Abstract
Uveamelanome sind die häufigsten malignen Augentumoren. Mit modernen molekularbiologischen Methoden (Chromosom-3-Typisierung, Genexpressionsanalyse) können weniger aggressive von hoch aggressiven Verlaufsformen (Monosomie 3, Klasse II) unterschieden werden. Diese molekularbiologische Stratifizierung hat bisher ausschließlich eine Bedeutung für die Risikoeinschätzung, da es keine wirksame Therapie gibt, die eine Metastasierung verhindern oder verzögern kann. Eine randomisierte Studie mit einer Krebsvakzine bestehend aus patienteneigenen dendritischen Zellen und patienteneigener Uveamelanom-RNA soll zeigen, ob die Vakzine wie erwartet bei Patienten mit schlechter Prognose eine Metastasierung verzögern oder verhindern kann. Ein Einschluss in die Studie und damit ein potenzieller Vorteil für den Patienten ist nur möglich, sofern der Patient noch vor Operation oder Bestrahlung an einem der teilnehmenden Zentren vorgestellt wird, da für die Vakzinenherstellung Tumormaterial unter standardisierten Bedingungen gewonnen werden muss.
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Schuler-Thurner, B., Bartz-Schmidt, K.-U., Bornfeld, N., Cursiefen, C., Fuisting, B., Grisanti, S., … Zeschnigk, M. (2015). Immuntherapie beim Aderhautmelanom: Vakzination gegen Krebs. Der Ophthalmologe, 112(12), 1017–1021. https://doi.org/10.1007/s00347-015-0162-z
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