JIM-Studie 2025

  • Struckmeyer K
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Abstract

Die JIM-Studie (Jugend, Information, Medien) gibt jährlich wichtige Einblicke in den Medienumgang Jugendlicher in Deutschland. In den aktuellen Ergebnissen sticht hervor, dass sich immer mehr Jugendliche auf die Hilfe von KI verlassen, sei es für die Schule, zur Recherche oder zur Beantwortung alltäglicher Fragen. 57 Prozent der befragten Jugendlichen halten KI-Antworten für vertrauenswürdig, zugleich sagen rund 37 Prozent, dass ihnen KI grundsätzlich Sorgen bereite. Hinsichtlich der Informationssuche landet ChatGPT auf dem zweiten Platz hinter klassischen Suchmaschinen. Über das aktuelle Weltgeschehen erfahren Jugendliche allerdings am häufigsten durch Gespräche mit der Familie (67 %) und Freund*innen (55 %). Das Smartphone bleibt der ständige Begleiter und das zentrale Medium der Jugendlichen. Ihre durchschnittliche Smartphone-Bildschirm­zeit liegt bei knapp vier Stunden täglich. In der Rangliste der wichtigsten Apps steht Whats­App unverändert an erster Stelle: 84 Prozent der Befragten zählen den Dienst zu ihren Top drei (ohne Antwortvorgabe). Dahinter folgt Instagram, das von einem Drittel der Jugendlichen genannt wird. Snapchat (+ 4 PP) liegt mit 24 Prozent erstmals seit 2017 wieder auf Rang drei, knapp vor TikTok (23 %). Die Mehrheit der Jugendlichen (68 %) stimmt der Aussage voll oder weitgehend zu, dass sie häufig mehr Zeit am Handy verbringen als ursprünglich geplant. Ähnlich viele Jugendliche berichten, ihre Zeit auch ohne ihr Smartphone und Internet zu genießen (+ 8 PP). Hier zeigt sich ein Widerspruch zwischen Einsicht und Verhalten, der auch Erwachsenen bekannt vorkommen dürfte. Neu im Rahmen der JIM-Studie ist der Medien­check: Unter mpfs.de/mediencheck steht ein interaktives Tool bereit, mit dem Jugendliche ihr Medienverhalten mit den Ergebnissen der JIM-Studie vergleichen können. Die Fragen sollen dazu anregen, das eigene Medienverhalten kritisch zu hinterfragen. Für die JIM-Studie 2025 wurden 1.200 12- bis 19-Jährige von Juni bis Juli 2025 telefonisch oder online befragt. Herausgeber der Studienreihe ist der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs), gemeinsam getragen von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK), der Medienanstalt Rheinland-Pfalz und dem Südwestrundfunk (SWR). https://mpfs.de

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Struckmeyer, K. (2026). JIM-Studie 2025. Merz | Medien + Erziehung, 70(1), 3. https://doi.org/10.21240/merz/2026.1.01

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