Zum Mehrwert von Social Software in der internen Unternehmenskommunikation
Proceedings of the Workshop Enterprise 20 Tenth Conference Mensch und Computer (2010)
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Christian Herzog's profile on Mendeley.
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Abstract
Mit der Einführung von Web 2.0-Werkzeugen in Unternehmen stellt sich die Frage, welchen messbaren Nutzen die neuen Technologien haben. Viele Entscheider suchen hierzu nach quantifizierbaren Kennzahlen und stoßen damit an ihre Grenzen. Welche Herausforderungen und welche Methoden zur Bewertung von Enterprise 2.0-Anwendungen in der Literatur diskutiert werden, soll das vorliegende Paper skizzieren und weitere Forschungslücken identifizieren.
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Zum Mehrwert von Social Software in der internen Unternehmenskommunikation
31
Zum Mehrwert von Social Software in der internen
Unternehmenskommunikation
Christian Herzog
Products & Services
EquityStory AG
Seitzstraße 23
80538 München
christian.herzog@equitystory.de
Abstract: Nach der Einführung von Web 2.0-Werkzeugen in Unternehmen stellt
sich die Frage, welchen messbaren Nutzen die neuen Technologien haben. Viele
Entscheider suchen hierzu nach quantifizierbaren Kennzahlen und stoßen damit an
ihre Grenzen. Wodurch diese Grenzen entstehen und welche Methoden zur
Bewertung von Enterprise 2.0-Anwendungen in der Literatur diskutiert werden,
soll das vorliegende Paper skizzieren und weitere Forschungslücken definieren.
1 Einleitung
Seit vielen Jahren verändert sich die Art der Erwerbstätigkeit weg von der Industrie- hin
zur Wissensgesellschaft. Durch die Entwicklungen der Informations- und
Kommunikationstechnologie können Unternehmen und ihre Mitarbeiter die Effizienz der
Wissensgenerierung, Wissensspeicherung und Wissensverarbeitung optimieren und
somit Zeit- und Kostenaufwände verringern. Zu diesem Zweck stehen unterschiedliche
Tools zur Verfügung. Hierzu gehören u.a. Content- und Dokumenten-
Managementsysteme oder auch Kommunikationssysteme, wie E-Mail-Clients.
Die Entwicklung des Internets und der damit verbundenen Infrastruktur brachte des
Weiteren vor wenigen Jahren das „Web 2.0“ hervor. Dahinter verbergen sich
unterschiedliche Eigenschaften einer neuen Vernetzungslandschaft von Internetusern.
Das Web 2.0 unterscheidet sich im Gegensatz zum klassischen Internet vor allem in der
kollaborativen Zusammenarbeit von Web-Nutzern, die freiwillig und aktiv Inhalte
bereitstellen, vernetzen, bewerten und optimieren [KR09]. Anstelle des typischen
Empfänger-Sender-Modells von Shannon und Waever [SW49] kann im Web 2.0 der
Rezipient auch der Sender sein und andersrum [Ki10]. So kommentiert der „Internetuser
2.0“ z.B. Webblogs, diskutiert Wiki-Einträge oder „retwittert“ Beiträge zu
unterschiedlichen Themen und wird damit zum Produzenten von Web-Content.
Zum Mehrwert von Social Software in der internen
Unternehmenskommunikation
Christian Herzog
Products & Services
EquityStory AG
Seitzstraße 23
80538 München
christian.herzog@equitystory.de
Abstract: Nach der Einführung von Web 2.0-Werkzeugen in Unternehmen stellt
sich die Frage, welchen messbaren Nutzen die neuen Technologien haben. Viele
Entscheider suchen hierzu nach quantifizierbaren Kennzahlen und stoßen damit an
ihre Grenzen. Wodurch diese Grenzen entstehen und welche Methoden zur
Bewertung von Enterprise 2.0-Anwendungen in der Literatur diskutiert werden,
soll das vorliegende Paper skizzieren und weitere Forschungslücken definieren.
1 Einleitung
Seit vielen Jahren verändert sich die Art der Erwerbstätigkeit weg von der Industrie- hin
zur Wissensgesellschaft. Durch die Entwicklungen der Informations- und
Kommunikationstechnologie können Unternehmen und ihre Mitarbeiter die Effizienz der
Wissensgenerierung, Wissensspeicherung und Wissensverarbeitung optimieren und
somit Zeit- und Kostenaufwände verringern. Zu diesem Zweck stehen unterschiedliche
Tools zur Verfügung. Hierzu gehören u.a. Content- und Dokumenten-
Managementsysteme oder auch Kommunikationssysteme, wie E-Mail-Clients.
