Abstract
Diskussion des Epochenbegriffs "Mittelalter" und warum die ans Abendland andockende Anwendung des Begriffs als übergriffig und kolonialisierend zu verstehen ist und einer Grundlage in der Wirklichkeit entbehrt. Mit der Islamisierung Arabiens ab dem 7. Jh. bricht keine neue Epoche an, sondern setzt sich die Spätantike nahtlos fort. Auch die Kalifen betrachteten sich als Erben des römischen Reichs, das nun mehr in drei Teilen existert (weströmisch, oströmisch und arabisch). Ein Bruch lässt sich nicht erkennen. Die Geschichte der (Spät-)Antike ließe sich eher ohne Westeuropa schreiben als ohne den iranischen Raum (der oft übersehen und vernachlässigt wird in europäischer Geschichtsschreibung). Die romano-graeco-iranische Antike.
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Mauder, C. (2020). Thomas Bauer, Warum es kein islamisches Mittelalter gab: Das Erbe der Antike und der Orient. Al-ʿUsur Al-Wusta, 28(1). https://doi.org/10.52214/uw.v28i1.8435
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