um die Möglichkeit zur Darstellung von umfangreichen Texten innerhalb
des Unterstützungssystems notwendig. Des Weiteren wurde gezeigt, dass sich folgen-
de, potentielle Vorteile aus der Nutzung der Weisheit der Masse – bei der Betreuung
und Durchführung von universitären Workflows – gewinnen lassen:
Reduktion des Aufwandes für Betreuer bei der Pflege der Workflows,
Reduktion des Aufwandes für Betreuer bei der Betreuung von Studenten,
Reduktion des Aufwandes für Studenten bei der Bearbeitung der Workflows
und
Optimierung der Beschreibung und Effizienz der Workflows.
Im folgenden Kapitel werden das Vorgehen und die Ergebnisse dieser Arbeit noch
einmal zusammengefasst und auf weiterführende Aspekte, welche die erarbeitete Lö-
sung noch weiter verbessern könnten, eingegangen.
Page 91
77
6 Zusammenfassung und Ausblick
Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein Konzept zur Verbesserung der Betreuungssituati-
on an deutschen Hochschulen, durch den Einsatz von Web2.0-basierten, kommentier-
baren To-do-Listen, erarbeitet. Es wurde ermittelt, wie sich die Vorteile des Web 2.0
auf To-do-Listen anwenden lassen und in welchem Umfang sich diese To-do-Listen
zur Unterstützung in universitären Projekten eignen. Dazu wurden zunächst derzeit
existierende Lösungsansätze aus den Bereichen Education 2.0 und To-do-
Listenverwaltung untersucht und bewertet. Anschließend wurden die beiden Szenari-
en „Professur beitreten“ und „Abschlussarbeit anfertigen“ genau untersucht und je
eine detaillierte Prozessbeschreibung in Form von To-do-Listen erarbeitet. Anhand
dieser Beschreibung wurden diese Abläufe in BPMN-Diagramme überführt und dabei
Projektaufgaben identifiziert, in denen die Weisheit der Masse genutzt werden kann.
Anschließend wurde die Implementierungsplattform Goal1, welche für die Entwick-
lung verschiedenartiger Workflows geeignet ist, um kommentierbare To-do-Listen und
die spezifizierten, universitären Workflows erweitert.
Es wurde gezeigt, dass kommentierbare To-do-Listen in vielen Fällen ein geeignetes
Mittel zur Strukturierung und Unterstützung von Arbeitsabläufen darstellen. In den
untersuchten Workflows bestehen einige Aufgaben daraus, lediglich Informationen
zur Kenntnis zu nehmen. To-do-Listen sind zur Darstellung und Verbreitung von um-
fangreicheren Texten jedoch ungeeignet, weshalb in der erarbeiteten Lösung bloß Refe-
renzen auf externe Informationsquellen angegeben wurden. Dieses Vorgehen hat den
Nachteil, dass man zur Informationsaufnahme den Kontext der Anwendung verlassen
muss. Eine elegantere Lösung bestände darin, eine weitere Bearbeitungseinheit zur
Informationsdarstellung zu entwickeln und in die Workflows zu integrieren. Durch
diese Anpassung könnte man den Anwendern ein besseres Anwendungserlebnis ver-
schaffen, was die Akzeptanz und damit den Erfolg des Systems weiter steigern könnte.
Des Weiteren könnten, durch eine Beobachtung des Nutzungsverhaltens der Anwen-
der, die Vorteile des Mitmach-Webs noch stärker genutzt werden. Beispielsweise könn-
te bei der Identifizierung von nützlichen und weniger nützlichen Kommentaren das
Anwendungsverhalten als Gütefilter dienen. Dazu müsste man die Kommentare nicht,
wie in der vorliegenden Lösung, dezentral in den jeweiligen To-do-Listen sondern,
6 Zusammenfassung und Ausblick
Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein Konzept zur Verbesserung der Betreuungssituati-
on an deutschen Hochschulen, durch den Einsatz von Web2.0-basierten, kommentier-
baren To-do-Listen, erarbeitet. Es wurde ermittelt, wie sich die Vorteile des Web 2.0
auf To-do-Listen anwenden lassen und in welchem Umfang sich diese To-do-Listen
zur Unterstützung in universitären Projekten eignen. Dazu wurden zunächst derzeit
existierende Lösungsansätze aus den Bereichen Education 2.0 und To-do-
Listenverwaltung untersucht und bewertet. Anschließend wurden die beiden Szenari-
en „Professur beitreten“ und „Abschlussarbeit anfertigen“ genau untersucht und je
eine detaillierte Prozessbeschreibung in Form von To-do-Listen erarbeitet. Anhand
dieser Beschreibung wurden diese Abläufe in BPMN-Diagramme überführt und dabei
Projektaufgaben identifiziert, in denen die Weisheit der Masse genutzt werden kann.