Die Entwicklung des Internets und der damit verbundenen Infrastruktur brachte des
Weiteren vor wenigen Jahren das „Web 2.0“ hervor. Dahinter verbergen sich
unterschiedliche Eigenschaften einer neuen Vernetzungslandschaft von Internetusern.
Das Web 2.0 unterscheidet sich im Gegensatz zum klassischen Internet vor allem in der
kollaborativen Zusammenarbeit von Web-Nutzern, die freiwillig und aktiv Inhalte
bereitstellen, vernetzen, bewerten und optimieren [KR09]. Anstelle des typischen
Empfänger-Sender-Modells von Shannon und Waever [SW49] kann im Web 2.0 der
Rezipient auch der Sender sein und andersrum [Ki10]. So kommentiert der „Internetuser
2.0“ z.B. Webblogs, diskutiert Wiki-Einträge oder „retwittert“ Beiträge zu
unterschiedlichen Themen und wird damit zum Produzenten von Web-Content.
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Einige Unternehmen entdecken mittlerweile die Vorteile des Web 2.0 für sich und setzen
die Tools erfolgreich für die interne und externe Kommunikation ein. Jedoch war dieser
Trend vor kurzem nur bei wenigen Unternehmen bemerkbar. Nach einer Studie von
CoreMedia und Berlecon Research gaben 2007 noch 95% der Unternehmen an, Social
Software nicht im nötigen Maß intern einzusetzen obwohl der Vorteil nicht umstritten ist
und die Kosten zur Einführung überschaubar sind [CB07]. Auch wenn sich dieser
Zustand inzwischen geändert hat und die Verbreitung von Social Software rasant
gestiegen ist, gibt es noch Potential beim Einsatz von Enterprise 2.0-Werkzeugen.
Die meisten Unternehmen haben bereits Investitionen in interne
Kommunikationssysteme getätigt und sich mit dieser Thematik auseinander gesetzt. D.h.
es existieren multiple Systeme, die z.B. die Verwaltung von Dokumenten und sonstigem
expliziten Wissen bereits unterstützen. Durch Social Software kann man einen großen
Mehrwert zu den klassischen Technologien erreichen [KN09]. Wie dieser Mehrwert
aussieht und in wieweit er messbar ist, muss in weiteren Forschungsarbeiten vertieft und
analysiert werden.
2 Messbarkeit des Nutzens von Enterprise 2.0
Für IT-Manager ist es sehr schwer den Nutzen des Einsatzes von Social Software im
Unternehmen zu messen und somit fundierte Entscheidungen zu treffen. Bisher gibt es
mehrere Forschungsversuche die Qualität und Quantität der Web 2.0 Werkzeuge im
Unternehmenskontext mit verschiedenen Kenzahlen, wie z.B. den ROI, zu bewerten.
Jedoch gibt es noch keine erfolgsversprechende und standardisierte Konzepte, die den
Nutzen von Social Software messbar machen. Im Folgenden sind die wichtigsten
Ansätze aus der Literatur kurz vorgestellt.
2.1 miniROI
Ein Problem bei der Messung von Social Software ist, dass die meisten Kennzahlen sich
nur indirekt messen lassen. Diese Problematik hat Felix Schröder von der Just Software
AG dazu bewegt einen miniROI für Social Software in Unternehmen zu empfehlen, in
der ausschließlich die direkten Effekte, wie z.B. Zeit der Arbeitsprozesse oder
Kostenreduktion für Software, betrachtet werden.
In seiner Argumentation soll der miniROI, der nur mit einem geringen Aufwand erstellt
wird, eine Orientierung geben und die Ungenauigkeit indirekter Kennzahlen vermeiden.
Zusätzlich meint er, dass die Kosten und der Aufwand einer Einführung von Social
Software verschwindend gering sind und daher vor allem die Akzeptanz der Nutzer
sowie die Veränderung der Arbeitsabläufe und Gewohnheiten wichtiger sind, die nicht
mit einer Kennzahl wie dem ROI zu bestimmen sind. Kritisiert wird hierbei, dass
wichtige Kennzahlen, auch wenn sie nicht direkt messbar sind, ausgeklammert werden
und somit nicht zu einer ganzheitlichen Messung des Nutzens beitragen [Sc10].
