Abstract
schlagen in ihrem Bei-trag für eine kritische Normenforschung ein poststrukturalistisches, hegemoniekri-tisches Programm vor, das einem affirmativen Mainstream der konstruktivistischen Normenforschung entgegengestellt wird, der machtvergessen, unreflektiert und eu-rozentrisch sei. Programmatisch plädieren sie darum für eine Entlarvung hegemo-nialer Wertbestände, die Rekonstruktion und Stärkung nicht-westlicher, lokaler Wertbestände und verstärkte Reflektion der eigenen Position im Prozess der Wahr-heitsproduktion. Wir zeigen anhand dreier Punkte, dass das vorgeschlagene Pro-gramm nicht für eine wirklich »kritische« Normenforschung fruchtbar ist: (1) Es verzerrt die Schwächen und Leistungen der konstruktivistischen Normenforschung, (2) es prämiert eine unreflektierte Verwendung von »westlich« und »lokal« und (3) ihm fehlt das Instrumentarium, um politische Prozesse normativ zu reflektieren. Einleitung 1
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Deitelhoff, N., & Zimmermann, L. (2013). Aus dem Herzen der Finsternis: Kritisches Lesen und wirkliches Zuhören der konstruktivistischen Normenforschung. Eine Replik auf Stephan Engelkamp, Katharina Glaab und Judith Renner. Zeitschrift Für Internationale Beziehungen, 20(1), 61–74. https://doi.org/10.5771/0946-7165-2013-1-61
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