Abstract
Dieser Beitrag gibt einen Überblick über Soziale Medien (Social Media) als möglicher Einflusskanal von Lobbyismus. Dies wird anhand des Beispiels der Wissenschaftskommunikation näher erläutert. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden durch etablierte wissenschaftliche Beratungsgremien, wie Beiräte und Kommissionen, zur politischen Entscheidungsfindung miteinbezogen. Durch die Bedeutungszunahme Sozialer Medien in der Wissenschaftskommunikation können Wissenschaftler jedoch inzwischen direkt mit anderen Wissenschaftlern und ihrem Publikum kommunizieren sowie politische Handlungsempfehlungen in die öffentliche Diskursarena und in Richtung politische Handlungsträger senden. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Erkenntnisse zu konfligierenden Interessen im Spannungsfeld zwischen Wissenschaftskommunikation und wissenschaftlicher Politikberatung. Vor dem Hintergrund informations- und sozialökonomischer Entscheidungs- und Handlungstheorien diskutiert der Beitrag exemplarisch an diesem Anwendungsfall, inwiefern Kommunikation auf Sozialen Medien einen Einflusskanal für Lobbyismus eröffnen kann, der sowohl bestimmten Interessengruppen als auch den kommunizierenden Wissenschaftlern selbst dient.
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Heine, K., & Ohliger, U. A. (2022). Lobbying und Soziale Medien: Wissenschaftskommunikation als Anwendungsfall. In Handbuch Lobbyismus (pp. 1–23). Springer Fachmedien Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-32324-0_15-1
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