Einige Unternehmen entdecken mittlerweile die Vorteile des Web 2.0 für sich und setzen
die Tools erfolgreich für die interne und externe Kommunikation ein. Jedoch war dieser
Trend vor kurzem nur bei wenigen Unternehmen bemerkbar. Nach einer Studie von
CoreMedia und Berlecon Research gaben 2007 noch 95% der Unternehmen an, Social
Software nicht im nötigen Maß intern einzusetzen obwohl der Vorteil nicht umstritten ist
und die Kosten zur Einführung überschaubar sind [CB07]. Auch wenn sich dieser
Zustand inzwischen geändert hat und die Verbreitung von Social Software rasant
gestiegen ist, gibt es noch Potential beim Einsatz von Enterprise 2.0-Werkzeugen.
Die meisten Unternehmen haben bereits Investitionen in interne
Kommunikationssysteme getätigt und sich mit dieser Thematik auseinander gesetzt. D.h.
es existieren multiple Systeme, die z.B. die Verwaltung von Dokumenten und sonstigem
expliziten Wissen bereits unterstützen. Durch Social Software kann man einen großen
Mehrwert zu den klassischen Technologien erreichen [KN09]. Wie dieser Mehrwert
aussieht und in wieweit er messbar ist, muss in weiteren Forschungsarbeiten vertieft und
analysiert werden.
2 Messbarkeit des Nutzens von Enterprise 2.0
Für IT-Manager ist es sehr schwer den Nutzen des Einsatzes von Social Software im
Unternehmen zu messen und somit fundierte Entscheidungen zu treffen. Bisher gibt es
mehrere Forschungsversuche die Qualität und Quantität der Web 2.0 Werkzeuge im
Unternehmenskontext mit verschiedenen Kenzahlen, wie z.B. den ROI, zu bewerten.
Jedoch gibt es noch keine erfolgsversprechende und standardisierte Konzepte, die den
Nutzen von Social Software messbar machen. Im Folgenden sind die wichtigsten
Ansätze aus der Literatur kurz vorgestellt.
2.1 miniROI
Ein Problem bei der Messung von Social Software ist, dass die meisten Kennzahlen sich
nur indirekt messen lassen. Diese Problematik hat Felix Schröder von der Just Software
AG dazu bewegt einen miniROI für Social Software in Unternehmen zu empfehlen, in
der ausschließlich die direkten Effekte, wie z.B. Zeit der Arbeitsprozesse oder
Kostenreduktion für Software, betrachtet werden.
In seiner Argumentation soll der miniROI, der nur mit einem geringen Aufwand erstellt
wird, eine Orientierung geben und die Ungenauigkeit indirekter Kennzahlen vermeiden.
Zusätzlich meint er, dass die Kosten und der Aufwand einer Einführung von Social
Software verschwindend gering sind und daher vor allem die Akzeptanz der Nutzer
sowie die Veränderung der Arbeitsabläufe und Gewohnheiten wichtiger sind, die nicht
mit einer Kennzahl wie dem ROI zu bestimmen sind. Kritisiert wird hierbei, dass
wichtige Kennzahlen, auch wenn sie nicht direkt messbar sind, ausgeklammert werden
und somit nicht zu einer ganzheitlichen Messung des Nutzens beitragen [Sc10].
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2.2 RONI (Return on not Investing)
Durch die Komplexität beim Berechnen des Nutzens von Social Software schlagen
Simone Happ und Frank Wolf, Autoren des Blogs besser20.de, eine andere
Betrachtungsweise vor. Ihrer Meinung nach ist die Analyse wichtig, welche
Konsequenzen ein Nicht-Investieren in Social Software mit sich bringt. Die Risiken
werden im Return On Not Investing beschrieben und in diesem Beispiel auf vier Punkte
reduziert [HW09].
1. Durch Irrtümer und gescheiterte Projekte wird das Thema Social Software
beiseitegeschoben und mittelfristig nicht mehr betrachtet. Somit entsteht ein
großer technischer Rückstand im Vergleich zur Konkurrenz.
2. Social-Tools werden in den meisten Unternehmen schon in Insel-Projekten
eingeführt. Um die Kontrolle über diese Aktivitäten zu behalten, muss man sich
mit der Thematik auseinander setzen.
