Abstract
Die fünf ostdeutschen Bundesländer sind in der Migrations- und Integrationsforschung aufgrund des bislang geringen Migrant*innenanteils ein vernachlässigtes Feld. Seit 2014 hat sich die Situation in Ostdeutschland durch neuen Zuzug jedoch sehr dynamisch entwickelt. Der Beitrag schlägt vor, diese neue Situation mit den Konzepten der Multikulturalität und des Postmigrantischen zu fassen. Die neue Vielfalt in Ostdeutschland setzt Anpassungs- und Lernprozesse im multikulturellen Alltag in Gang. Gleichzeitig entstehen Konflikte um Anerkennung und Teilhabe, wie sie für postmigrantische Gesellschaften typisch sind. Der Beitrag leitet daraus Impulse für eine zukünftige ostdeutsche Forschung zu postmigrantischer Multikulturalität ab und zeigt deren Relevanz für die politische sowie wissenschaftliche Debatte auf.
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Everts, J., Juraschek, K. A., Fleischmann, L., & Ringel, F. (2020). Ostdeutschland multikulturell und postmigrantisch. In Regionalentwicklung in Ostdeutschland (pp. 235–247). Springer Berlin Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-60901-9_19
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