E-Health und Gesundheitsapps aus medizinethischer Sicht

  • Groß D
  • Schmidt M
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Abstract

Das Ziel technischer Innovationen – und Maßstab jeder normativen Technikbewertung – muss es sein, menschliche Handlungsspielräume zu erweitern und das soziale Zusammenleben zu verbessern. Viele aktuelle Entwicklungen bieten hierzu deutliche Potenziale, bergen aber auch Risiken und Missbrauchsgefahren. Diese können frühzeitig erkannt und beseitigt werden, wenn die Ethik als integraler Bestandteil der Technikentwicklung verstanden und eingesetzt wird. Maßgebliche Evaluationskriterien sind hierbei u. a. das Nutzen- und Schadenspotenzial, die Rückwirkungen auf die Arzt-Patient-Beziehung, „Selbstwirksamkeit“ und informationelle Selbstbestimmung (Autonomie) der Akteure, die Zuschreibbarkeit von Verantwortung sowie die Zugangs- und Verteilungsgerechtigkeit. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der ethischen Bewertung von E‑Health und der Rolle der Ethik in der Entwicklung neuer Medizintechnologien. Er geht aus von den diskutierten Rückwirkungen der Digitalisierung des Gesundheitsmarktes auf Nutzer bzw. Patienten und Behandler und erörtert – theoretisch sowie anwendungsbezogen – die Potenziale, Rahmenbedingungen und Instrumente ethischer Evaluationen.

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Groß, D., & Schmidt, M. (2018). E-Health und Gesundheitsapps aus medizinethischer Sicht. Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz, 61(3), 349–357. https://doi.org/10.1007/s00103-018-2697-z

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