Untersuchungen zur Meßgenauigkeit von Kolbenhubpipetten mit Luftpolster

  • Lochner K
  • Ballweg T
  • Fahrenkrog H
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Abstract

In einem theoretischen Teil werden zunächst die physikalischen Vorgänge beim Pipeilieren mit Kolbenhubpipetten mit Luftpolster dargestellt, und es wird eine Gleichung angegeben, die den Pipelliervorgang mathematisch beschreibt. Diese Gleichung, die wertvolle Hinweise auf die möglichen Fehlerquellen enthält, konnte durch gezielte Experimente bestätigt werden. Das abgegebene Volumen wird durch das Hubvolumen des Kolbens und ein sogenanntes Zusatzvolumen bestimmt. Fehlerquellen, die sich auf das Hubvolumen auswirken, sind falsche Justierung und unterschiedliche Anpreßkraft des Bedieners gegen den hubbegrenzenden Anschlag. Das Zusatzvolumen hängt von einer Vielzahl von Einflußgrößen wie dem äußeren Luftdruck, der Dichte der Flüssigkeit, dem Pipettierwinkel, dem Volumen des Luftpolsters (Totvolumen), dem Dampfdruck der Flüssigkeit, der relativen Luftfeuchtigkeit, dem Vorbenetzen der Spitze, dem Pipettierrhythmus und den Temperaturunterschieden zwischen Pipette, Flüssigkeit und Raumluft ab. Ein signifikanter Einfluß der verwendeten Kunststoffspitze auf das abgegebenene Volumen konnte unter der Voraussetzung, daß diese dicht auf dem Pipettenkonus saß, nicht festgestellt werden.

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Lochner, K. H., Ballweg, T., & Fahrenkrog, H.-H. (1996). Untersuchungen zur Meßgenauigkeit von Kolbenhubpipetten mit Luftpolster. LaboratoriumsMedizin, 20(7–8), 430–441. https://doi.org/10.1515/labm.1996.20.7-8.430

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