Abstract
Der folgende Beitrag setzt sich mit dem Einfluss intersektionaler Diskriminierungserfahrungen von geflüchteten Frauen auf das psychische Wohlbefinden und mit der Frage, wie diese Erfahrungen in der Psychotherapie bearbeitet werden können, auseinander.In diesem Zusammenhang werden die Ergebnisse einer Studie vorgestellt, in welcher Interviews mit Psychotherpeut*innen durchgeführt wurden und sich bei der Analyse drei zentrale Dimensionen herauskristallisiert haben. Diese geben Aufschluss darüber, wie intersektionale Diskriminierung von geflüchteten Frauen in der Psychotherapie thematisiert wird, wie damit in der Therapie umgegangen wird und welche Herausforderungen und Bedarfe sich daraus für die Praxis ergeben. Anhand der Ergebnisse werden Elemente einer machtsensiblen Haltung für den Umgang mit intersektionalen Diskriminierungserfahrungen geflüchteter Frauen in der Psychotherapie herausgearbeitet.The following article explores the impact of intersectional discrimination on the mental health of refugee women and how this is addressed in psychotherapy.A study was conducted in which psychotherapists were interviewed and three central themes emerged during the analysis. The results provide information about how intersectional discrimination of refugee women is addressed in psychotherapy, how it is dealt with and what challenges and needs arise from this for the practice. Based on the findings, elements of a power-sensitive approach for dealing with intersectional discrimination experiences of refugee women in psychotherapy will be elaborated.
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Tiefenthaler, S. (2022). Intersektionale Diskriminierung: Erfahrungen und Perspektiven in der Psychotherapie mit Frauen mit Fluchtbiografien. Psychotherapie Forum, 26(3–4), 122–128. https://doi.org/10.1007/s00729-022-00216-6
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