Kompetenzen von Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen, berufliche Anforderungen und Folgerungen für die Hochschulreform

  • Schaeper H
  • Briedis K
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Abstract

Es sind je nach Dimension recht unterschiedliche Kompetenzniveaus bei den Hochschulabsolventinnen und -absolventen feststellbar. So schätzen rund drei Viertel der Befragten die eigenen Methodenkompetenzen als (sehr) hoch ein, und gut die Hälfte der Befragten hält auch die eigene (Selbst-)Organisationsfähigkeit und die Präsentationskompetenzen für gut. Über bereichsspezifische Fachkompetenzen und auch über Sozialkompetenzen verfügt dagegen nur eine Minderheit in hohem Maße (40 % bzw. 31 %). Von den weiteren Einzelkompetenzen sind breites Grundlagenwissen (62 Kenntnisse in EDV (55 fachübergreifendes Denken (52 und Kenntnisse wissenschaftlicher Methoden (50 bei der Mehrheit der Befragten besonders gut entwickelt. Eher schwach ausgeprägt sind allerdings die Fremdsprachen-, Rechts- und Wirtschaftskenntnisse sowie die Fähigkeit, wissenschaftliche Ergebnisse und Konzepte praktisch umzusetzen. 1 Im Vergleich zwischen Absolventinnen und Absolventen mit Fachhochschul- und Universitätsabschluss verfügen die Fachhochschuldiplomierten meistens über ein geringeres und nur selten über ein gleich hohes oder höheres Kompetenzniveau als die Universitätsabgängerinnen und -abgänger. Nur hinsichtlich der EDV-, Rechts- und Wirtschaftskenntnisse haben Fachhochschuldiplomierte gegenüber Befragten mit universitären Abschlüssen einen Kompetenzvorsprung. Dieser löst sich für die EDV- und Wirtschaftskenntnisse unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Fächerstrukturen an Fachhochschulen und Universitäten auf und bleibt nur noch bei den Rechtskenntnissen bestehen. 1 Vor allem ehemalige Studierende mit Magisterabschluss, Psychologie- oder Pädagogikdiplom sowie Absolventinnen und Absolventen Studiengänge bezeichnen sich in allen Kompetenzdimensionen als gut auf den Beruf vorbereitet. Ingenieurinnen und Ingenieure, Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler sowie Informatikerinnen und Informatiker sind vor allem fachlich versiert, jedoch sind Sozial-, Präsentations- sowie (Selbst-)Organisationskompetenzen bei ihnen deutlich seltener gut entwickelt. In nahezu allen Kompetenzbereichen schneiden Akademikerinnen und Akademiker der drei großen Fachrichtungen mit Staatsexamen (Lehramt, Medizin, Rechtswissenschaft) besonders schlecht ab. 2

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Authors

  • Hildegard Schaeper

  • Kolja Briedis

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