Abstract
Eisenmangel, die häufigste Mangelerscheinung weltweit, ist häufig mit einer reaktiven Thrombozytose assoziiert. Während eine sekundäre Thrombozytose generell als harmlos angesehen wird, mehren sich die Hinweise dafür, dass eine Thrombozytenanzahlerhöhung insbesondere bei Eisenmangel mit einem erhöhten Thromboembolierisiko sowohl im arteriellen als auch im venösen System assoziiert sein kann. Hier werden die Mechanismen der eiseninduzierten Thrombozytose geschildert und die klinischen Konsequenzen insbesondere bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, chronischer Niereninsuffizienz oder malignen Erkrankungen analysiert. Wir hypothetisieren, dass Eisenmangel ein bis jetzt unterschätzter Thromboembolierisikofaktor darstellt, und dass Eisenersatztherapie eine effektive präventive Strategie sein kann.
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Evstatiev, R. (2016). Eisenmangel, Thrombozytose und Thromboembolie. Wiener Medizinische Wochenschrift, 166(13–14), 437–446. https://doi.org/10.1007/s10354-016-0514-6
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