Abstract
[Europa ist am Scheideweg zwischen intelligenter Erweiterung des Zukunftshorizonts und erschrockenem Einschrumpfen der Perspektiven auf das eigene Revier. Abstiegsängste auf Seiten vieler Bürger einerseits und eine Krisenpolitik mit handgreiflichen Ungerechtigkeiten haben die Nationalgesellschaften gegeneinander aufgebracht, der fehlende Mut, europäische Themen in die Öffentlichkeit zu bringen, auf der anderen Seite gefährden das Projekt Europa. Überwinden lässt sich diese gefährliche Situation nur durch eine demokratisch entwickelte Union, die sowohl die sozialen und bürgerrechtlichen Errungenschaften des Nationalstaates beibehält als auch die Vorzüge einer großen, demokratisch verfassten politischen Einheit bietet, die eine Einheit aus europäischen Bürgern und den europäischen Staatsvölkern bietet. The European Union is at the crossroads between intelligent expansion of future horizons and frightened shrinking to a perspective of local areas. Fear of descent of the citizens on one side and a politics of crisis, that goes along with harsh injustice have made upset the national societies against each other, missing courage on the side of politicians, to bring European issues to the fore, endanger the European project. There is only one way to overcome this situation by establishing a democratic union, which conserves not only the social and civilian achievements of the national state, as well as the assets of a greater democratic political unity, that offers an unity of European citizens and European state demos.]
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Habermas, J. (2014). Warum der Ausbau der Europäischen Union zu einer supranationalen Demokratie nötig und wie er möglich ist. Leviathan, 42(4), 524–538. https://doi.org/10.5771/0340-0425-2014-4-524
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