Abstract
Die operative Therapie bedarf ebenfalls einer gründlichen Vorbereitung und der Behandlung von Begleiterkrankungen, die patienten- und problemorientiert ausgerichtet sein sollte. Das radikale chirurgische Débridement, wenn möglich in der „Pseudotumor-Technik“ nach Guttmann, steht an erster Stelle. Prinzipiell sollten dabei das Spenderareal und die versorgenden Gefäße geschützt werden. Der Entscheid der operativen Versorgung sollte nach einem Stufenkonzept der plastisch-chirurgischen Deckungsverfahren getroffen werden. Beim Ersteingriff sollte die eventuelle erforderliche Behandlung von Rezidiven mit eingeplant werden. Im Regelfall ist ein zweizeitiges Vorgehen indiziert: 1. Gründliches operatives Wunddébridement zur Erzielung eines makroskopisch sauberen Wundgrundes. 2. Nach nochmaligem Ausschneiden der Defektfläche folgt die definitive Defektdeckung mit plastisch-chirurgischen Operationsverfahren.
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Schempf, M., Warda, C., Mentzel, M., Kalke, Y.-B., & Huch, K. (2012). Therapie und Prophylaxe von Dekubitalulzera – Teil 1. Orthopädie Und Unfallchirurgie Up2date, 7(01), 3–24. https://doi.org/10.1055/s-0031-1298233
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