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Wissensmanagement im Enterprise 2.0

by Dirk Röhrborn
Media (2007)

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Wissensmanagement im Enterprise 2.0

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Wissensmanagement und Enterprise 2.0

Positionspapier der Gesellschaft für Wissensmanagement e.V.
Version 1.1

Autoren des GfWM Fachteam Wissensmanagement (alphabetisch): Axel Dornis, Benedikt
Scheerer, David Wagner, Gabriele Vollmar, Martin Kimmich, Gerhard Peter, Simon Dückert


1. Über dieses Dokument
Dieses Positionspapier „Wissensmanagement und Enterprise 2.0“ wurde durch das Fachteam der Ge-
sellschaft für Wissensmanagement e.V. (GfWM) im Zeitraum April-September 2011 erstellt und ist
unter Creative Commons Lizenz kostenlos freigegeben, die Weiterverwendung ist ausdrücklich er-
wünscht. Die aktuellste Version sowie Informationen zur Weiterentwicklung können unter
http://www.gfwm.de/fachteam abgerufen werden.
Bei Quellenangaben bitte folgenden Text verwenden: „Gesellschaft für Wissensmanagement e.V.
(Hrsg.) (2011): GfWM-Positionspapier Wissensmanagement und Enterprise 2.0. Abgerufen am
dd.mm.yyyy von http://www.gfwm.de/fachteam“.
2. Einleitung
Der Begriff "Enterprise 2.0" wurde 2007 von Andrew McAfee, einem Wissenschaftler an der MIT
Sloan School of Management, geprägt (McAfee, 2007). Der Begriff ist von "Web 2.0", einer neuen
Nutzungsform des Internets, abgeleitet, die Tim O'Reilly 2005 beschrieben hat (O’Reilly, 2005). Ob-
wohl der Begriff Enterprise 2.0 eigentlich eine neue Form von Unternehmen andeutet, wird er heute in
der Regel synonym zu „Web 2.0-Werkzeuge im Unternehmen“ verwendet und ist weitestgehend tech-
nologisch belegt:
 2006 (im Frühjahr): Andrew McAfee erklärt Enterprise 2.0: "I use the term Enterprise 2.0 to
focus only on those platforms that companies can buy or build in order to make visible the
practices and outputs of their knowledge workers" (McAfee, 2006a).
 2006 (im Mai): Andrew McAfee veröffentlicht eine zweite Version seiner Definition: "Enter-
prise 2.0 is the use of emergent social software platforms within companies, or between com-
panies and their partners or customers" (McAfee, 2006b).
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 2010: Die Enterprise 2.0 Studie der Europäischen Kommission ermittelt "The application of
Web 2.0 technologies in the enterprise" als die Definition, der die meisten befragten Teilneh-
mer zustimmen (Osimo et al., 2010).
Bisher stehen bei Enterprise 2.0 in Theorie und Praxis also mehr die technischen Plattformen im Mit-
telpunkt. Notwendige Rahmenbedingungen wie Vertrauen, kulturelle Veränderung und echte Unter-
stützung des Top-Managements werden kaum betrachtet. Mit dem vorliegenden Positionspapier
möchte die Gesellschaft für Wissensmanagement e.V. (GfWM) den Begriff Enterprise 2.0 ganzheitli-
cher fassen. Die hier dargestellte Auffassung von Enterprise 2.0 ist geprägt von der Definition von
Wissensmanagement als "gezielte Gestaltung von Rahmenbedingungen und Prozessen in einer Orga-
nisation unter besonderer Berücksichtigung des Produktionsfaktors Wissen“ (GfWM., 2009).
Die GfWM unterscheidet deswegen zwischen den gedanklichen Ansätzen "Enterprise 2.0 einzufüh-
ren" und "Enterprise 2.0 zu sein" und befürwortet den zweiten Ansatz, da der erste meist nur die
Einführung von IT-Systemen zur Folge hat. Im Rahmen des Fachteams der Gesellschaft für Wissens-
management wurde folgende Enterprise-2.0-Definition erarbeitet:

Abb. 1: GfWM Enterprise 2.0 Definition
Ein Enterprise 2.0 ist eine Lernende Organisation,
die ihre Ziele durch lernförderliche Handlungsmuster und
den Einsatz von sozialen Medien (en.: social media) erreicht.
Eine Lernende Organisation ist eine Organisation mit der Fä-
higkeit, Wissen zu entwickeln, zu erwerben und zu (ver-)teilen
sowie ihr Verhalten auf Basis neuen Wissens und neuer Einsich-
ten zu verändern.

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