Abstract
Das Institut für Fischerei in Starnberg (IFI) ist Teil der Bayeri- schen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL). Es besteht neben dem Hauptstandort Starnberg aus der Außenstelle für Karpfen- teichwirtschaft in Höchstadt (Mittelfranken) und der Staatlichen Fischbrutanstalt in Nonnenhorn (Bodensee). Das Institut erfüllt hoheitliche Aufgaben in der Berufsbildung (Fischwirt / Fisch- wirtschaftsmeister). Darüber hinaus stellt die Weiterbildung ei- nen wesentlichen Bestandteil der Arbeit dar. Ein weiteres Aufga- benfeld ist die anwendungsorientierte Forschung. Diese liefert die Grundlage für eine kompetente Beratung von Praxisbetrie- ben, Politik und Administration. Im Bereich der Forschung wurde im Jahr 2014 u. a. an der Wirtschaftlichkeit der Karpfen- teichwirtschaft gearbeitet. Unter Berücksichtigung der gravierenden Probleme mit fisch- fressenden Vögeln, wurden Maßnahmen zum Schutz der Fischbestände, wie z. B. Netz- überspannungen, untersucht. Neben der praktischen Anwendbarkeit und Wirksamkeit wurden auch betriebswirtschaftliche Berechnungen angestellt. In diesem Zusammenhang wurden in diesem Jahr zur Karpfenteichwirtschaft Deckungsbeiträge online zur Verfügung gestellt. Dazu wurde eine umfangreiche Betriebsleiterbefragung von fast 100 bayerischen Teichwirtschaften ausgewertet, die sehr aktuelle und auch für die Beratung wertvolle Da- ten ergeben hatte. Die Wirtschaftlichkeit stand auch bei vielen Projekten zur Forellenpro- duktion im Mittelpunkt des Interesses. Erhebungen zur Preisentwicklung der vergangenen Jahre ergaben zwar gestiegene Absatzpreise, allerdings haben sich die Kosten noch stärker erhöht. Auf Grund der Abhängigkeit der Forellen- und Saiblingsaufzucht von Zukaufsfut- termitteln, wurde auch in diesem Jahr die Forschung zu alternativen Futterrohstoffen fort- gesetzt. In den freien Gewässern Bayerns wurden Fischbestandserhebungen zur Bewer- tung gemäß der EU-Wasserrahmenrichtlinie und zur Erstellung von Gutachten zur fische- reilichen Bewirtschaftung durchgeführt. Wie in den Vorjahren, nahm die Bildungsarbeit im Institut für Fischerei einen großen Raum ein. Während in anderen Bundesländern ein eher rückläufiger Trend bei den Aus- zubildendenzahlen zu verzeichnen ist, wurden an unserer „Fischereischule“ nach wie vor starke Jahrgänge unterrichtet und geprüft. Darüber hinaus bestand - wie gewohnt - eine hohe Nachfrage nach dem Erwachsenenbildungsangebot und weiterqualifizierenden Lehr- gängen am Institut für Fischerei. Das IFI war im Bereich der Ausbildung auch hinter den Kulissen im Bereich der Ausbildung aktiv: Derzeit befindet sich das Berufsbild „Fisch- wirt“ im Prozess der Neuordnung. Mitarbeiter des Hauses haben auch auf Bundesebene erheblichen Anteil an der inhaltlichen Neugestaltung und Modernisierung der fischereilichen Berufsausbildung.
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Menzel, S. (2017). Jahresbericht 2016. Neues Lausitzisches Magazin, 139, 175–176. https://doi.org/10.63045/nlm.bd.139.2017.s.175-176
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