Zur Quantentheorie der gewinkelten Valenz, I. Mitteilung: Eigenfunktion und Valenzbetätigung des Zentralatoms

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Abstract

Die Slater - Paulingsche Theorie der gewinkelten Valenz (= Tatsache, daß mehratomige Moleküle wie NH 3 Pyramidenform und CH 4 Tetraederform besitzen) wird in der Richtung vervollständigt, daß das Zentralatom wesentlich als Vielelektronenproblem behandelt wird. (Die Behandlung des Moleküls soll in der II. Mitteilg. erfolgen.) Es wird in schlüssigerer Weise als bei Slater nachgewiesen, daß die gewinkelte Valenz eine Eigenschaft ist, die dem Zentralatom bereits innewohnt. D. h. es wird gezeigt, daß z. B. die Aufenthaltswahrscheinlichkeit der drei Valenzelektronen des Stickstoffs am größten in drei senkrecht aufeinander stehenden Richtungen ist, und die Aufenthaltswahrscheinlichkeit der vier Valenzelektronen des Kohlenstoffs am größten in vier Richtungen ist, die nach den vier Ecken eines regulären Tetraeders weisen. In diesem Zusammenhang wird abweichend von Hückel die Stabilität des Benzolrings nicht durch die sechs Elektronen erklärt, die nicht an einzelnen Atomen lokalisierbar sind, sondern durch die (gewinkelte) Valenzbetätigung des dreiwertigen Kohlenstoffatoms, dessen Valenzarme vom Mittelpunkt eines gleichseitigen Dreiecks aus nach dessen Ecken gerichtet sind. © 1946, Walter de Gruyter. Alle Rechte vorbehalten.

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Artmann, K. (1946). Zur Quantentheorie der gewinkelten Valenz, I. Mitteilung: Eigenfunktion und Valenzbetätigung des Zentralatoms. Zeitschrift Fur Naturforschung - Section A Journal of Physical Sciences, 1(8), 426–432. https://doi.org/10.1515/zna-1946-0802

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