Anschließend wurde die Implementierungsplattform Goal1, welche für die Entwick-
lung verschiedenartiger Workflows geeignet ist, um kommentierbare To-do-Listen und
die spezifizierten, universitären Workflows erweitert.
Es wurde gezeigt, dass kommentierbare To-do-Listen in vielen Fällen ein geeignetes
Mittel zur Strukturierung und Unterstützung von Arbeitsabläufen darstellen. In den
untersuchten Workflows bestehen einige Aufgaben daraus, lediglich Informationen
zur Kenntnis zu nehmen. To-do-Listen sind zur Darstellung und Verbreitung von um-
fangreicheren Texten jedoch ungeeignet, weshalb in der erarbeiteten Lösung bloß Refe-
renzen auf externe Informationsquellen angegeben wurden. Dieses Vorgehen hat den
Nachteil, dass man zur Informationsaufnahme den Kontext der Anwendung verlassen
muss. Eine elegantere Lösung bestände darin, eine weitere Bearbeitungseinheit zur
Informationsdarstellung zu entwickeln und in die Workflows zu integrieren. Durch
diese Anpassung könnte man den Anwendern ein besseres Anwendungserlebnis ver-
schaffen, was die Akzeptanz und damit den Erfolg des Systems weiter steigern könnte.
Des Weiteren könnten, durch eine Beobachtung des Nutzungsverhaltens der Anwen-
der, die Vorteile des Mitmach-Webs noch stärker genutzt werden. Beispielsweise könn-
te bei der Identifizierung von nützlichen und weniger nützlichen Kommentaren das
Anwendungsverhalten als Gütefilter dienen. Dazu müsste man die Kommentare nicht,
wie in der vorliegenden Lösung, dezentral in den jeweiligen To-do-Listen sondern,
Page 92
6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
78
zentral im DGS speichern und nur noch über DGS Relationships [51] – Referenzen für
DGS Listen – den einzelnen To-do-Listen zugeordnet werden. Die dezentrale Speiche-
rung der Kommentare bietet den Vorteil, dass alle Projekte, welche von einem mit
Kommentaren versehenem Template aus erstellt wurden, auf die gleichen Kommenta-
re verweisen. Auf diese Art und Weise ließen sich Statistiken führen, welche Kommen-
tare besonders häufig angezeigt oder gelöscht werden. Auf Grundlage dieser Daten
ließe sich bewerten, welche Kommentare höchstwahrscheinlich sehr und welche weni-
ger hilfreich sind. Um den Wert und Nutzen der Anwendung, für die Anwender wei-
ter zu steigern, sollten die nützlicheren Kommentare besonders dargestellt werden.
78
zentral im DGS speichern und nur noch über DGS Relationships [51] – Referenzen für
DGS Listen – den einzelnen To-do-Listen zugeordnet werden. Die dezentrale Speiche-
rung der Kommentare bietet den Vorteil, dass alle Projekte, welche von einem mit
Kommentaren versehenem Template aus erstellt wurden, auf die gleichen Kommenta-
re verweisen. Auf diese Art und Weise ließen sich Statistiken führen, welche Kommen-
tare besonders häufig angezeigt oder gelöscht werden. Auf Grundlage dieser Daten
ließe sich bewerten, welche Kommentare höchstwahrscheinlich sehr und welche weni-
ger hilfreich sind. Um den Wert und Nutzen der Anwendung, für die Anwender wei-
ter zu steigern, sollten die nützlicheren Kommentare besonders dargestellt werden.
