Alltagsmobilität in Kommunen zwischen Niederrhein und Ruhrgebiet. Aus welchen Gründen wird der ÖPNV nicht häufiger genutzt?

  • Suder E
  • Pfaffenbach C
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Die Alltagsmobilität ist in Deutschland stark mit der Nutzung des Pkw verbunden. Nachhaltigkeitsdebatten seit den 1980er-Jahren kritisieren jedoch die Dominanz des Pkw mit Verbrennungsmotor als Verkehrsmittel. Deshalb fordert die Wissenschaft verstärkt eine Verkehrswende zu klimaneutralen Antrieben sowie eine Verlagerung des Verkehrs auf öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad und das Zufußgehen. In dieser Studie liegt der Fokus auf der Frage, welche Gründe aus Sicht der befragten Haushalte gegen die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), der eine zentrale Säule dieser Transformation bildet, sprechen. Mit einem Fragebogen wurde die Alltagsmobilität von mehr als 1000 Bürgerinnen und Bürgern aus 4 Kommunen der westlichen Metropole Ruhr an der Schnittstelle zum Niederrhein untersucht. Die Analysen zeigen, dass zeitliche und infrastrukturelle Argumente am häufigsten vorgebracht werden, jedoch Unterschiede zwischen den Untersuchungsgemeinden und den befragten Haushalten bestehen. Um eine von Experten geforderte Verkehrsverlagerung vom Pkw auf andere Verkehrsmittel zu erreichen, müssen der nötige Zeitaufwand, die Zuverlässigkeit, die Flexibilität und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis im öffentlichen Verkehr verbessert werden.Everyday mobility in Germany is strongly related to the use of cars. However, sustainability debates since the 1980s have criticized the dominance of the car, with its internal combustion engine, as a means of transportation. Therefore, scientists are increasingly demanding a transition both to cars with climate-neutral engines and to a modal shift to public transportation, cycling, and walking. This study focuses on the reasons why the surveyed households are against the use of local public transport, which is a central element of this transformation. A questionnaire was used to investigate the everyday mobility of more than 1000 citizens from four municipalities in the western Rhine-Ruhr metropolitan area at the interface to the Lower Rhine region. The analyses show that time-based and infrastructural arguments are the most common but that there are differences between the study municipalities and the surveyed households. In order to achieve a modal shift from car to other means of transportation, as is demanded by experts, there is the need to improve time efficiency, reliability, flexibility, and the price-performance-ratio of public transportation.

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Suder, E., & Pfaffenbach, C. (2021). Alltagsmobilität in Kommunen zwischen Niederrhein und Ruhrgebiet. Aus welchen Gründen wird der ÖPNV nicht häufiger genutzt? Standort, 45(1), 31–37. https://doi.org/10.1007/s00548-020-00680-9

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