Kristallstruktur einer pflanzlichen Tyrosinase aus Walnussblättern: die Bedeutung “substratlenkender Aminosäurereste” für die Enzymspezifität

  • Bijelic A
  • Pretzler M
  • Molitor C
  • et al.
N/ACitations
Citations of this article
12Readers
Mendeley users who have this article in their library.

This article is free to access.

Abstract

Tyrosinasen und Catecholoxidasen gehören zur Klasse der Typ‐III‐Kupferenzyme. Forscher arbeiten seit Jahrzehnten daran, die Monophenolase‐/Diphenolase‐Spezifität dieser Enzyme auf struktureller Ebene zu erklären und entwickelten dazu eine Hypothese (basierend auf der ersten Catechol‐ und Tyrosinasestruktur), der zufolge der Grund für das Fehlen von Monophenolase‐Aktivität in Catecholoxidasen das strukturell eingeschränkte aktive Zentrum sein könnte. Jüngste strukturelle und biochemische Studien an dieser Enzymklasse liefern jedoch Anlass zu Zweifeln an dieser Theorie. Hier wird die erste Kristallstruktur einer pflanzlichen Tyrosinase (Juglans regia) präsentiert, anhand derer gezeigt wird, dass die Unterscheidung zwischen Mono‐ und Diphenolase‐Aktivität auf struktureller Ebene nicht durch eine strukturelle Einschränkung des aktiven Zentrums bestimmt wird; vielmehr spielen Aminosäuren, die sich am Eingang zu und innerhalb der zweiten Schale um das aktive Zentrum befinden, eine viel wichtigere Rolle, als bisher angenommen.

Cite

CITATION STYLE

APA

Bijelic, A., Pretzler, M., Molitor, C., Zekiri, F., & Rompel, A. (2015). Kristallstruktur einer pflanzlichen Tyrosinase aus Walnussblättern: die Bedeutung “substratlenkender Aminosäurereste” für die Enzymspezifität. Angewandte Chemie, 127(49), 14889–14893. https://doi.org/10.1002/ange.201506994

Register to see more suggestions

Mendeley helps you to discover research relevant for your work.

Already have an account?

Save time finding and organizing research with Mendeley

Sign up for free