Abstract
Lugdunin, ein neues Thiazolidin‐Cyclopeptid, weist gegenüber Methicillin‐resistentem Staphylococcus aureus (MRSA) antimikrobielle Wirkung im mikromolaren Bereich auf. Für die Untersuchung von Struktur‐Aktivitätsbeziehungen (SAR) wurden synthetische Alanin‐ und Stereo‐Derivate sowie Peptide mit modifiziertem Thiazolidinring auf ihre antimikrobielle Aktivität getestet. Sowohl das Thiazolidin als auch die d ‐, l ‐alternierende Konfiguration stellen essentielle Strukturmotive dar. Bemerkenswert ist die identische Aktivität des Enantiomers, was eine stereospezifische Wechselwirkung mit einem Zielmolekül ausschließt. Die antibakterielle Wirkung korreliert stark mit dem Einbrechen des Membranpotentials von S. aureus . Lugdunin gleicht pH‐Gradienten in künstlichen Membranvesikeln unter Erhalt der Membranintegrität aus. Der Wirkmechanismus (MoA) beruht somit auf Protonentransport. Der Einbau eines zusätzlichen Tryptophans oder einer Propargylfunktion erweitert die Diversität dieser neuen Substanzklasse der Thiazolidin‐Cyclopeptide.
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Schilling, N. A., Berscheid, A., Schumacher, J., Saur, J. S., Konnerth, M. C., Wirtz, S. N., … Grond, S. (2019). Synthetische Analoga zeigen die essentiellen Strukturmotive von Lugdunin und seinen Protonentransport. Angewandte Chemie, 131(27), 9333–9338. https://doi.org/10.1002/ange.201901589
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