Abstract
Zusammenfassung Die Stabilität im Schultergelenk wird nicht durch den Kapsel-Band-Apparat, sondern durch die aktive Sicherung der umgebenden Muskulatur gewährleistet. Diese wiederherzustellen ist die zentrale Aufgabe der physiotherapeutischen Behandlung nach operativer Therapie einer Schultergelenkluxation, mit der eine Zentrierung des Humeruskopfs in der skapulären Gelenkpfanne angestrebt wird. Leitziel der Physiotherapie ist dann, die Beweglichkeit im Glenohumeralgelenk bei zentriertem Humeruskopf wiederherzustellen. Neben den allgemeinen Prophylaxen sollen mit dem frühfunktionellen Therapieansatz unter Berücksichtigung der verletzen Strukturen die Mobilität aufgebaut und das verletzte Gelenk zügig in die Koordinationskomplexe des Alltags eingebunden werden, wofür umfassende Informationen durch den Operateur zu erlaubten Bewegungen erforderlich sind. Behandlungspfade ermöglichen eine rasche und zielgerichtete Behandlung, Grundlage einer gezielten, funktionsbezogenen und schonenden Physiotherapie sind aber stets die individuellen Befundergebnisse. Es kommt ein breites Spektrum physiotherapeutischer Methoden wie propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation, funktionelle Bewegungslehre, manuelle Therapie und Spiraldynamik zum Einsatz.
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Belzl, H. (2008). Schultergelenkluxation. Trauma Und Berufskrankheit, 10(S3), 303–305. https://doi.org/10.1007/s10039-008-1404-y
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