Page 95
LITERATURVERZEICHNIS
81
[22] STATISTISCHES BUNDESAMT. Bildung und Kultur - Studierende an Hochschulen -
Vorbericht-. 2010.
[23] VSR RESEARCH GROUP. Student Projects: LAKS. Website. http://vsr.informatik.tu-
chemnitz.de/studentprojects/laks/ (zuletzt abgerufen am: 12. Dezember 2010).
[24] ASCHEMANN, BIRGIT. Die Betreuung von Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten -
Konzepte, Ideen und Hilfestellungen. Graz, Österreich: Karl-Franzens-Universität
Graz, Vizerektorat für Studium, Lehre und Personalentwicklung, 2007.
[25] WORKFLOW MANAGEMENT COALITION. Workflow Management Coalition (WfMC) -
Terminology & Glossary. 1999.
[26] ALLEN, DAVID. Wie ich die Dinge geregelt kriege - Selbstmanagement für den Alltag.
10th ed. Münschen, Deutschland: Piper Verlag, 2009.
[27] PRINZ, WOLFGANG. Awareness in CSCW-Kompendium: Lehr- und Handbuch zum
computerunterstützten kooperativen Arbeiten.: Springer, 2001.
[28] SCHMALZ, SEBASTIAN. Zwischen Kooperation und Kollaboration, zwischen Hierarchie
und Heterarchie. Organisationsprinzipien und -strukturen von Wikis. Wikis: Diskurse,
Theorien und Anwendungen. Sonderausgabe von kommunikation@gesellschaft, no. 8, p.
10, 2007.
[29] PAULSEN, MORTEN FLATE. Online Education Systems: Discussion and Definition of
Terms. 2002.
[30] EDU 2.0. About. Website. http://www.edu20.org/company (zuletzt abgerufen am:
12. Dezember 2010).
[31] EDU 2.0. Features. Website. http://www.edu20.org/tour/features (zuletzt abgerufen
am: 12. Dezember 2010).
[32] TOODLEDO. About. Website. http://www.toodledo.com/info/about.php (zuletzt
abgerufen am: 12. Dezember 2010).
[33] UNAWAVE LLC. About. Website. http://www.unawave.com/about.php (zuletzt
81
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chemnitz.de/studentprojects/laks/ (zuletzt abgerufen am: 12. Dezember 2010).
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Konzepte, Ideen und Hilfestellungen. Graz, Österreich: Karl-Franzens-Universität
Graz, Vizerektorat für Studium, Lehre und Personalentwicklung, 2007.
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[26] ALLEN, DAVID. Wie ich die Dinge geregelt kriege - Selbstmanagement für den Alltag.
10th ed. Münschen, Deutschland: Piper Verlag, 2009.
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computerunterstützten kooperativen Arbeiten.: Springer, 2001.
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und Heterarchie. Organisationsprinzipien und -strukturen von Wikis. Wikis: Diskurse,
Theorien und Anwendungen. Sonderausgabe von kommunikation@gesellschaft, no. 8, p.
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LITERATURVERZEICHNIS
82
abgerufen am: 12. Dezember 2010).
[34] GOOGLE INC. Google Wave: About. Website.
http://wave.google.com/intl/en/about.html (zuletzt abgerufen am: 12. Dezember
2010).
[35] TECHNISCHE UNIVERSITÄT CHEMNITZ-ZWICKAU. Studienordnung für den Studiengang
Informatik mit dem Abschluss Bachelor of Science ( B. Sc.) an der Technischen Universität
Chemnitz vom 13. August 2010.
[36] TECHNISCHE UNIVERSITÄT CHEMNITZ-ZWICKAU. Studienordnung für den
Diplomstudiengang Informatik an der Technischen Universität Chemnitz-Zwickau Vom
12. Juli 1994.
[37] TECHNISCHE UNIVERSITÄT CHEMNITZ-ZWICKAU. Studienordnung für den
konsekutiven Studiengang Informatik mit dem Abschluss Master of Science (M.Sc.) an der
Technischen Universität Chemnitz vom 11. Juli 2008.
