Die Reise zum Mond

  • Müller J
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Abstract

Basierend auf den Romanen Von der Erde zum Mond von Jules Verne und Die ersten Menschen auf dem Mond von H. G. Wells, schuf Georges Méliès mit Die Reise zum Mond einen der ersten Science-Fiction-Filme. Die Uraufführung fand am 1. September 1902 im Pariser Olympia statt. Die Reise zum Mond gilt zusammen mit Der große Eisenbahnraub (1903) und den ersten Filmen der Brüder Lumière als das bekannteste Werk aus den Anfangsjahren der Filmgeschichte. Anders als Auguste und Louis Lumière war Méliès von Anfang an fasziniert von den Möglichkeiten, mit Hilfe des Films fantasievolle Geschichten zu erzählen. Als professioneller Zauberkünstler war er mit dem Einsatz von Bühnentechniken und -effekten wie verborgenen Falltüren oder pyrotechnischen Effekten bestens vertraut, und viele dieser Tricks finden sich auch in seinen Filmen wieder. Zusätzlich setzte er neue visuelle Effekte wie Doppelbelichtungen, Split Screens oder Stop-Action oder Stop-Motion ein, mit denen er Szenen schaffen konnte, die auf der herkömmlichen Theaterbühne nicht darstellbar waren. Vor allem die Sequenz des Raketenfluges mit der Landung im rechten Auge des Mann im Mond zeigt exemplarisch die technischen Fähigkeiten von Méliès. Er fungierte in diesem Film nicht nur als Regisseur, Produzent, Drehbuchautor und Hauptdarsteller, sondern entwarf auch die Szenenbilder und Kostüme. Durch die aufwendigen Szenenbilder zählte Die Reise zum Mond zu Méliès' teuersten Produktionen, wurde aber auch zum erfolgreichsten seiner insgesamt über 500 Filme. Dabei entgingen ihm allerdings die Einnahmen durch den Vertrieb des Films in den Vereinigten Staaten, da Techniker von Edisons Filmstudio heimlich Kopien des Films anfertigten und in den USA veröffentlichten. Andere Filmproduzenten veröffentlichen Raubkopien des Film unter anderen Namen, so wurde Die Reise zum Mond auch als A Trip to Mars aufgeführt. Im Jahre 2002 wurde eine vollständige Kopie des Films in Frankreich entdeckt, die zudem komplett handkoloriert ist. Es existieren viele verschiedene Fassungen des Films, die teilweise Szenen enthalten, die offenbar später gedreht wurden. So landet in einer Version die Rakete in dem geöffneten Mund des Mondgesichtes. Damals wurden noch keine Zwischentitel zur Erläuterung der Handlung eingesetzt, doch hatte Méliès einen Text vorbereitet, der häufig zur Begleitung der Vorführungen vorgelesen wurde (und auf einigen amerikanischen DVD-Veröffentlichungen zu hören ist). Außerdem bewarb Méliès den Film in seinem Katalog mit insgesamt 30 Kapitelüberschriften, die einen Überblick über die Handlung geben. Die Bilder von Die Reise zum Mond wurden in den letzten hundert Jahren immer wieder zitiert. Die gigantische Kanone, die die Kapsel abfeuert, taucht im Science-Fiction-Film Was kommen wird auf, der Mann im Mond findet sich unter anderem in Baz Luhrmanns Film Moulin Rouge wieder. Originalszenen aus Die Reise zum Mond werden im Musikvideo „Heaven for Everyone“ von Queen (1995) verwendet. Das Video „Tonight, Tonight“ von den Smashing Pumpkins (1996) lehnt sich stilistisch daran an. Eine Episode der von Tom Hanks produzierten Fernsehserie From the Earth to the Moon widmet sich der Produktion des Films und stellt Méliès' Visionen die letzte bemannte Mondlandung von Apollo 17 gegenüber. Wikipedia.de TS - RIS

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Müller, J. (2025). Die Reise zum Mond. Physik in Unserer Zeit, 56(6), 261–261. https://doi.org/10.1002/piuz.70010

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