3. Wer für die neue Generation von Mitarbeitern und jungen Talenten attraktiv
bleiben will, muss Innovative Technologien anbieten.
4. Die Konkurrenz schläft nicht, daher ist es wichtig so früh wie möglich sich mit
Social Software zu beschäftigen. Eine integrative Einführung dauert eine
gewisse Zeit somit muss man längere Entwicklungszyklen und Lernprozesse
mit einplanen.
Der RONI stellt zusammenfassend eine allgemeine Argumentationsliste gegen das
Nicht-Einführen von Social Software dar. Jedoch fehlt leider eine quantifizierbare
Kennzahl zur Messung eines Nutzen, bzw. eines Nicht-Einführens.
2.3 IBM: Measuring the value of social software - Defining a measurement
approach that maps activity to business value
Einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt die IBM Corporation mit ihrem kürzlich
veröffentlichten White Paper „Measuring the value of social software“. Hierbei werden
drei Messungs-Typen unterschieden und zusätzlich Organisationslevel sowie Use Cases
involviert.
Unter „Vitality“ werden alle kurzfristigen Tätigkeiten oder Maßnahmen, wie z.B.
Anzahl der Blog-Beiträge, Anzahl der Wikis, angelegte Profile usw. bewertet.
„Capability“ hingegen beschreibt den mittelfristigen Nutzen, wie z.B. Effizienz des
Mitarbeiter-Know-How oder die Geschwindigkeit bei der Lösung von Problemen. Als
Kennzahlen dienen des Weiteren die Interaktionshäufigkeit, der Aufbau von interaktiven
Beziehungen oder die Schaffung von Informationsflüssen. Der dritte Messtyp widmet
sich dem eigentlichen Return on Investment, indem er den langfristigen Erfolg
betrachtet, der über die wichtigsten Prozess- (KPIs) und Schlüsselwert-Indikatoren
(KVIs) definiert wird. Messbar wäre hier z.B. die Anzahl der bearbeiteten Anrufer in
einem Call Center oder die Zeit, wie lange ein Produkt von der Entwicklung bis zur
Markteinführung braucht [CMK10].
2.2 RONI (Return on not Investing)
Durch die Komplexität beim Berechnen des Nutzens von Social Software schlagen
Simone Happ und Frank Wolf, Autoren des Blogs besser20.de, eine andere
Betrachtungsweise vor. Ihrer Meinung nach ist die Analyse wichtig, welche
Konsequenzen ein Nicht-Investieren in Social Software mit sich bringt. Die Risiken
werden im Return On Not Investing beschrieben und in diesem Beispiel auf vier Punkte
reduziert [HW09].
1. Durch Irrtümer und gescheiterte Projekte wird das Thema Social Software
beiseitegeschoben und mittelfristig nicht mehr betrachtet. Somit entsteht ein
großer technischer Rückstand im Vergleich zur Konkurrenz.
2. Social-Tools werden in den meisten Unternehmen schon in Insel-Projekten
eingeführt. Um die Kontrolle über diese Aktivitäten zu behalten, muss man sich
mit der Thematik auseinander setzen.
3. Wer für die neue Generation von Mitarbeitern und jungen Talenten attraktiv
bleiben will, muss Innovative Technologien anbieten.
4. Die Konkurrenz schläft nicht, daher ist es wichtig so früh wie möglich sich mit
Social Software zu beschäftigen. Eine integrative Einführung dauert eine
gewisse Zeit somit muss man längere Entwicklungszyklen und Lernprozesse
mit einplanen.
Der RONI stellt zusammenfassend eine allgemeine Argumentationsliste gegen das
Nicht-Einführen von Social Software dar. Jedoch fehlt leider eine quantifizierbare
Kennzahl zur Messung eines Nutzen, bzw. eines Nicht-Einführens.
2.3 IBM: Measuring the value of social software - Defining a measurement
approach that maps activity to business value
Einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt die IBM Corporation mit ihrem kürzlich
veröffentlichten White Paper „Measuring the value of social software“. Hierbei werden
drei Messungs-Typen unterschieden und zusätzlich Organisationslevel sowie Use Cases
involviert.
Unter „Vitality“ werden alle kurzfristigen Tätigkeiten oder Maßnahmen, wie z.B.
Anzahl der Blog-Beiträge, Anzahl der Wikis, angelegte Profile usw. bewertet.
