Einmal atypisch, immer atypisch beschäftigt? Mobilitätsprozesse atypischer und normaler Arbeitsverhältnisse im Vergleich

  • Tschersich N
  • Seifert H
  • Herzog-Stein A
  • et al.
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Abstract

Die Bedeutungszunahme atypischer Beschäftigungsformen wird kontrovers diskutiert. Die empirische Forschung hat bislang primär untersucht, inwieweit sich die Arbeitsbe-dingungen von atypischen Beschäftigungsverhältnissen und Normalarbeitsverhältnis-sen (NAV) unterscheiden. Unterschieden im Mobilitätsprozess wurde dagegen bisher wenig Beachtung geschenkt. Der vorliegende Beitrag geht deshalb der Frage nach, inwieweit sich atypische Beschäftigungsverhältnisse und NAV nach ihrer Beendigung im Hinblick auf die Übergänge zum nächsten Arbeitsverhältnis unterscheiden. Mul-tivariate Analysen zeigen, dass Übergänge aus atypischen in NAV nur begrenzt gelin-gen. Wer dagegen bereits in einem NAV beschäftigt war findet weitaus eher auch wieder ein solches Arbeitsverhältnis. Insofern erscheint es gerechtfertigt, von einer gewissen Pfadabhängigkeit der Arbeitsverhältnisse zu sprechen. Die Aufwärtsmobili-tät ist nach den Erkenntnissen der vorliegenden Analysen bei atypischen Arbeitsver-hältnissen recht eingeschränkt. Allerdings differieren die Wahrscheinlichkeiten für Be-schäftigte aus einem atypischen Arbeitsverhältnis, in ein NAV zu wechseln, je nach Beschäftigungsform.

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Tschersich, N., Seifert, H., Herzog-Stein, A., & Gensicke, M. (2010). Einmal atypisch, immer atypisch beschäftigt? Mobilitätsprozesse atypischer und normaler Arbeitsverhältnisse im Vergleich. WSI-Mitteilungen, 63(4), 179–187. https://doi.org/10.5771/0342-300x-2010-4-179

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