Abstract
Clusterkopfschmerzen haben eine Inzidenz von 1–3 pro 10.000 bei einem Geschlechterverhältnis männlich zu weiblich von 2,5:1. Die Erkrankung ist nicht lebensbedrohlich, aber die Attacken können den einzelnen Patienten erheblich beeinträchtigen und die Lebensqualität stark einschränken. Die Attacken dauern zwischen 15 min und 3 h. Die Pathophysiologie der Erkrankung ist unklar. Bekannt ist, dass der Hypothalamus und Hirnstamm sowie genetische Faktoren wie der G1246A-Polymorphismus eine Rolle spielen. Oft charakterisiert ein zirkadianer Rhythmus die Attacken. Unterschieden wird zwischen episodischem und chronischem Clusterkopfschmerz. In unserer Studie behandelten wir 29 Patienten mit Clusterkopfschmerz – 13 mit der chronischen und 16 mit der episodischen Form. Die Patienten erhielten Ketamin i.v. über 40 min bis eine Stunde alle 2 Wochen oder zeitnäher bis zu 4‑mal. Es gelang, bei 100 % der Patienten mit episodischen und bei 54 % der Patienten mit chronischen Clusterkopfschmerzen die Attacken für einen Zeitraum von 3 bis 18 Monaten zu stoppen. Wir postulierten neuroplastische Phänomene und eine Neuromodulation als mögliche Mechanismen.
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Granata, L., Niebergall, H., Langner, R., Agosti, R., & Sakellaris, L. (2016). Ketamin i. v. zur Behandlung von Clusterkopfschmerz. Der Schmerz, 30(3), 286–288. https://doi.org/10.1007/s00482-016-0111-z
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