Fähigkeitstheorien zum selbstregulierten Lernen: Die Bedeutung von impliziten Theorien und Fähigkeitsselbstkonzept für das Lernen und die akademische Leistung

  • Karlen Y
  • Hirt C
  • Stebner F
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Abstract

Subjektive Fähigkeitstheorien bezüglich der Veränderbarkeit (implizite Theorien; Mindsets) und der Höhe von Fähigkeiten (Fähigkeitsselbstkonzept) beeinflussen das Lernverhalten, die Motivation und das Erleben von Lernenden in Lern- und Leistungssituationen in vielfältiger Weise. Bislang fehlen umfangeiche Studienergebnisse zu Fähigkeitstheorien zum selbstregulierten Lernen (SRL). Diese Studie nimmt daher implizite Theorien zum SRL und das Fähigkeitsselbstkonzept im SRL in den Blick. Basierend auf einer Stichprobe von N = 244 Schüler*innen der Sekundarstufe I ( M = 14.57 Jahre) wurde überprüft, inwiefern implizite Theorien zum SRL und das Fähigkeitsselbstkonzept im SRL mit verschiedenen Variablen des SRL (Selbstmotivierung, metakognitives Bewusstsein, Strategiewissen), mit dem wahrgenommenen Ausmaß schulischer Herausforderungen (Leistungsdruck, Überforderung, Belastung) und mit der akademischen Leistung zusammenhängen. Die Ergebnisse der Mediationsanalysen zeigten direkte positive Zusammenhänge zwischen den impliziten Theorien und dem Strategiewissen sowie zwischen dem Fähigkeitsselbstkonzept und der Selbstmotivierung und dem metakognitiven Bewusstsein. Zwischen dem Fähigkeitsselbstkonzept im SRL und dem Leistungsdruck, der Überforderung und der Belastung konnten direkte Zusammenhänge nachgewiesen werden, nicht jedoch für die impliziten Theorien. Schließlich weisen die Ergebnisse auf eine Relevanz der beiden Fähigkeitstheorien zum SRL für die akademische Leistung hin. Insgesamt zeigen die Studienergebnisse auf, dass die impliziten Theorien zum SRL und das Fähigkeitsselbstkonzept im SRL insbesondere für das SRL und den schulischen Lernerfolg bedeutsam sind. Ability theories regarding the changeability (implicit theories) and the level of abilities (ability self-concept) influence learning behavior, the experience of learning and performance situations in many ways. To date, there is a lack of comprehensive study results on ability theories of self-regulated learning (SRL). This study takes a closer look at implicit theories of SRL and the ability self-concept in SRL. Based on a sample of N = 244 junior high school students ( M = 14.57 years), we examined the extent to which implicit theories of SRL and ability self-concept in SRL are related to different variables of SRL (self-motivation, metacognitive awareness, strategy knowledge), to different school challenges (performance pressure, overload, strain), and achievement. The results of the latent mediation analyses indicate direct positive correlations between the implicit theories of SRL and strategy knowledge and between ability self-concept in SRL and self-motivation and metacognitive awareness. Direct correlations were shown between ability self-concept in SRL and performance pressure, overload, and strain, but not for the implicit theories of SRL. Finally, the results revealed that both ability theories on SRL are relevant to academic performance. Overall, the study results indicate that the implicit theories of SRL and the ability self-concept in SRL could provide explanations for how students learn and thus achieve lower or greater academic learning success.

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Karlen, Y., Hirt, C., & Stebner, F. (2021). Fähigkeitstheorien zum selbstregulierten Lernen: Die Bedeutung von impliziten Theorien und Fähigkeitsselbstkonzept für das Lernen und die akademische Leistung. Unterrichtswissenschaft, 49(4), 503–524. https://doi.org/10.1007/s42010-021-00131-w

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