Abstract
Eine Bevölkerung altert, wenn die Menschen länger leben und gleichzeitig weniger Kinder geboren werden. Dann steigt der relative Anteil der älteren Einwohner an der Gesamtbevölkerung. Dieses kollektive Altern wird ausgedrückt durch den Altenquotienten, das Verhältnis von Rentnern zu Menschen im Erwerbsalter. Der Altenquotient 65 (über 65-Jährige je 100 Personen von 15 bis 64 Jahren) liegt in Deutschland heute bei 34,1, er wird auf 41 im Jahre 2025 und auf etwa 56 bis 60 im Jahre 2050 ansteigen. Die deutsche Gesellschaft wird in den nächsten Jahrzehnten also stark altern, ein Phänomen, das einen Teil des „Demografischen Wandels“ darstellt. (Dennoch wenden wir uns gegen den Begriff der „Überalterung“; wir haben nicht zu viele alte Menschen, sondern zu wenig junge. Hier sollte man eher von einer „Unterjüngung“ sprechen.)
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Oris, M. (2022). Alterung der Bevölkerung. In Wörterbuch der Schweizer Sozialpolitik. Seismo Verlag AG. https://doi.org/10.33058/seismo.30739.0006
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