„Capability“ hingegen beschreibt den mittelfristigen Nutzen, wie z.B. Effizienz des
Mitarbeiter-Know-How oder die Geschwindigkeit bei der Lösung von Problemen. Als
Kennzahlen dienen des Weiteren die Interaktionshäufigkeit, der Aufbau von interaktiven
Beziehungen oder die Schaffung von Informationsflüssen. Der dritte Messtyp widmet
sich dem eigentlichen Return on Investment, indem er den langfristigen Erfolg
betrachtet, der über die wichtigsten Prozess- (KPIs) und Schlüsselwert-Indikatoren
(KVIs) definiert wird. Messbar wäre hier z.B. die Anzahl der bearbeiteten Anrufer in
einem Call Center oder die Zeit, wie lange ein Produkt von der Entwicklung bis zur
Markteinführung braucht [CMK10].
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Zu diesem Modell gibt es bis jetzt noch keine Anwendungsfälle, die den Einsatz des
Bewertungssystems in der Praxis analysieren und untersuchen ob die Methode auch
weitestgehend in der Praxis angewendet werden kann. Ein Vorteil ist, dass das Modell
einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt und damit keine wichtigen Einflussgrößen
ausblendet.
2.4 Wirkungsstufen der Kommunikation nach Negelmann
Das Modell der Wirkungsstufen der Kommunikation beschreibt drei unterschiedliche
Stufen der Kommunikation in Unternehmen. Die Idee stammte von Walter K.
Lindenmann aus dem Jahre 1977 und wurde vom Internationalen Controller Verein um
zwei weitere Stufen (Input und Outflow) erweitert. Björn Negelmann hat dieses Modell
2009 auf den Einsatz von Social Networking Services erweitert. Hierfür hat er auf Basis
dieses Modells die fünf Schritte Input, Output, Outgrowth, Outcome und Outflow
betrachtet und den Hauptanwendungen (Tagging, Blogging, „Wiki-ing“, Social
Networking) von Enterprise 2.0 gegenübergestellt. Als Ergebnis erreicht man eine
Strategie-Map, die die Effekte von Enterprise 2.0 auf die Generierung von Business
Value aufzeigt [Nb09].
Das System wurde in der Praxis in abgewandelter Form in verschiedenen Szenarien zwar
schon angewendet, für die quantifizierbare Messbarkeit mit Kennzahlen gibt es hierfür
jedoch noch keine praktischen Analysen. Auch dieses Modell verfolgt einen
ganzheitlichen Ansatz und dient als Orientierung für weiterführende
Bewertungsmethoden.
3. Offene Forschungsfragen
Bislang konnte sich noch kein Modell zur Bewertung des Nutzens von Social Software
für die interne Unternehmenskommunikation als Standard durchsetzen. Ein Grund
hierfür kann sein, dass ausführliche Anwendungsszenarien sowie empirische Studien aus
der Praxis fehlen, die den Einsatz der Bewertungsmethoden analysieren. Des Weiteren
bestehen die Systemlandschaften in den Unternehmen meist aus individuell und
historisch gewachsenen Lösungen. Durch diesen Umstand herrscht oft eine hohe
Komplexität, an die sich nur wenige Verantwortliche heran trauen, bzw. der Aufwand in
keiner Korrelation zum Nutzen einer Bewertung steht. Vor allem da die
Investitionskosten von Social Software relativ gering sind, verzichten viele Unternehmen
auf die Messung eines quantifizierbaren Nutzens. Die Frage stellt sich hier jedoch, ob
langfristig diese Kennzahlen verzichtbar sind, vor allem wenn der entscheidende
Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz davon abhängen kann.
Im Zusammenhang mit der Bewertungsdiskussion zu Enterprise 2.0 stellen sich somit
folgende Forschungsfragen:
1. Welche Bewertungssysteme eignen sich, um den Nutzen von Social Software in
der internen Unternehmenskommunikation zu messen?
Zu diesem Modell gibt es bis jetzt noch keine Anwendungsfälle, die den Einsatz des
Bewertungssystems in der Praxis analysieren und untersuchen ob die Methode auch
weitestgehend in der Praxis angewendet werden kann. Ein Vorteil ist, dass das Modell
einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt und damit keine wichtigen Einflussgrößen
ausblendet.
2.4 Wirkungsstufen der Kommunikation nach Negelmann
Das Modell der Wirkungsstufen der Kommunikation beschreibt drei unterschiedliche
Stufen der Kommunikation in Unternehmen. Die Idee stammte von Walter K.
