Die spätglazialen Stadien und postglazialen Schwankungen von Ostalpengletschern

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Es werden kurz Lage und Merkmale der spätglazialen Rückzugsstadien im Bereich des eiszeitlichen Inngletschers angeführt, der aktuelle Forschungsstand referiert und zur bisherigen chronologischen Einstufung der Stadien kritisch Stellung genommen. An mit 14C‐Daten belegten Beispielen aus den Ötztaler Alpen und den Hohen Tauern wird gezeigt, daß die Gletscher schon im mittleren Präboreal um 9500 BP bis auf die neuzeitliche Größenordnung abgeschmolzen waren. Daun‐ und Egesenstadium müssen folglich älter sein und werden in die Jüngere Dryas (Pollenzone III) zurückgesetzt. Das Gschnitzstadium kann vor Alleröd (II) in der Älteren Dryas (Ic), das Steinachstadium vor Bölling (Ib) erfolgt sein. Das alpine Postglazial beginnt mit dem raschen und endgültigen Abschmelzen der Gletscher zu neuzeitlicher Größe mit der Wende Jüngere Dryas/Präboreal (III/IV). Um 9500 BP erreichen die klimatischen Verhältnisse gegenwärtige Normalwerte und pendeln seither nur in engen Grenzen, ein Befund, der auch mit der außeralpinen Klimageschichte gut übereinzustimmen scheint. © 1972 Deutsche Botanische Gesellschaft/German Botanical Society

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Patzelt, G. (1972). Die spätglazialen Stadien und postglazialen Schwankungen von Ostalpengletschern. Berichte Der Deutschen Botanischen Gesellschaft, 85(1–4), 47–57. https://doi.org/10.1111/j.1438-8677.1972.tb03132.x

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