Abstract
Dieser Artikel gibt einen Überblick über das Prinzip des „intention to treat“ (ITT; Patienten werden so ausgewertet, wie sie randomisiert wurden), „per protocol“ (PP; nicht protokollgemäß behandelte Patienten werden von der Analyse ausgeschlossen) und „as treated“ (AT; Patienten werden unter der Behandlung ausgewertet, die sie tatsächlich erhalten haben) für randomisierte klinische Studien in der Orthopädie. Eine ITT-Analyse soll die Aufrechterhaltung der Vorteile einer zufälligen Behandlungszuteilung zur Vergleichbarkeit der Behandlungsgruppen hinsichtlich bekannter und unbekannter Einflussfaktoren gewährleisten. Dabei kann es jedoch bei Protokollverletzungen zu einer Abschwächung des Behandlungseffekts kommen, sodass zusätzliche PP- bzw. AT-Analysen zur klareren Beurteilung des Behandlungseffekts sinnvoll sind. Vielmehr kann durch die Anwendung aller Prinzipien das Ergebnis einer randomisiert-kontrollierten Studie (RCT) auf Robustheit geprüft und so als Sensitivitätsanalyse genutzt werden.
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Kleist, P. (2009). Das Intention-to-Treat-Prinzip. Swiss Medical Forum ‒ Schweizerisches Medizin-Forum, 9(25). https://doi.org/10.4414/smf.2009.06848
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