Lindenmann aus dem Jahre 1977 und wurde vom Internationalen Controller Verein um
zwei weitere Stufen (Input und Outflow) erweitert. Björn Negelmann hat dieses Modell
2009 auf den Einsatz von Social Networking Services erweitert. Hierfür hat er auf Basis
dieses Modells die fünf Schritte Input, Output, Outgrowth, Outcome und Outflow
betrachtet und den Hauptanwendungen (Tagging, Blogging, „Wiki-ing“, Social
Networking) von Enterprise 2.0 gegenübergestellt. Als Ergebnis erreicht man eine
Strategie-Map, die die Effekte von Enterprise 2.0 auf die Generierung von Business
Value aufzeigt [Nb09].
Das System wurde in der Praxis in abgewandelter Form in verschiedenen Szenarien zwar
schon angewendet, für die quantifizierbare Messbarkeit mit Kennzahlen gibt es hierfür
jedoch noch keine praktischen Analysen. Auch dieses Modell verfolgt einen
ganzheitlichen Ansatz und dient als Orientierung für weiterführende
Bewertungsmethoden.
3. Offene Forschungsfragen
Bislang konnte sich noch kein Modell zur Bewertung des Nutzens von Social Software
für die interne Unternehmenskommunikation als Standard durchsetzen. Ein Grund
hierfür kann sein, dass ausführliche Anwendungsszenarien sowie empirische Studien aus
der Praxis fehlen, die den Einsatz der Bewertungsmethoden analysieren. Des Weiteren
bestehen die Systemlandschaften in den Unternehmen meist aus individuell und
historisch gewachsenen Lösungen. Durch diesen Umstand herrscht oft eine hohe
Komplexität, an die sich nur wenige Verantwortliche heran trauen, bzw. der Aufwand in
keiner Korrelation zum Nutzen einer Bewertung steht. Vor allem da die
Investitionskosten von Social Software relativ gering sind, verzichten viele Unternehmen
auf die Messung eines quantifizierbaren Nutzens. Die Frage stellt sich hier jedoch, ob
langfristig diese Kennzahlen verzichtbar sind, vor allem wenn der entscheidende
Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz davon abhängen kann.
Im Zusammenhang mit der Bewertungsdiskussion zu Enterprise 2.0 stellen sich somit
folgende Forschungsfragen:
1. Welche Bewertungssysteme eignen sich, um den Nutzen von Social Software in
der internen Unternehmenskommunikation zu messen?
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2. Welchen messbaren Mehrwert bietet Social Software im Vergleich zu
vorhandenen Enterprise-Werkzeugen (Zeit- oder Kostenersparnisse,
Qualitätssteigerung)?
3. Welche Faktoren beeinflussen den Wandel hin zu Social Software-Lösungen?
Diese Fragen sollen in künftigen Forschungsarbeiten weiter ausgearbeitet, analysiert und
entsprechende Lösungen erarbeitet werden. Die Ergebnisse können dazu beitragen, dass
am Ende Johann Wolfgang von Goethe mit seiner Aussage „Mit dem Wissen wächst der
Zweifel.“ nicht Recht behält.
Literaturverzeichnis
[CB07] CoreMedia, Berlecon Research (2007): Enterprise 2.0 in Deutschland, Studie
[CMK10] Cooper, C. Martin, M., Kiernan, T. (2010): Measuring the value of social software,
Defining a measurement approach that maps activity to business value.
White Paper from IBM Corporation, Cambridge.
