Abstract
Die aktuelle Fassung der Leitlinie Lungenkarzinom trägt der Dynamik der Informationen in diesem Fachbereich Rechnung. Insbesondere gelten folgenden Empfehlungen:Die Vorstellung aller neu diagnostizierten Patienten im interdisziplinären pneumoonkologischen Tumorboard ist verpflichtend, das CT-Screening für asymptomatische Risikopersonen (nach Zulassung durch die Behörden), Vorgehen beim inzidentellen Lungenrundherd (außerhalb von Screeningprogrammen), molekulare Testung aller NSCLC unabhängig vom Subtyp, in frühen Stadien auf EGFR-Mutationen und in der Rezidivsituation, adjuvante TKI-Therapie bei Vorliegen einer EGFR-Mutation, adjuvante Konsolidierung mit Checkpointinhibitor bei PD-L1 ≥ 50%, Erhebung des PD-L1-Status, nach Radiochemotherapie bei PD-L1-pos. Tumoren Konsolidierung mit Checkpointinhibitor, adjuvante Konsolidierung mit Checkpointinhibitor bei PD-L1 ≥ 50% im Stadium IIIA, Erweiterung des therapeutischen Spektrums bei PD-L1 ≥ 50%, unabhängig von PD-L1Status, neue zielgerichtete Therapieoptionen sowie die Einführung der Immunchemotherapie in der SCLC Erstlinie.Um eine zeitnahe Umsetzung künftiger Neuerungen zu gewährleisten, wurde die Umstellung auf eine „living guideline“ für das Lungenkarzinom befürwortet.
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Schütte, W., Gütz, S., Nehls, W., Blum, T. G., Brückl, W., Buttmann-Schweiger, N., … Wormanns, D. (2023). Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms. Pneumologie, 77(10), 671–813. https://doi.org/10.1055/a-2029-0134
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