Abstract
Studien im Bereich der Fallbeispielforschung haben gezeigt, dass sich Rezipienten bei der Urteilsbildung stark an in den Medien präsentierten Einzelfällen orientieren. Bis dato ist allerdings nicht abschließend geklärt, warum diese Fallbeispiele einen starken Einfluss auf die wahrgenommene Bevölkerungsmeinung ausüben, die eigene Meinung der Rezipienten davon aber oft unberührt bleibt. Die vorliegende Studie greift auf das Ähnlichkeitskonzept zurück, um Effekte auf beide Urteilsarten zu erklären: Während die Ähnlichkeit zwischen Fallbeispiel und Rezipient Einflüsse auf die eigene Meinung moderieren sollte, dürfte die Ähnlichkeit zwischen Fallbeispiel und Bevölkerung die Einflüsse auf die wahrgenommene Bevölkerungsmeinung moderieren. Diese Annahmen wurden im Rahmen eines web-basierten 2x2x2-Experiments überprüft. Die Ergebnisse bestätigen einen moderierenden Effekt auf die Wahrnehmung der Bevölkerungsmeinung, allerdings finden sich nur eingeschränkte Hinweise auf die Rolle von Ähnlichkeit bei Fallbeispieleffekten auf die eigene Meinung der Rezipienten.
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Peter, C., & Zerback, T. (2017). The role of similarity in exemplification effect. Studies in Communication | Media, 6(1), 71–80. https://doi.org/10.5771/2192-4007-2017-1-71
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