Sprunggelenksfraktur im Alter – was ist anders?

  • Ochman S
  • Evers J
  • Raschke M
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Aufgrund der demografischen Entwicklung ist mit einer deutlichen Zunahme von Sprunggelenksfrakturen beim älteren Patienten zu rechnen. Im Vergleich zum jungen Patienten finden sich Unterschiede hinsichtlich des Traumamechanismus, des Frakturmusters, der Knochenqualität und der Nebenerkrankungen. Auch beim älteren Patienten steht die Wiederherstelung der Funktion an oberster Stelle des therapeutischen Regimes. Die konservative Therapie wird bei stabilen Frakturformen sowie instabilen Frakturen mit Kontraindikationen zur operativen Therapie empfohlen. Die operative Therapie sollte weichteiladaptiert und durch spezielle operative Techniken und Implantate individuell erfolgen. Hierbei hat die initiale Transfixation mittels Fixateur externe einen hohen Stellenwert. Die operativen Techniken reichen von dorsaler Plattenpositionierung über K‑Draht‑Techniken, Hakenplatten, Fibulanägel bis hin zu winkelstabilen Plattensystemen, die gute postoperative Ergebnisse zeigen. Eine primäre Versteifung mittels retrograder Nagelarthrodese ist nur als Salvage‑Verfahren Ausnahmefällen vorbehalten.

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Ochman, S., Evers, J., & Raschke, M. (2015). Sprunggelenksfraktur im Alter – was ist anders? OP-JOURNAL, 30(02), 76–80. https://doi.org/10.1055/s-0034-1383260

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