Gruppenarbeit und Arbeitshabitus

  • Wittel A
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Abstract

Der Beitrag basiert auf einer ethnographischen Untersuchung in zwei Maschinenbaubetrieben und geht der Frage nach, warum der Weg zur Gruppenarbeit in der Fertigungsindustrie bislang so mühsam verläuft. Nach einer kritischen Revision der aktuellen industriesoziologischen Befunde wird die These entwickelt, daß Gruppenarbeit weniger auf die Arbeitsinhalte, sondern vielmehr auf die Haltung zur Arbeit zielt. Dabei geht es insbesondere um die Herausbildung eines bürgerlichen Arbeitshabitus, also um ein erstens intrinsisches und zweitens diskursives Arbeitsverständnis. Vor allem die älteren und ungelernten Industriearbeiterinnen und -arbeiter haben jedoch einen Arbeitshabitus, der sich nicht zuletzt als Reaktion auf fordistische Zumutungen herausgebildet hat und der mit den neuen Anforderungen kaum kompatibel ist: Arbeit bedeutet für sie in erster Linie Gelderwerb, Körperlichkeit, Unterordnung und Routine. Der Beitrag endet mit dem Vorschlag, sich in methodischer Hinsicht verstärkt der Subjektivität der Akteure zuzuwenden und in theoretischer Hinsicht ihren Interessen und Milieus.

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Wittel, A. (1998). Gruppenarbeit und Arbeitshabitus. Zeitschrift Für Soziologie, 27(3), 178–192. https://doi.org/10.1515/zfsoz-1998-0302

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