[HW09] Happ, S. und Wolf, F. (2009): Enterprise 2.0: Vom ROI zum RONI (Risk of Not
Investing); Zugriff am 26. Juni 2010 unter
http://www.projektmanagement20.de/enterprise-20-vom-roi-zum-roni-risk-on-not-
investing/86/
[Ki10] Kiellisch, Tanja (2010): Dialog statt Monolog: Social Media Newsroom. Artikel auf
VNR.de, einer Expertenplattform für Online-Marketing des Verlags für die Deutsche
Wirtschaft AG, Bonn. Zugriff am 4. Juli 2010 unter
http://www.vnr.de/b2b/Marketing/online-marketing/dialog-statt-monolog-social-media-
newsroom.html
[KN09] Koser, M., Negelmann, B. (2009): Enterprise 2.0 Fakten und Tipps zum Einsatz von
Social Software in Unternehmen. Artikel bei t3n, einer Zeitschrift der yeebase media
GbR. Zugriff am 26. Juni 2010 unter http://t3n.de/magazin/fakten-tipps-einsatz-social-
software-unternehmen-222507/1/
[KR09] Koch, M.; Richter, A: Enterprise 2.0. Planung, Einführung und erfolgreicher Einsatz
von Social Software in Unternehmen. Oldenburg-Verlag München, 2009; S.3
[Nb09] Negelmann, B. (2009): Ideas for the measurement of Enterprise 2.0 effects, Blogbeitrag
auf Enterprise2Open - Bonding the Enterprise 2.0 Community. Zugriff am 06. Juli 2010
unter http://blog.enterprise2open.com/2009/06/02/ideas-for-the-measurement-of-
enterprise-20-effects/
[Sc10] Schröder, F. (2010): Was ist der ROI von Enterprise 2.0 Software? – Unser Ansatz.
Artikel auf justsoftwareag.com, der Unternehmensseite der Just Software AG, Hamburg.
Zugriff am 4. Juli 2010 unter http://www.justsoftwareag.com/node/80
[SW49] Shannon, C., Waever, W. (1949): Mathematical Theory of Communication. University
of Illinois Press, 1949
2. Welchen messbaren Mehrwert bietet Social Software im Vergleich zu
vorhandenen Enterprise-Werkzeugen (Zeit- oder Kostenersparnisse,
Qualitätssteigerung)?
3. Welche Faktoren beeinflussen den Wandel hin zu Social Software-Lösungen?
Diese Fragen sollen in künftigen Forschungsarbeiten weiter ausgearbeitet, analysiert und
entsprechende Lösungen erarbeitet werden. Die Ergebnisse können dazu beitragen, dass
am Ende Johann Wolfgang von Goethe mit seiner Aussage „Mit dem Wissen wächst der
Zweifel.“ nicht Recht behält.
Literaturverzeichnis
[CB07] CoreMedia, Berlecon Research (2007): Enterprise 2.0 in Deutschland, Studie
[CMK10] Cooper, C. Martin, M., Kiernan, T. (2010): Measuring the value of social software,
Defining a measurement approach that maps activity to business value.
White Paper from IBM Corporation, Cambridge.
[HW09] Happ, S. und Wolf, F. (2009): Enterprise 2.0: Vom ROI zum RONI (Risk of Not
Investing); Zugriff am 26. Juni 2010 unter
http://www.projektmanagement20.de/enterprise-20-vom-roi-zum-roni-risk-on-not-
investing/86/
[Ki10] Kiellisch, Tanja (2010): Dialog statt Monolog: Social Media Newsroom. Artikel auf
VNR.de, einer Expertenplattform für Online-Marketing des Verlags für die Deutsche
Wirtschaft AG, Bonn. Zugriff am 4. Juli 2010 unter
http://www.vnr.de/b2b/Marketing/online-marketing/dialog-statt-monolog-social-media-
newsroom.html
[KN09] Koser, M., Negelmann, B. (2009): Enterprise 2.0 Fakten und Tipps zum Einsatz von
Social Software in Unternehmen. Artikel bei t3n, einer Zeitschrift der yeebase media
GbR. Zugriff am 26. Juni 2010 unter http://t3n.de/magazin/fakten-tipps-einsatz-social-
software-unternehmen-222507/1/
[KR09] Koch, M.; Richter, A: Enterprise 2.0. Planung, Einführung und erfolgreicher Einsatz
von Social Software in Unternehmen. Oldenburg-Verlag München, 2009; S.3
[Nb09] Negelmann, B. (2009): Ideas for the measurement of Enterprise 2.0 effects, Blogbeitrag
auf Enterprise2Open - Bonding the Enterprise 2.0 Community. Zugriff am 06. Juli 2010
unter http://blog.enterprise2open.com/2009/06/02/ideas-for-the-measurement-of-
enterprise-20-effects/
[Sc10] Schröder, F. (2010): Was ist der ROI von Enterprise 2.0 Software? – Unser Ansatz.
Artikel auf justsoftwareag.com, der Unternehmensseite der Just Software AG, Hamburg.
Zugriff am 4. Juli 2010 unter http://www.justsoftwareag.com/node/80
[SW49] Shannon, C., Waever, W. (1949): Mathematical Theory of Communication. University
of Illinois Press, 1949
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