Abstract
Das deutsche System der personalisierten Verh{ä}ltniswahl kombiniert Elemente der Mehrheitswahl in Einerwahlkreisen mit der Verh{ä}ltniswahl {ü}ber starre Landeslisten. Es erm{ö}glicht daher vergleichende Studien zu den Effekten von Mehrheits- und Verh{ä}ltniswahl innerhalb ein und desselben Falles, obwohl wechselseitig ``kontaminierte'' Wahlregeleffekte die Messung der reinen Effekte von Mehrheits- und Verh{ä}ltniswahl verhindern. Dieser Artikel untersucht, ob mit Listen-, Direkt- und Doppelkandidaturen unterschiedliche Wiederwahlwahrscheinlichkeiten verbunden sind. Die Studie basiert auf der Auswertung aller 16 Bundestagswahlen von 1949 bis 2005. Im Ergebnis zeigen sich insgesamt niedrigere Wiederwahlchancen als die in vorherigen Studien ermittelten Werte. Der Aufsatz best{ä}tigt jedoch vorherige Befunde hinsichtlich der h{ö}heren Wiederwahlchancen von Direktkandidaten, von doppelt nominierten Kandidaten, und hinsichtlich der Bedeutung der L{ä}nge der Legislaturperiode f{ü}r die Wiederwahlwahrscheinlichkeit.
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Manow, P. (2008). Wiederwahlwahrscheinlichkeiten im deutschen System der personalisierten Verhältniswahl – eine empirische Untersuchung der 16 Bundestagwahlen, 1949-2005. Zeitschrift Für Politikwissenschaft, 18(2), 147–166. https://doi.org/10.5771/1430-6387-2008-2-147
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