Telenotarzt

  • Koncz V
  • Kohlmann T
  • Bielmeier S
  • et al.
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Abstract

Telemedizinische Konzepte – wie in verschiedenen klinischen Bereichen, z. B. in der Radiologie, erfolgreich etabliert – werden in Deutschland zunehmend auch in der präklinischen Situation (Telenotarzt) umgesetzt. Im vorliegenden Beitrag sollen die Ziele und Voraussetzungen sowie die praktische Umsetzung und die möglichen Einsatzindikationen für ein Telenotarztsystem in der präklinischen Situation dargestellt werden. Diskussion von Grundlagenarbeiten und Expertenempfehlungen, insbesondere aus Erfahrungen des Telenotarztprojekts in einem städtischen Umfeld (Aachen). Ergänzend wird auf ein zweites Pilotprojekt in einer ländlichen Region (Straubing, Bayern) Bezug genommen. Zur erfolgreichen Implementierung eines Telenotarztsystems ist die Schaffung besonderer Rahmenbedingungen, insbesondere rechtlicher und technischer Art, Voraussetzung. Um die optimale Prozessqualität zu erreichen, gilt es, ein umfassendes Konzept zu etablieren, in dem Aspekten der Patientensicherheit Rechnung getragen wird und Komponenten, wie der gesamte Dispositionsprozess in der Leitstelle sowie die Schulung aller Beteiligten, besonders zu berücksichtigen sind. Das Gesamtkonzept Telenotarzt begegnet mit seinen besonderen Strukturen und Prozessen den sich ändernden Herausforderungen im präklinischen Gesundheitssystem und eröffnet neue Möglichkeiten einer Patientenversorgung, die den aktuellen Anforderungen Rechnung trägt.

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Koncz, V., Kohlmann, T., Bielmeier, S., Urban, B., & Prückner, S. (2019). Telenotarzt. Der Unfallchirurg, 122(9), 683–689. https://doi.org/10.1007/s00113-019-0679-8

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