Abstract
Das sportliche Training ist konstitutives Merkmal der Trainingswissenschaft. Verbreitete und historisch legitimierte Trainingsdefinitionen beziehen sich i. d. R. auf Leistungsverbesserungen, welche durch systematische, planbare und sachorientierte Einwirkungen erzielt werden sollen. Im Gegensatz dazu stehen vom Anwendungsfeld abhängige Begriffsverständnisse der Alltagssprache sowie die Mehrdeutigkeit im Umgang mit dem Trainingsbegriff. Neuere Definitionsansätze favorisieren einen eher offenen Trainingsbegriff und zielen auf beabsichtigte und nicht beabsichtigte Wirkungen im Sport und durch Sport ab. Da die Trainingswirkungen nicht allein auf die Leistungsveränderung abzielen, erscheint eine inhaltlich offenere Definition lohnend. Des Weiteren erlaubt eine offene Perspektive, zukünftige gesellschaftliche Entwicklungen und technologische Fortschritte in die Begriffsdefinition einzubeziehen.
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Fröhlich, M., & Ludwig, O. (2019). Trainingsbegriff im Sport. In Bewegung, Training, Leistung und Gesundheit (pp. 1–16). Springer Berlin Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-53386-4_41-1
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