Untersuchung zum Zusammenhang von Motorik und Intelligenz
Abstract
Ausgehend von der Annahme eines Entwicklungs- und Funktionszusammenhangs psychomotorischer und kognitiver Variablen wird der Entwicklung der Wahrnehmungstätigkeit und des Bewegungsverhaltens (der Motorik) eine fundamentale Bedeutung beigemessen. Vor diesem Hintergrund wird eine empirische Untersuchung zum Einfluss eines psychomotorischen Förderprogramms auf das kognitive Leistungsniveau lernbehinderter Sonderschüler vorgestellt. Insgesamt 24 Sonderschüler im Alter von zehn bis zwölf Jahren nahmen, verteilt auf eine Experimental- und eine Kontrollgruppe, an dem Unterrichtsversuch teil. Als Messinstrument wurde die "Starren Snijders-Oomen Nicht-Verbale Intelligenztestreihe 7-17" eingesetzt. Nach Abschluss der 18monatigen psychomotorischen Förderung zeigte die Experimentalgruppe signifikant höhere Intelligenztestleistungen. Zwei Jahre nach Abschluss der Untersuchung konnten drei von zehn Schülern der Experimentalgruppe in die Hauptschule zurückgeschult werden. Die Ergebnisse werden im Vergleich zu den Ergebnissen anderer Untersuchungen mit ähnlicher Fragestellung diskutiert. (Zeitschrift/Jutta Rohlmann - ZPID)
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