Sign up & Download
Sign in

Wiederverwendung in der Unternehmensmodellierung

by Christoph Hammel, Michael Schlitt, Stefan Wolf
System (1998)

Cite this document (BETA)

Page 1
hidden

Wiederverwendung in der Unternehmensmodellierung

Wiederverwendung in der Unternehmensmodellierung
Dipl.-Wirtsch.Inf. Christoph Hammel
/VWIU:LUWVFKDIWVLQIRUPDWLNLQVEHV
6\VWHPHQWZLFNOXQJX’DWHQEDQNDQZHQGXQJ
8QLYHUVLWlW%DPEHUJ
)HOGNLUFKHQVWU
%DPEHUJ
FKULVWRSKKDPPHO#VRZLXQLEDPEHUJGH
Dipl.-Inform. Michael Schlitt
/VWIU:LUWVFKDIWVLQIRUPDWLNLQVEHV
,QGXVWULHOOH$QZHQGXQJVV\VWHPH
8QLYHUVLWlW%DPEHUJ
)HOGNLUFKHQVWU
%DPEHUJ
PLFKDHOVFKOLWW#VRZLXQLEDPEHUJGH
Dipl.-Kfm. Stefan Wolf
/VWIU:LUWVFKDIWVLQIRUPDWLNLQVEHV
6\VWHPHQWZLFNOXQJX’DWHQEDQNDQZHQGXQJ
8QLYHUVLWlW%DPEHUJ
)HOGNLUFKHQVWU
%DPEHUJ
VWHIDQZROI#VRZLXQLEDPEHUJGH
1 Einleitung
Die geplante Wiederverwendung in der Unternehmensmodellierung wird im Umfeld der
Wirtschaftsinformatik seit einigen Jahren intensiv diskutiert ([Bert96], [FeHa+96], [Raue96],
[Wieg95], [Frank94]). Im Zusammenhang mit der Entwicklung von Anwendungssystemen und der
Reorganisation von Geschäftsprozessen verspricht man sich weitreichende Vorteile: „It is generally
believed that the only way to get an order-of-magnitude improvement in productivity and quality is
to reuse analyses (...).“ [GoRu95, S. 211].
Bekannte Ansätze konzentrieren sich bisher auf die Wiederverwendung von
Modellierungsergebnissen, was vor allem zu methodenspezifischen Vorschlägen geführt hat
[Frank97]. Im Verbundprojekt WEGA1 wurde deswegen der Ansatz des generischen
Geschäftsprozeßmodells entwickelt, in dem Wissen zur Konstruktion domänenspezifischer
Unternehmensmodelle in Form generischer Entwurfsmuster zur Verfügung gestellt wird [FeSi+98].
Dazu wurde ein allgemeines Konzept der Wiederverwendung von Modellwissen für die SOM-
Methodik konkretisiert [HSW98]. Die Anwendung des Konzepts wird durch ein prototypisches
Modellierungswerkzeug unterstützt.
Um das in Patternform abgelegte Domänenwissen effizient für die Wiederverwendung zu nutzen,
ist jedoch die Kenntnis des betriebswirtschaftlichen Kontexts eines generischen
Geschäftsprozeßmodells erforderlich. In diesem Beitrag wird der Versuch unternommen, die
Anwendungsvoraussetzungen für ein generisches Geschäftsprozeßmodell zu ermitteln und in einer
geeigneten Form zu beschreiben.

1
WEGA (Wiederverwendbare und erweiterbare Geschäftsprozeß- und Anwendungssystem-Architekturen) ist ein vom
BMBF gefördertes Verbundprojekt, an dem die Universität Bamberg (Lehrstühle Prof. Ferstl und Prof. Sinz), die SAP
AG Walldorf und die KPMG Unternehmensberatung GmbH Ffm. beteiligt sind (vgl. [FeSi+98], [FeHa+96]).
Page 2
hidden
2 Generische Geschäftsprozeßmodellierung
2.1 Unternehmensmodellierung gemäß der SOM-Methodik
Die Methodik des Semantischen Objektmodells ist ein umfassender Ansatz zur modellgestützten
Analyse und Gestaltung betrieblicher Systeme. Um die hohe Komplexität der Modelle beherrschbar
zu machen, werden betriebliche Systeme in der SOM-Methodik auf drei Modellebenen beschrieben.
Jeder Ebene ist ein Teilmodellsystem zugeordnet, welches das betriebliche System vollständig unter
einem bestimmten Blickwinkel beschreibt [FeSi98, S.176ff]. Die Teilmodellsysteme und ihre
Beziehungen bilden zusammen die Unternehmensarchitektur (vgl. Abbildung 1 ).
Objektsystem
Interaktions-
modell
Aufgaben-
system
Zielsystem
Vorgangs-
Objektschema
Konzeptuelles
Objektschema
Beziehungs-Meta-Mod.
U-Plan ---- GPM
Meta-Modelle
Beziehungs-Meta-Mod.
GPM ---- AwS
Sichten
Geschäftsprozeß-
modelle
Anwendungs-
systeme
Unternehmensplan
Patterns
Beziehungspatterns
UP-Pattern
GP-Pattern
OO-AwS-Pattern
Beziehungspatterns
Unternehmensarchitektur
Außensicht
Innensicht
Aufgaben-
sicht
Aufgaben-
träger-
sicht
Sichtweisen auf ein
betriebliches System
Abbildung 1: Unternehmensarchitektur der SOM-Methodik
(in Anlehnung an [FeHa+96, S.8])
Der Unternehmensplan ist das Teilmodellsystem der Außensicht eines betrieblichen Systems.
Durch die Abgrenzung von Diskurswelt und Umwelt sowie die Spezifikation der
Leistungsbeziehungen zwischen diesen wird die Struktur des Objektsystems beschrieben. Das
Verhalten eines betrieblichen Systems wird anhand von Unternehmenszielen, Strategien und
Rahmenbedingungen spezifiziert.
Auf der Ebene der Geschäftsprozeßmodelle wird die Innensicht eines betrieblichen Systems
beschrieben. Dieses Teilmodellsystem spezifiziert aus Aufgabensicht ein Lösungsverfahren für die

Sign up today - FREE

Mendeley saves you time finding and organizing research. Learn more

  • All your research in one place
  • Add and import papers easily
  • Access it anywhere, anytime

Start using Mendeley in seconds!

Already have an account? Sign in

Readership Statistics

1 Reader on Mendeley
by Discipline
 
by Academic Status
 
100% Student (Master)
by Country
 
100% Austria