Abstract
Deutschland verfolgt das Ziel, die Energieversorgung weitgehend auf erneuerbare Energien umzustellen. Kommunen, Regionen und Bundesländer haben dabei jeweils eigene Ziele und bauen mit beachtlicher Dynamik dezentrale Erzeugungsanlagen oder gar Versorgungstrukturen auf. Jedoch zeichnet sich ab, dass die dezentralen Initiativen nicht immer eine systemübergreifende Optimierung im Blick haben. Daher scheint ein Paradigmenwechsel notwendig: Nicht der schnelle Ausbau der erneuerbaren Energien ist prioritär, sondern er muss in den Kontext einer optimierten und integrierten Energieversorgung gestellt werden. Erforderlich ist ein richtungsweisender Rahmen, der gewährleistet, dass subnationale Innovationen nicht in Konflikt mit funktionalen Erfordernissen des Transformationsprozesses geraten. Dazu bedarf es Mechanismen, die Interessen und Verteilungskonflikte zwischen Bund, Ländern und Kommunen austarieren.
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Ohlhorst, D., Tews, K., & Schreurs, M. (2013). Energiewende als Herausforderung der Koordination im Mehrebenensystem. TATuP - Zeitschrift Für Technikfolgenabschätzung in Theorie Und Praxis, 22(2), 48–55. https://doi.org/10.14512/tatup.22.2.48
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