Abstract
Die Struktur der Eigentumsverhältnisse unterliegt auch im Kapitalismus einem historischen Wandel. Idealtypisch lassen sich drei Stufen unterscheiden: Familienkapitalismus, Managerkapitalismus, institutioneller Kapitalismus. Im institutionellen Kapitalismus bilden sich Netzwerke von Unternehmen, die durch Kapitalbeteiligungen und den Austausch von Direktoren verflochten werden. In einem solchen Netzwerk verbindet sich die bürokratische Herrschaft der Manager mit der Herrschaft durch Eigentum. Die Expansion des Marktes für Unternehmenskontrolle, auf dem Unternehmen als „Ganze“ gekauft und verkauft werden, stellt eine Bedrohung der Managerherrschaft dar. Eigentümer üben wieder Herrschaft aus, die auf wechselseitiger Kontrolle in einem Netzwerk von Unternehmen beruht.
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Windolf, P. (1994). Die neuen Eigentümer. Zeitschrift Für Soziologie, 23(2), 79–92. https://doi.org/10.1515/zfsoz-1994-0201
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