Ether auf Si(001): Ein Paradebeispiel für die Gemeinsamkeiten zwischen Oberflächenwissenschaften und organischer Molekülchemie

  • Pecher L
  • Laref S
  • Raupach M
  • et al.
N/ACitations
Citations of this article
1Readers
Mendeley users who have this article in their library.
Get full text

Abstract

Wir zeigen mit quantenchemischen Methoden, dass sich die Adsorption von Ether‐Molekülen auf Si(001) im Ultrahochvakuum durch klassische Konzepte der organischen Molekülchemie verstehen lässt. Wie unsere detaillierte Analyse zeigt, spiegelt der zweistufige Mechanismus – 1) Ausbildung einer dativen Bindung zwischen dem Sauerstoffatom am Ether und einem Lewis‐sauren Oberflächenatom, 2) nukleophiler Angriff eines nahegelegenen Lewis‐basischen Oberflächenatoms – die säurekatalysierte Etherspaltung in Lösung wider. Zudem ist die dative O‐Si‐Bindung die stärkste ihrer Art und die Reaktivität in Schritt 2 verläuft entgegen dem Bell‐Evans‐Polanyi‐Prinzip. Mithilfe einer neuartigen Methode der Bindungsanalyse wird außerdem die Umverteilung von Elektronendichte während des C‐O‐Bindungsbruchs visualisiert. Hierbei wird deutlich, dass der Mechanismus nukleophiler Substitutionen auf Halbleiteroberflächen identisch zu molekularen S N 2‐Reaktionen ist. Unsere Untersuchungen verdeutlichen, wie die Forschungsfelder der Oberflächenwissenschaften und Molekülchemie voneinander profitieren können und so unerwartete Einblicke ermöglichen.

Cite

CITATION STYLE

APA

Pecher, L., Laref, S., Raupach, M., & Tonner, R. (2017). Ether auf Si(001): Ein Paradebeispiel für die Gemeinsamkeiten zwischen Oberflächenwissenschaften und organischer Molekülchemie. Angewandte Chemie, 129(47), 15347–15351. https://doi.org/10.1002/ange.201707428

Register to see more suggestions

Mendeley helps you to discover research relevant for your work.

Already have an account?

Save time finding and organizing research with Mendeley

Sign up for free