Sexualität: Probleme, Analysen und Transformationen

  • Bührmann A
  • Mehlmann S
N/ACitations
Citations of this article
6Readers
Mendeley users who have this article in their library.
Get full text

Abstract

Der Beginn der Frauenforschung über Sexualität ist eng mit der Entstehung der Neuen Frauenbewegung in den 1960er Jahren in Westdeutschland verbunden. Unter dem Motto „Das Private ist politisch`` kritisierten Frauen die konkreten Auswirkungen der sexuellen Revolution und forderten eine Politisierung des Privaten: Im Zentrum ihrer Kampagnen und Debatten stand das Selbstbestimmungsrecht der Frau. Diskutiert wurde zum einen die (alltägliche) Gewalt gegen Frauen und Mädchen im Allgemeinen und im Besonderen die Fragen der Prostitution und der Pornographie. Frauen wendeten sich gegen patriarchale Weiblichkeitsvorstellungen in Bezug auf den weiblichen Körper und die Sexualität von Frauen, z.B. den ‚Mythos vom vaginalen Orgasmus`. Zum anderen bekannten Frauen im Rahmen der Abtreibungsdebatte öffentlich, dass sie abgetrieben hatten. Sie organisierten Demonstrationen, auf denen sie eine Reform bzw. eine Streichung des {\textsection} 218 forderten. In vielen Großstädten wurden Frauennotrufe und Selbsthilfegruppen gegründet. Zudem verfassten Frauen Handbücher, in denen frauenfeindliche Praktiken einer ‚männlichen` Medizin angeprangert und frauenfreundlichere Behandlungsmethoden aufgezeigt wurden.

Cite

CITATION STYLE

APA

Bührmann, A. D., & Mehlmann, S. (2008). Sexualität: Probleme, Analysen und Transformationen. In Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung (pp. 608–616). VS Verlag für Sozialwissenschaften. https://doi.org/10.1007/978-3-531-91972-0_71

Register to see more suggestions

Mendeley helps you to discover research relevant for your work.

Already have an account?

Save time finding and organizing research with Mendeley

Sign up for free