Abstract
In den frühen zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt Alfred Sohn-Rethel eine kaum beachtete Theorie: Für ihn sind unsere Denkformen, sind die Kategorien unseres Urteilens und Erkennens – und er denkt an so etwas wie Raum, Zeit, Zählbares, Abstraktion, Bewegung etc. – keine gegebenen kognitiven Bedingungen, keine wesensmäßig menschlichen Kategorien, die a priori in unseren geistigen Fähigkeiten angelegt sind, sondern er will beweisen, dass diese Kategorien unseres Denkens in zentralen gesellschaftlichen Praktiken und Strukturen vorgeprägt sind. Gesellschaftliche Praktiken denken nicht, aber sie haben nach Sohn-Rethel die Form des Denkens, sie in-formieren unsere Denk- und Erkenntniskategorien. [...]
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Schmidt, R. (2022). meta-hodos. Thewis, 33–41. https://doi.org/10.21248/thewis.9.2022.108
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