Abstract
Die Koronardiagnostik oder Intervention über die A. radialis führt zu einer schnelleren Mobilisation des Patienten und somit auch zu kürzeren Krankenhausaufenthalten im Vergleich zum femoralen Zugang. Durch die oberflächliche Lage der Arterie ist die Punktion und Kompression einfach und reduziert vaskuläre Blutungskomplikationen signifikant. Dies hat bei einem ST-Hebungsinfarkt mit intensivierter Antikoagulation zu einer Mortalitätsreduktion und dadurch in den aktuellen Leitlinien zu einer Klasse-IA-Empfehlung geführt. Vorbereitung, Punktion, Katheterwahl und der Ablauf des Herzkatheters unterscheiden sich nur geringfügig vom femoralen Zugangsverfahren. Nach einer Lernkurve und bei häufigerer Anwendung sind mögliche Nachteile wie Spasmen, Strahlenbelastung oder radiale Gefäßverschlüsse vernachlässigbar. In dieser Arbeit sind Empfehlungen und Standards zur Durchführung der Untersuchung bzw. der Intervention über die A. radialis zusammengestellt.
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Wiemer, M., Schäufele, T., Schmitz, T., Hoffmann, S., Comberg, T., Eggebrecht, H., & Langer, C. (2018). Herzkatheter: Diagnostik und Intervention über die Arteria radialis. Der Kardiologe, 12(4), 268–276. https://doi.org/10.1007/s12181-018-0264-3
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