[38] VSR RESEARCH GROUP. Student Projects: Guidelines. Website.
http://vsr.informatik.tu-chemnitz.de/studentprojects/guidelines/ (zuletzt abgerufen
am: 12. Dezember 2010).
[39] OBJECT MANAGEMENT GROUP. Business Process Model and Notation (BPMN), Version
1.2. 2009.
[40] VSR RESEARCH GROUP. Development Process. Website. http://vsr.informatik.tu-
chemnitz.de/development/ (zuletzt abgerufen am: 12. Dezember 2010).
[41] PREECE, JENNY. Online Communities: Designing Usability and Supporting Sociability.:
John Wiley & Sons, 2000.
[42] BALZERT, HELMUT, CHRISTIAN SCHÄFER, MARION SCHRÖDER und UWE KERN.
Wissenschaftliches Arbeiten - Wissenschaft, Quellen, Artefakte, Organisation,
Präsentation. Herdecke, Deutschland: W3L, 2008.
[43] KRAWATZECK, ROBERT, MICHAEL KRUG und DANIEL POUZEMSKI. Konzeption und
Entwicklung eines webbasierten, communitygestützten Workflowmanagementsystems
82
abgerufen am: 12. Dezember 2010).
[34] GOOGLE INC. Google Wave: About. Website.
http://wave.google.com/intl/en/about.html (zuletzt abgerufen am: 12. Dezember
2010).
[35] TECHNISCHE UNIVERSITÄT CHEMNITZ-ZWICKAU. Studienordnung für den Studiengang
Informatik mit dem Abschluss Bachelor of Science ( B. Sc.) an der Technischen Universität
Chemnitz vom 13. August 2010.
[36] TECHNISCHE UNIVERSITÄT CHEMNITZ-ZWICKAU. Studienordnung für den
Diplomstudiengang Informatik an der Technischen Universität Chemnitz-Zwickau Vom
12. Juli 1994.
[37] TECHNISCHE UNIVERSITÄT CHEMNITZ-ZWICKAU. Studienordnung für den
konsekutiven Studiengang Informatik mit dem Abschluss Master of Science (M.Sc.) an der
Technischen Universität Chemnitz vom 11. Juli 2008.
[38] VSR RESEARCH GROUP. Student Projects: Guidelines. Website.
http://vsr.informatik.tu-chemnitz.de/studentprojects/guidelines/ (zuletzt abgerufen
am: 12. Dezember 2010).
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1.2. 2009.
[40] VSR RESEARCH GROUP. Development Process. Website. http://vsr.informatik.tu-
chemnitz.de/development/ (zuletzt abgerufen am: 12. Dezember 2010).
[41] PREECE, JENNY. Online Communities: Designing Usability and Supporting Sociability.:
John Wiley & Sons, 2000.
[42] BALZERT, HELMUT, CHRISTIAN SCHÄFER, MARION SCHRÖDER und UWE KERN.
Wissenschaftliches Arbeiten - Wissenschaft, Quellen, Artefakte, Organisation,
Präsentation. Herdecke, Deutschland: W3L, 2008.
[43] KRAWATZECK, ROBERT, MICHAEL KRUG und DANIEL POUZEMSKI. Konzeption und
Entwicklung eines webbasierten, communitygestützten Workflowmanagementsystems
Page 98
LITERATURVERZEICHNIS
84
Studien- und DiplomandInnenberatungsstelle der Studienrichtung
Praxisorientierte Sozialwissenschaften, Universität Duisburg-Essen, 2009.
[53] HELLMANN, GUNTHER. Das Exposé einer Magister-, Diplom- oder Doktorarbeit. Institut
für Politikwissenschaft, Universität Frankfurt am Main, 2008.
[54] MINTO, BARBARA. Das Prinzip der Pyramide: Ideen klar, verständlich und erfolgreich
kommunizieren. Münschen, Deutschland: Pearson Studium, 2005.
[55] FRITSCH, CLAUDIA. Schreiben für die Leser. 2004.
