Abstract
Risikowahrnehmung und Risikokommunika- tion sind die Hauptfelder der sozialpsycho- logischen Risikoforschung. Ihre gesell- schaftliche Rezeption unterscheidet sich deutlich. Während sich aus psychometri- schen Untersuchungen zur Risikowahrneh- mung die positiv besetzte Vorstellung einer ganzheitlichen Risikowahrnehmung von Laien entwickelte, die den als zu eng emp- fundenen Risikokonzepten der Experten entgegengesetzt wurde, geriet die Risiko- kommunikation in den Verdacht, ein Instru- ment zur Akzeptanzbeschaffung zu sein. Seitdem prägt die Suche nach der richtigen Balance zwischen Beteiligung der Öffent- lichkeit und Expertenkompetenz die gesell- schaftliche Diskussion. Eine tragfähige Risi- kokommunikation kann auf das Wissen von Experten nicht verzichten, darf jedoch die Belange der Bürger nicht vernachlässigen. Das langfristige Resultat eines – im besten Sinne verstandenen – Aufklärungsprozesses ist der „risikomündige Bürger“.
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Wiedemann, P., & Mertens, J. (2005). Sozialpsychologische Risikoforschung. TATuP - Zeitschrift Für Technikfolgenabschätzung in Theorie Und Praxis, 14(3), 38–45. https://doi.org/10.14512/tatup.14.3.38
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