Abstract
Eine der klassischen Beschreibungen der Technikfolgenabschätzung (TA) besteht darin, sie als Technikfolgenforschung für Politikberatung zu verstehen. Während dies für viele Felder der TA immer noch gilt, hat sich jedoch in den letzten ca. zehn Jahren im Bereich der „new and emerging sciences and technologies“ (NEST) eine neue Entwicklung ergeben. Technikfolgenforschung ist dort aufgrund der vielfach spekulativen, zumindest aber hoch unsicheren Zukünfte kaum möglich. Stattdessen werden die sich dazu bildenden wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Debatten, etwa zur Nanotechnologie, zur Synthetischen Biologie oder zum Human Enhancement selbst zum Gegenstand der TA. In ihrer Erforschung bedarf die TA der interdisziplinären Kooperation mit den dafür einschlägigen Fachwissenschaften, wie z. B. der soziologischen Diskursforschung oder der Sprachwissenschaft.
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Grunwald, A. (2014). Technikfolgenabschätzung als „Assessment“ von Debatten. TATuP - Zeitschrift Für Technikfolgenabschätzung in Theorie Und Praxis, 23(2), 9–15. https://doi.org/10.14512/tatup.23.2.9
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