84
Studien- und DiplomandInnenberatungsstelle der Studienrichtung
Praxisorientierte Sozialwissenschaften, Universität Duisburg-Essen, 2009.
[53] HELLMANN, GUNTHER. Das Exposé einer Magister-, Diplom- oder Doktorarbeit. Institut
für Politikwissenschaft, Universität Frankfurt am Main, 2008.
[54] MINTO, BARBARA. Das Prinzip der Pyramide: Ideen klar, verständlich und erfolgreich
kommunizieren. Münschen, Deutschland: Pearson Studium, 2005.
[55] FRITSCH, CLAUDIA. Schreiben für die Leser. 2004.
Page 100
ANHANG A DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DES PROJEKTABLAUFS „ABSCHLUSSARBEIT
ANFERTIGEN“
86
Thema annehmen
Um sicherzustellen, dass der Betreuer über das gewählte Thema informiert ist und er
es als geeignet einstuft, kann der Student erst fortfahren, nachdem das Thema begut-
achtet und freigegeben wurde. Zur Freigabe muss der Betreuer nur das:
Thema überprüfen und annehmen.
Interne Anmeldung
Danach folgt die professurinterne Anmeldung der Arbeit. Damit der Betreuer das
Thema registrieren kann, benötigt er einige Angabe des Studenten über seine Person
und die Kenndaten seiner Abschlussarbeit. Folgende Angaben werden benötigt:
Titel der Arbeit
Codename der Arbeit
kurze Inhaltsangabe (2 - 3 Sätze)
Typ der Arbeit
URZ-Kürzel des Studenten
Alle angegebenen Daten und ein aktuelles Foto via E-Mail an vsr-
support@tu-chemnitz.de senden
MEILENSTEIN: Thema gefunden
Mit der internen Anmeldung des Themas ist der erste Meilenstein auf dem Weg zur
Abschlussarbeit erreicht. Unabhängig vom Abschlussarbeitstyp sollte ein Student in-
nerhalb von 2 Wochen ein Thema finden und es intern anmelden lassen.
Aufgabenstellung
Falls zu der gewählten Thematik keine Aufgabenstellung vorgegeben ist, muss der
Student selbst eine passende Fragestellung, die er untersuchen und bearbeiten möchte,
entwickeln. Analog zur Themensuche, muss sich auch hier wieder mit dem Betreuer
abgestimmt werden. Folgendes ist dazu notwendig:
Formulierung der Aufgabenstellung
ANFERTIGEN“
86
Thema annehmen
Um sicherzustellen, dass der Betreuer über das gewählte Thema informiert ist und er
es als geeignet einstuft, kann der Student erst fortfahren, nachdem das Thema begut-
achtet und freigegeben wurde. Zur Freigabe muss der Betreuer nur das:
Thema überprüfen und annehmen.
Interne Anmeldung
Danach folgt die professurinterne Anmeldung der Arbeit. Damit der Betreuer das
Thema registrieren kann, benötigt er einige Angabe des Studenten über seine Person
und die Kenndaten seiner Abschlussarbeit. Folgende Angaben werden benötigt:
Titel der Arbeit
Codename der Arbeit
kurze Inhaltsangabe (2 - 3 Sätze)
Typ der Arbeit
URZ-Kürzel des Studenten
Alle angegebenen Daten und ein aktuelles Foto via E-Mail an vsr-
support@tu-chemnitz.de senden
MEILENSTEIN: Thema gefunden
Mit der internen Anmeldung des Themas ist der erste Meilenstein auf dem Weg zur
Abschlussarbeit erreicht. Unabhängig vom Abschlussarbeitstyp sollte ein Student in-
nerhalb von 2 Wochen ein Thema finden und es intern anmelden lassen.
Aufgabenstellung
Falls zu der gewählten Thematik keine Aufgabenstellung vorgegeben ist, muss der
Student selbst eine passende Fragestellung, die er untersuchen und bearbeiten möchte,
entwickeln. Analog zur Themensuche, muss sich auch hier wieder mit dem Betreuer
abgestimmt werden. Folgendes ist dazu notwendig:
Formulierung der Aufgabenstellung
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